Batteriesysteme für Photovoltaik Anlagen

Einführung in die Stromspeicher Thematik

Batteriesysteme für Photovoltaik Anlagen sind 2013 ein großes Thema geworden. Immer mehr Geräte kamen auf den Markt und die KfW Bank legte im Mai ein gesondertes Förderprogramm für Akkusysteme auf, für das bis Jahresende bereits über 2.000 Anträge eingegangen sind. Wenn Sie jetzt auch überlegen, ob sich ein Batteriesystem für Ihre Photovoltaik Anlage lohnt, oder ob Sie beim Bau einer neuen Photovoltaik Anlage direkt einen Akkusystem in die Planung mit einbeziehen sollten, dann finden Sie hier einige Anhaltspunkte.

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Wozu braucht man überhaupt Batteriesysteme?

Batteriesysteme haben den Sinn, dass Sie den erzeugten Strom Ihrer Photovoltaik Anlage in größerer Menge selbst verbrauchen können und weniger ins Netz einspeisen müssen. Und Sie sind beim Eigenverbrauch des Solarstroms ein ganzes Stück weit unabhängiger von den Zeiten, an denen die Photovoltaik Anlage der Strom liefert. "Waschmaschine anstellen wenn die Sonne scheint" ist solch ein Beispiel, was die wenigsten zu Hause bewerkstelligen können.

Aber warum ist mehr Eigenverbrauch sinnvoll? Wenn Sie sich heute für eine neue  Photovoltaik Anlage entscheiden wollen sind die Konditionen für den eingespeisten Solarstrom nicht mehr so gut, wie noch vor einigen Jahren. Sie können heute den erzeugten Solarstrom nahezu nur noch für das gleiche Geld an den Netzbetreiber verkaufen, was Sie die Erzeugung der Kilowattstunde auch selbst kostet umgerechnet. Damit tritt das alte Betreibermodell von Photovoltaik Anlagen (erzeugten Strom voll einspeisen und über die Einspeisevergütung die Anschaffungskosten refinanzieren um insgesamt einen Gewinn zu erwirtschaften) heute mehr und mehr in den Hintergrund. Der finanzielle Anreiz heute eine eigene Photovoltaikanlage zu betreiben ist, möglichst wenig Strom noch vom Netzbetreiber beziehen zu müssen und durch diese gesparten Stromkosten am Ende einen Gewinn zu erzielen.

Akkusysteme sind hier ein zentraler Bestandteil, da Sie ohne einen Speicher nur rund 20 Prozent des erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen können und den restlichen Strom wieder einspeisen müssen ins Netz. Welchen Effekt Akkusysteme hier erzielen können, können Sie mit unserem Eigenverbrauchs-Recher ermitteln. Inwieweit Sie sich am Ende dann autarker versorgen können mit Strom und weniger auf den Strombezug vom Netzbetreiber angewiesen sind ermittelt der Autarkiegrad. Die Notstromoption ist hiervon unabhängig.

Lohnen sich Akkusysteme?

Akkusysteme für Photovoltaik Anlagen sind auch 2014 noch recht teuer. Das muss man ganz klar sagen. Zwischen 6.000€ und gut 15.000€ kann solch eine Gerät für ein Einfamilienhaus je nach Speicherkapazität und Batterietechnologie kosten. Ob es sich angesichts dieser Anschaffungskosten lohnt über Batteriesysteme heute schon nachzudenken eröffnet ein Blick auf die Kosten für die gespeicherte Kilowattstunde Solarstrom.

Mit diesen Kosten bekommen Sie einen Eindruck davon was es mit einem ganz bestimmten Batteriesystem kostet, 1 Kilowattstunde Solarstrom zu speichern. Als Referenzgröße für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sollte an dieser Stelle immer der Haushaltsstrompreis herhalten. Ist es für rund 27 Cent pro Kilowattstunde, die der Strom beim Netzbetreiber kostet, möglich den Strom mit einer Photovoltaik Anlage selbst zu erzeugen und mit einem Akkusystem zu speichern? Für Batteriesysteme liegt das Fenster im Moment bei 10 bis 14 Cent pro Kilowattstunde, die die gespeicherte Kilowattstunde kosten kann um noch im Rahmen zu liegen, da die Stromgestehungskosten einer Photovoltaik Anlage bei rund 13 bis 17 Cent pro Kilowattstunde rangieren (je nach Angebotspreis). Einen ersten Eindruck von dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung liefert unser Speicherrechner.

Um die Anschaffungskosten für Batteriesysteme zu senken gibt es seit Mai 2013 ein Förderprogramm von der KfW Bankengruppe. Die Gelder werden jedoch nichrt als Zuschuss direkt ausgezahlt, sondern sind als Tilgungszuschuss an einen Kredit gekoppelt.

Welche Akkusysteme gibt es am Markt?

Batteriesysteme für Photovoltaik Anlagen unterscheiden sich zum einen anhand der Speichertechnologie. Es gibt Batteriesysteme mit Blei-Speicher (bekannt von der Autobatterie) und Batteriesysteme mit Lithium-Ionen Technologie (bekannt von Handy Akkus). Die Lebensdauer ist bei Lithium-Ionen Speicher höher, dafür sind diese Geräte auch um einige tausend Euro teurer.

Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die technische Einbindung der Akkusysteme in die Hauselektronik. Akkusysteme speichern generell Gleichstrom. Diesen erzeugt auch eine Photovoltaik Anlage. Um den Solarstrom im Haushalt zu nutzen oder um ihn ins Netz einzuspeisen muss er jedoch in Wechselstrom umgewandelt werden. Diesen speichert jedoch wieder ein Batteriesystem nicht. Deshalb werden Batteriesysteme entweder direkt in den Gleichstrom-Zwischenstromkreis zwischen Modulen und Wechselrichter geschaltet (DC-Einbindung), oder in den Wechselstromkreis des Haushalts (AC-Einbindung). Hier muss der Strom zum Laden des Akkusystem jedoch erst wieder in Gleichstrom zurück gewandelt werden.

Aus diesen ersten Unterscheidungskriterien für Akkusysteme ergibt sich beim Blick auf die verschiedenen Hersteller folgende Unterscheidung.

Geräte die aus dieser Clusterung herausfallen haben wir Ihnen noch einmal hier zusammegestellt.

Sollten Sie sich für ein Akkusystem entscheiden, lassen Sie sich von einem Fachbetrieb für Photovoltaik-Technik beraten. Dieser bestimmt auch die richtige Speichergröße des Systems anhand eines genauen Lastprofils ihres Haushalts. Und hier geht`s zurück zum Inhaltsverzeichnis.

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