Welche Aussage zum Brand einer PV-Anlage stimmt nicht?

  • Fällt Sonnenlicht auf die Module, stehen auch nach Trennen des Generators vom Stringwechselrichter weiterhin hohe Spannungen an den Modulen an
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  • Durch Einsatz von Modulwechselrichtern anstatt Stringwechselrichter verringert sich das Gefahrenpotential erheblich
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  • Die Gefahr durch hohe Ströme und Spannungen kann dauerhaft durch das Beschäumen und damit Abdunkeln der PV-Module vermieden werden
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  • Um Unfälle von Feuerwehreinsatzkräften vorzubeugen sind die Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehren nach §29 sowie die DIN VDE 0132 einzuhalten
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Ergebnis

Die richtige, bzw. falsche Antwort, je nachdem wie man es sieht lautet: "Die Gefahr durch hohe Ströme und Spannungen kann dauerhaft durch das Beschäumen und damit Abdunkeln der PV-Module vermieden werden."

Alle anderen Antworten sind korrekt.

  • Die Feuerwehr in München hat versucht, Module durch Beschäumen dauerhaft abzudunkeln. Schon nach kurzer Zeit ist der Schaumteppich aber wieder von den Modulen gerutscht, der Versuch misslang.
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  • Bei einer konventionellen Photovoltaikanlage sind die Module in Reihe geschaltet. Es besteht keine Möglichkeit, die Module auf dem Dach spannungsfrei zu schalten, auch wenn der Trennschalter am oder vor dem Wechselrichter betätigt wird. Eine Möglichkeit, die hohen Spannungen zu reduzieren sind im nächsten Punkt genannt.
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  • Modulwechselrichter werden auf dem Dach für jedes einzelne Modul montiert. Damit bleiben die Spannungen sehr gering und die Gefahr für die Einsatzkräfte reduziert sich erheblich. Zudem kann so jedes Modul über den Wechselrichter abgeschaltet werden.
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  • Bei einer Photovoltaikanlage handelt es sich um nichts anderes, als eine elektrische Anlage. Zur Brandbekämpfung von elektrischen Anlagen gibt es die Unfallverhütungsvorschrift Feuerwehren nach §29 sowie die DIN VDE 0132. Da es nicht so einfach ist, wie es sich anhört gibt es mehr zu Lesen unter dem Thema Brände mit Photovoltaikanlagen löschen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Brand

Abstand PV Anlage zum Nachbarn?

Wir überlegen uns eine Photovoltaik/ Solarthermie aufs Dach zu bauen - können Sie mir sagen, wie nah man an die Grenze zum Nachbarn gehen kann, es handelt sich um ein Reihenhaus aus den 60er Jahren, welches durch 24er Kommunwand vom Nachbarn getrennt ist. Muss ich aus Brandschutzgrünen einen Abstand einhalten?
Antwort von INTELLECT Schnell Handelshaus UG (haftungsbeschränkt)

Handelt es sich um eine Reihenhaus bzw. eine Doppelhaushalte?
Wenn ja, müssen Sie die Gesetzeslage beachten. Normalerweise sagt die Brandschutzverordnug, dass man einen Abstand von 1,25 m zur Brandschutzmauer halten muss. Das ist in der Regel eben die Trennwand (kommune Wand) zwischen den Gebäuden. Allerdings hat sich da in der Vergangenheit quasi KEINER daran gehalten (sowohl bei PV als auch bei Solarthermie) und es hat auch niemand geahndet. Tatsache ist auch, dass das von Gemeinde zu Gemeine verschieden ist. Viele gemeinden haben dazu gar keine Meinung und auch keine Vorschriften... d.h. aber im Umkehrschluss, dass dann IMMER die gesetzliche Gebäudeschutzverordnung noch übergreifend gelten würde. Im Brandfall kann das dann blöde laufen.
Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde vorab. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, halten Sie einfach die 1,25m zur Nachbardachfläche ein.

Löscharbeiten trotz PV-Anlage

Wie ist es im Brandfall bei einem Einfamilienhaus mit einer kleinen PV Anlage 6kwp. Kann trotz dieser Anlage gelöscht werden?
Antwort von enerix Weimar - alternative Energietechnik

Guten Tag,

die Anlagen werden selbstverständlich im Brandfall gelöscht. Gern können wir Ihnen einen entsprechenden Leitfaden (Brand von Häusern mit PV Installationen) der Feuerwehren zukommen lassen. Kontaktieren Sie uns.

Ihr enerix Weimar Team

Brandgefahr bei Solatthermie-Indachanlagen?

Besteht bei einer Solatthermie-Indachanlage eine erhöhte Brandgefahr? Gib es irgendwelche anderen Nachteile, die diese Art der Anlage mit sich bringt?
Antwort von Rolf Schlechter Haustechnik GmbH

Vom Grundsatz her besteht keine Brandgefahr, sofern die Anlage nach den Angaben des Hersteller montiert wird.

Nachteilig könnte sich auswirken, wenn es zu technischen Problemen kommt, da die Anlage in die Dachhaut eingearbeitet ist.
Um dann eventuelle Reparaturen durchzuführen, müsste dann jedesmal die Dachhaut geöffnet werden, was zu zusätzlichen Kosten führen würde. Desweiteren sind eventuelle Wartungsarbeiten aufwendiger als bei klassischen Aufdachmontagen.

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