Auslegung eines Batteriespeicher-Systems für eine Photovoltaikanlage
Die optimale Auslegung eines Speichersystems für eine PV-Anlage sollte sehr gewissenhaft erfolgen und es sollte die Hilfe von Anbietern von solchen Systemen in Anspruch genommen werden. Diese verfügen meist schon über Auswertungsprogramme, um die optimale Konfiguration zu ermitteln.
Die Auslegung ist stark abhängig von Faktoren wie:
- Dachneigung und Dachausrichtung
- Einstrahlungsbedingungen
- Gewünschte PV-Anlagengröße (falls abweichend von optimaler Anlagengröße für Speichersystem)
- Stromverbrauch im Haushalt
- Angeschlossene Verbraucher (z.B. Wärmepumpe)
- Verbraucherverhalten, also wie gestaltet sich der Stromverbrauch im 24-Stunden-Tagesverlauf
- Gewünschte Notstromkapazitäten
- Photovoltaik-Neuanlage oder Nachrüstung
Verhältnis Speicherkapazität zu Größe der Photovoltaikanlage
Das Verhältnis vom Speichervolumen eines Akkusystems zu der Nennleistung einer PV-Anlage und zum Stromverbrauch eines Haushalts sollte möglichst optimal sein.Ist der Akku im Verhältnis zur PV-Anlage zu gering dimensioniert kann weniger Eigenverbrauch genutzt werden. Ist der Akku zu groß ausgefallen hat das nicht unwesentlichen Einfluß auf die Gesamtkosten des PV-Speichersystems. Beispiel:
Der Jahresstromverbrauch beträgt 4.000 kWh
Die PV-Anlage hat eine Nennleistung von 4 kWp
Bei dieser Konstellation sollte das Speichervolumen, um auf einen Eigenverbrauch von rund 70% zu kommen, auf etwa 6 - 7 kWh angesetzt werden. Für diese Konstellation werden aber auch Speichersysteme mit Speicherkapazitäten von nur 4 kWh angeboten. Diese sind dann zwar preisgünstiger (vorausgesetzt gleiche Speichertechnologie), dürften aber bei der Eigenverbrauchsquote nicht so hohe Werte erreichen.
Normalerweise ist es aber ohne Akkusystem schwierig, überhaupt mehr als 30% Eigenverbrauch zu erreichen.
Wie Sie die Kosten pro kWh entnommener Speicherenergie berechnen und gegenüberstellen können lesen Sie im Beitrag Kostenvergleich Akkusystem
