Solarfolien - PV-Folien

Mit Solarfolien kann man, genau wie mit Solarmodulen, Strom erzeugen. Vorteile ergeben sich hinsichtlich des geringen Gewichts, dem kostengünstigen Herstellungsverfahren, der kostengünstigen Installation und den besonderen Einsatzgebieten der Folien. Durch den Verzicht auf Glas lassen sich solche Module mit einem deutlich reduzierten Energieaufwand herstellen. Die Fertigungskosten sinken beträchtlich.

Unter welchen Umständen kommt der Einsatz von Solarfolien in Betracht? Generell kann man sagen, überall dort, wo geringes Gewicht, flexible Abmessungen, Biegsamkeit oder Bruchsicherheit (kein Glas!) gefragt sind.


  • Fahrzeuge wie Solarauto
  • Luft- und Raumfahrt
  • Boote und Yachten
  • Tragbare elektronische Geräte
  • Rucksäcke
  • Camping
  • Auf Textilien
  • Sonnenschutzdächer
  • An Fassaden (Gebäudeintegrierte Photovoltaik BIPV)
  • Auf Dächern mit geringer Tragfähigkeit
  • Für die Installation auf Trapezblech oder Falzblech gibt es Solarfolien auf Metallplatten. Diese wiegen nur ca. die Hälfte eines herkömmlichen Moduls.
  • Auf abgerundeten oder gewellten Dächern
Die Solarfolien haben bis vor einiger Zeit einen relativ geringen Wirkungsgrad aufgewiesen. Dieser lag bei ca. 5%. Eine Folie mit den Abmessungen von 3,5 Metern auf 0,5 Meter bringt es beispielsweise auf eine Leistung von 92 Wp. Inzwischen werden aber Wirkungsgrade von über 10% realisiert. Es gibt aber auch schon PV-Folien mit einem Wirkungsgrad über 13%, wenn auch nur in einer Pilotanlage.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der leichten Verlegbarkeit der Folien. Während bei herkömmlichen Modulen ein Untergestell, auf dem die Module montiert werden benötigt wird, reicht bei Solarfolien im einfachsten Fall bereits ein (spezielles) doppelseitiges Klebeband. Damit ist eine sehr schnelle und sichere Verlegung auch auf großflächigen Dachlandschaften und Hallendächern möglich. Wenn man bedenkt, dass das Folienmodul sogar von der Rolle verlegt werden kann, wird das Einsparpotential offensichtlich.

Beispiele für die Herstellung:
  • Die Solarfolien können aufgrund der geringen Dicke und der Flexibilität auf Rollen hergestellt werden. Kontinuierliche Produktion durch den so genannten Rolle-zu-Rolle-Prozess.
  • Schichten aus amorphem Silizium (a-Si) im Nanometerbereich werden auf Kunststoffträger aufgebracht.
  • Beschichten einer Kunststofffolie mittels Ionenstrahl-Technologie mit einer hauchfeinen Halbleiterschicht aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS).
Herstellerauszug:
 

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