Photovoltaik Diebstahl und Diebstahlschutz von Solarmodulen
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Mit zunehmender Beliebtheit der Photovoltaik weckt dies auch mehr und mehr die Begierde der Langfinger. Die Nachrichten über Anlagen, die gänzlich über Nacht verschwinden häufen sich.
Sollte die Photovoltaikanlage leicht zugänglich und/oder außerhalb eines Wohngebietes installiert werden, so gibt es bei der Montage Möglichkeiten, es den Langfingern durch Diebstahlvorkehrungen bzw. Diebstahlsicherungen zumindest etwas schwerer zu machen. Welche Maßnahmen kann man treffen?
- Innensechskantschrauben mit Kugeln
Nach der Montage der Module werden in den Innensechskant der Modulbefestigungsschrauben kleine Kugeln eingeschlagen. Vorteil: Die Schrauben lassen sich mit einem normalen Inbusschlüssel nicht mehr lösen. Nachteil: Sollte irgendwann mal erforderlich sein, dass man selber ein Modul demontieren muss, steht man verständlicherweise vor demselben Problem.
- Innensechskant wird "gerundet"
Der Innensechskant wird nach erfolgter Montage "überdreht", so dass die Kanten des Sechskantes abgerundet sind. Die Vor- und Nachteile entsprechen der Kugellösung.
- Schraubenkopf wird abgedreht
Der Kopf der Schraube wird bei einem ganz bestimmtem Anzugsmoment abgetrennt. Dieses Anzugsmoment gewährleistet dabei eine dauerhaft sichere Befestigung der Module. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen den Diebstahlschutz, zum anderen ist aber auch gewährleistet, dass jede Schraube auch zuverlässig angezogen ist. Das ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit bei der Montage einer PV-Anlage. Eine Demontage ist natürlich wieder nicht nur für die Langfinger ein Problem.
- Spezielle Gestaltung des Kreuzschlitzes des Schraubenkopfes
Der Kreuzschlitz ist durch eine Flankenstellung so geformt, dass nur ein Eindrehen der Schraube mit einem Spezialbit möglich ist. Bei einer Linksdrehung, also dem Versuch, die Schraube herauszudrehen, rutscht der Bit über den Kreuzschlitz. Eine Demontage ist nur durch Aufbohren möglich.
- Gießharz
Kann jederzeit nachträglich in den Innensechskant gefüllt werden. Vor- und Nachteile siehe oben.
- Verriegelung der Module mit spezieller Verriegelungstechnik
Ein Hersteller hat eine Montagetechnik entwickelt, bei der es nur mit einem Spezialwerkzeug möglich ist, die Module wieder zu demontieren.
- Einzäunung
Bei Freilandanlagen wird meist schon vom Versicherer zumindest eine Einzäunung verlangt.
- Überwachungskamera
Um eine gewisse Abschreckwirkung zu erzielen, können "Dummy" - Kameras installiert werden.
- Integrierte Chips
Die Chips werden ins Solarmodul eingebaut und die Koordinaten des späteren Standortes einprogrammiert. Werden die PV-Module einmal an einem anderen Standort montiert, so ist eine Umprogrammierung nur mit Hilfe eines Spezialisten und eines Geheimcodes möglich. Die Chips und damit die Module können über GPS geortet werden.
Diebstahl Module:
Alle diese Maßnahmen können aber einen Moduldiebstahl nicht verhindern, wenn erhebliche kriminelle Energie dahinter steckt. Wer einen Diebstahl konsequent ausschließen möchte, muss wohl oder übel in teure Überwachungstechnik wie eine Alarmanlage investieren.
Sicherungsempfehlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes vor Photovoltaik Diebstahl:
Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Moduldiebstählen hat das Bayerische Landeskriminalamt bereits 2007 ein Merkblatt mit Sicherungsempfehlungen herausgebracht, welches aber weiterhin als topaktuell bezeichnet werden kann:
Sicherungsempfehlungen Diebstahl von Photovoltaikanlagen
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