Konversionsflächen

Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Der Begriff Konversion steht für Umnutzung oder auch Nutzungsänderung. Bei Konversionsflächen handelt es sich um ehemalige, jetzt brach liegende Militär-, Industrie- oder Gewerbeflächen, die zum Zweck der baulichen Wiedernutzung eine Umwandlung erfahren. Im Bereich der Photovoltaik werden häufig Konversionsflächen zum Bau von Freilandanlagen genutzt.

Wichtig ist dabei die Definition einer Konversionsfläche: Eine Konversionsfläche liegt laut EEG 2009, § 32, Abs. 3 bzw. EEG 2004, § 11 Abs. 4 Nr. 2 nur dann vor, wenn die Auswirkungen der vormaligen Nutzungsart noch fortwirken. Eine lange zurückliegende Nutzung, die keine Auswirkungen mehr auf den Zustand der Fläche hat, ist nicht ausreichend. Maßgeblich für die Beurteilung, ob eine Fortwirkung der ehemaligen wirtschaftlichen Nutzung vorliegt ist, ob die vormalige Nutzung den Charakter des Gebietes weiterhin prägt und eine anderweitige Nutzung nicht stattfindet.

Umfangreiche Informationen zu den zulässigen Flächen für Freilandanlagen, unter anderem auch zu den Konversionsflächen habe ich im Kapitel Photovoltaik-Großanlagen - zulässige Flächen für Freilandanlagen zusammengetragen

Mehr Informationen zu den Vergütungssätzen von Photovoltaikanlagen auf Konversionsflächen erhalten Sie im Kapitel Finanzierung - Rentabilitätsberechnung

Erfahrungen & Fragen zum Thema Konversion

Solarstrom für Wärmepumpe auch für Allgemein- und Privatstrom nutzen: Lohnen sich Umbau und Kosten?

Der Strom meiner neuen <10kWp-Photovoltaikanlage wird zur Zeit nur für die Wärmepumpe (Erdwärme) mit einem SMA-Tripower 12000 genutzt (geringe Eigennutzung von nur ca. 25 %). Ich möchte den Strom aber auch für Allgemein-und Privatstrom nutzen (Jahresverbrauch ca. 10.000 kWh). Welcher Umbau zu welchem ungefähren Preis ist erforderlich? Lohnt sich ein zusätzlicher Speicher? Wenn ja, welcher?
Antwort von Solar-Tetz / Michael Scholl

Ausgehend von einem Einfamilienhaus wäre die einfachste Lösung den WP-Zähler zu entfernen (Antrag beim Netzbetreiber) und die Wärmepumpe mit der PV-Anlage an die Klemme für Privatstrom aufzuschalten.

Damit entfällt ein möglicherweise bisher genutzter günstiger Wärmepumpentarif, was aber in der Regel nicht ins Gewicht fällt, da im Gegenzug die Grund- und Zählergebühren für einen Zähler (WP) entfallen. So kann der PV-Strom für Haushalt und Wärmepumpe genutzt werden. Der Eigenverbrauch geht hoch.

Ein Elektriker sollte das für deutlich unter 200,-€ machen. Erst danach würde ich mich nach Beobachtung des dann entstehenden Eigenverbrauchs möglicherweise Gedanken über einen Speicher machen. Direkter Verbrauch ist meist sinnvoller als jeder Speicher.
Sollte es sich um ein Mehrfamilienhaus handeln wird es gefährlich, wenn auch Mieter direkt versorgt werden.
Dann werden Sie automatisch zum Energieversorgungsunternehmen (Stichwort Lieferung an Dritte) mit allen Auflagen (Meldepflicht) und Nachteilen (EEG-Umlage).

Gruß
M.Scholl

Stromkosten bei Eigennutzung

Wenn ich eine PV Anlage auf dem Dach habe, muss ich dann auch meinen Eigenverbrauch bei dem Energieversorger bezahlen? Soll heißen, ich nutze den gewonnen Strom hauptsächlich Zuhause und führe nichts in das Netz ein.
Antwort von SolarfuxX GmbH

Wenn Sie eine PV-Anlage mit bis zu 10 kWp betreiben, und den Strom aus der Anlage zum Teil selbst nutzen, dann müssen Sie diese "bar Entnahme" des Eigenverbrauchs am Ende des Jahres versteuern. Eine anteilige EEG Umlage fällt nicht an.

Energieautarkie mit Photovoltaikanlage und Wärmepumpe so möglich?

Ich möchte gerne meinen gesamten Stromverbrauch selbst über PV erzeugen und gegebenenfalls speichern. Haushaltsstromverbrauch etwa 4000kwh/Jahr und Wärmepumpe etwa 11000kwh/Jahr. Das Satteldach ist Ost-West ausgerichtet mit 39 Grad Neigung. Mögliche Flächennutzung auf Ostseite ca 70qm, auf Westseite nur 30qm. Ist es unter diesen Umständen möglich, autark zu werden, vor allem im Winter, wenn Schnee auf der Anlage liegt?
Antwort von Ökostromprojektentwicklung

Autotarkie nicht möglich! Wenn man eine 10 KWp-Anlage unterstellt, kann die von 01.11.- bis 28.02. (Winter) nur ca. 1200kWh produzieren, weil in dieser Zeit nur ca 12% der Strahlungsenergie von der Somme gemessen am Jahresangebot vom Himmel kommt!

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