Leistung eines PV-Moduls bei unterschiedlichen Temperaturen

Wieviel Watt hat die Leistung von einem Photovoltaikmodul mit einer Nennleistung von 220 Wp und einem Temperaturkoeffizient von -0,460 %/°K bei einer Erhöhung der Zelltemperatur von 25°C auf 70°C? (Theoretischer Wert ohne sonstigen Einflüsse, also rein nach Formel!)

  • 199,30 Watt
  • 174,46 Watt
  • 240,7 Watt
  • 265,54 Watt
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Ergebnis

Die zweite Antwort mit 174.46 Watt ist richtig. Der Temperaturkoeffizient eines Moduls gibt an, um wieviel Prozent sich die Leistung eines Moduls bei einer Temperaturänderung um ein Kelvin (entspricht 1°C) ändert. Die Nennleistung eines Module wird bei einer Temperatur von 25°C unter Standard-Test-Bedingungen ermittelt.

Die Formel zur Berechnung der Leistung von einem PV-Modul bei anderen Temperaturen als 25°C lautet:

Aktuelle Modulleistung = Nennleistung des Moduls - (Aktuelle Zelltemperatur - Temperatur unter Standard-Test-Bedingungen) x Temperaturkoeffizient x Nennleistung des Moduls

Bei einer Erhöhung der Zelltemperatur um 45 Kelvin verringert sich somit die Leistung um:

  • (70°C - 25°C) x (-0,460 %/ K) x 220 Wp
  • = 45 K x (-0,46 % / K) x 220 Wp
  • entspricht -20,7% x 220 Wp = -45,54 Wp

45,45Wp ist die Leistung, die das Modul durch die Temperaturerhöhung verliert. Die aktuelle Leistung berechnet sich dann: Aktuelle Modulleistung = 220 Wp - 45,54 Wp = 174,46 Wp

Hier geht's zurück zur Liste der Quizfragen

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaikmodul

1 ha Freiland: Wie viel Leistung kann ich mit einer Photovoltaikanlage erreichen?

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben in naher Zukunft eine Freifläche von ca. 1 ha zur Verfügung und ich würde gerne wissen, welche Leistung an PV auf diese Fläche ungefähr installiert werden kann. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Nicht die Leistung ist ausschlaggebend, sondern der mögliche Energieertrag (kWh/a).
Auch ist zu überlegen: Selbstnutzung oder Verkauf? Bei diesen Unterschieden sind jeweils auch steuerliche Gesichtspunkte nicht unbedeutend!

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

PV-Anlage selber installieren

Besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage der Größe 1 bis 2 KW selbst bei einem Anbieter zu kaufen und selber auf meinem Hausdach zu installieren? Wie muss die Anlage angemeldet werden und muss die Anlage durch eine Fachkraft abgenommen werden? Oder kann die Anlage auch ohne Anmeldung betrieben werden (da sehr geringe Leistung zum Eigenverbrauch)?
Antwort von Thomas Beul Synertec

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit eine PV-Anlage selbst zu montieren. Vorrausetzung ist neben dem handwerklichen Geschick und keine Angst vor Höhe auch eine Absicherung durch ein Gerüst, welches auch die Arbeit erleichtert. Trotzdem sollte ein Fachmann Sie unterstützen bei den einzelnen Arbeitsschritte, somit ist eine sichere Montage gewährleistet und Montagefehler ausgeschlossen. Für den Stranganschluß wird spezielles Montagewerkzeug benötigt um die Steckverbinder sicher zu vercrimpen. Unsere Fachpartner können Sie bei der Montage unterstützen.

Die wechselstromseitige Einbindung der PV-Anlage muß durch einen Elektromeister erfolgen, er kümmert sich auch um die Anmeldung beim Netzbetreiber, ebenso bei der Abnahme durch den Netzbetreiber.

Eine Anlage ohne Anmeldung zu betreiben würde ich nicht empfehlen. Wollen Sie keinen Überschußstrom einspeisen muß zumindest ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden.
Bedenken Sie dabei, das der Überschußstrom dann kostenlos ins Netz des Netzbetreibers eingespeist wird. Das wird durchaus auch bei einer kleineren Anlage passieren.

Es gibt aber durchaus die Möglichkeit eine PV-Anlage ohne oder teilweise ohne Finanzamt zu betreiben. Hier können wir Ihnen beim Kauf einer Anlage weiterhelfen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch zur Verfügung.

Mit sonnigen Grüßen.
snertec

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Solarteure und Experten beantworten kostenlos Ihre Fragen zum Thema Photovoltaik
Jetzt Frage stellen