Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

"Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien", kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz (Abk.: EEG) regelt unter anderem Mindestvergütungen und Anschlussbedingungen für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ins öffentliche Stromnetz.

Unter dem Punkt Einspeisevergütung finden Sie die aktuellen Vergütungssätze.

Erfahrungen & Fragen zum Thema Erneuerbare Energien Gesetz

Erweiterung Photovoltaikanlage: weiterer Zähler, EEG-Umlage, Eigenverbrauch

Ich habe eine in 2011 in Betrieb genommene PV-Anlage mit 3,92 kWp und erhalte für den Eigenverbrauch 12,36 bzw. 16,74 Ct/kWh. Ich möchte die Anlage im Laufe des Jahres 2018 erweitern um etwa 8,0 kWp. 1) Muss zur Erfassung der Stromerzeugung der Erweiterung ein weiterer Zähler installiert werden? 2) Welche Vergütung erhalte ich nach Anmeldung der Erweiterung für den Eigenverbrauch? 3) Wird auf den Eigenverbrauch voll oder 40% EEG-Umlage fällig? Falls ja, für den gesamte Eigenverbrach oder nur oberhalb 10 MWh pro Jahr?
Antwort von volta sole GmbH

1) prinzipiell nicht unbedingt - im Einzelfall muß das mit Ihrem EVU geklärt werden.
2) es gibt keine Vergütung für Eigenverbrauch mehr
3) Sie bleiben mit der in 2018 installierten Anlage unter 10 kWp - das ist per Gesetzesdefinition keine Erweiterung sondern eine neue Anlage < 10 kWp, deshalb keine EEG-Umlage (bei < 10.000 kWh Eigenverbrauch pro Jahr und kein Erzeugungszähler. Die Abgrenzung zur Bestandsanlage muß mit dem EVU geklärt werden (siehe 1)

Wechselrichter zur Abregelung kleiner PV-Anlagen um Einspeisung zu verhindern

Gibt es Wechselrichter für kleine PV- Anlagen bis max ca. 1KWp, die elektronisch den Überschuss der PV – Anlage regeln, so dass es nicht zur Rückeinspeisung in das Stromnetz des Energieerzeugers kommt? Damit eine Anmeldung der Anlage nicht notwendig ist. Der Überschussstrom muss nicht unbedingt in eine Batterie gespeichert werden, eine Reduzierung oder Abschaltung der PV – Anlage würde mir ausreichen.
Antwort von ENERGIEBUDE

Hierfür sind die sogenannten Balkonmodule bestens geeignet. Sie müssen dem Energieversorger gemeldet werden aber es muss kein kompliziertes Anmeldeverfahren stattfinden. Seit Ende 2017 sind diese auch erlaubt. Sie werden dann direkt mit dem Hausnetz verbunden und können so zur Reduzierung des Stromverbrauchs verwendet werden.

Neue Solaranlage mit Batteriespeicher auf vermietetem Haus: EEG-Umlage Pflicht?

Ich habe ein Haus, das an meinen Sohn vermietet ist. Dort möchte ich eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher installieren lassen. Muss ich hier etwas beachten? Ich habe gehört, dass bei vermieteten Objekten immer die EEG-Umlage gezahlt werden muss. Ich möchte meinem Sohn den verbrauchten Strom nicht in Rechnung stellen und werde auch keine Förderung beantragen. Wer kann mir helfen?
Antwort von Soluwa GmbH

Da die Wohnung vermietet ist, so betreibt der dort wohnende Mieter die Verbrauchsgeräte in dieser Wohnung und ist insoweit Letztverbraucher des Stroms.
Somit scheidet eine Eigenversorgung mangels Personenidentät aus, da in diesem Fall Sie als Betreiber der Stromerzeugungsanlage nicht als Person den Strom in der vermieteten Wohnung als Letztverbraucher verbrauchen.

Damit müssen Sie die volle EEG-Umlage bezahlen.

Kleiner Tipp:
Wäre Ihr Sohn der Betreiber (Investor) der PV-Anlage, so entfällt bis zu einer PV-Anlagengröße mit 10.000kWh Jahresstromertrag die EEE-Umlage.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich gerne an mich!

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