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    Einfluss der Dachneigung und Ausrichtung auf den Ertrag

    Wann erzielt welche Anlagenkonfiguration hinsichtlich Dachneigung und Ausrichtung im Vergleich zu anderen Anlagen in der näheren Umgebung die besseren Erträge? Bitte ordnen Sie die richtigen Antworten zu! Zur Auswahl stehen die Zeiträume "Winter", "Sommer", "Vormittag" und "Nachmittag" sowie die Anlagenkonfigurationen "flache Dachneigung", "Anlage nach Osten ausgerichtet", "steile Dachneigung" sowie "Anlage nach Westen ausgerichtet".
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    Ergebnis

     
    • Winter: Steile Dachneigung
    • Sommer: Flache Dachneigung
    • Vormittag: Anlage nach Osten ausgerichtet
    • Nachmittag: Anlage nach Westen ausgerichtet

    Photovoltaikmodule bringen die höchste Einspeiseleistung, wenn die Sonnenstrahlen senkrecht, also im 90 Grad Winkel auf die Moduloberfläche treffen. Demnach kommt man auf folgende Ergebnisse.

    Vormittag
    Die Sonne geht im Osten auf, also erreicht eine nach Osten gerichtete Anlage bereits am Vormittag die höchste Leistung. Je später der Tag, desto mehr verschattet sich die Anlage selber.

    Nachmittag
    Siehe Vormittag, hier ist die Westanlage klar im Vorteil. Pech für eine Westanlage ist, wenn im Sommer gegen nachmittag immer wieder Gewitter aufziehen. Hier ist eine Ostanlage klar im Vorteil. Im Herbst kann sich das aber wieder ins Gegenteil umkehren. Wenn sich dann der morgendliche Nebel hartnäckig hält, ist die beste Zeit der Ostanlage schon vorbei, bis sich die Sonne mal zeigt.

    Sommer
    Die Sonne steht sehr hoch am Firmament, fast senkrecht. Das bedeutet, dass hier Anlagen mit sehr flachen Aufstellwinkel ganz klar im Vorteil sind.

    Winter
    Die Sonne verläuft äußerst flach über dem Horizont. Eine Anlage, bei der die Module sehr steil montiert sind hat die Nase klar vorne.

    Die Auswirkungen der Dachneigung in Zahlen

    Eine nach Süden ausgerichtete PV-Anlage mit einer Dachneigung von 60 Grad, also mit einer sehr steilen Dachschräge speist im Süden Deutschlands im Januar im Durchschnitt ca. 46 kWh/kWp ein. Eine Anlage mit einer Dachschräge von 10 Grad (ebenfalls nach Süden ausgerichtet) kommt gerade mal auf 30 kWh/kWp.

    Vergleicht man die Erträge dieser beiden Anlagen im Monat Juli, sieht das Ergebnis schon ganz anders aus: Hier beträgt die durchschnittliche Einspeiseleistung der 60 Grad-Anlage 103 kWh/kWp, die 10 Grad-Anlage kommt auf beachtliche 128 kWh/kWp.

    Betrachtet man den gesamten Jahreszeitraum, so werden beiden Anlagen nicht den Spitzenplatz einnehmen können. Die optimale Dachneigung über das ganze Jahr gesehen liegt zwischen 30 und 40 Grad.

    Wie verhält es sich bei Anlagen die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind im Vergleich zu Anlagen, die optimal nach Süden zeigen? Generell gilt, je flacher die Dachneigung, desto geringer die Verluste bei nicht optimaler Dachausrichtung der Anlage. Beträgt die Dachneigung beispielsweise 20 Grad, so hat eine Abweichung um 60 Grad aus Süd lediglich Verluste von ca. 10% zur Folge. Beträgt die Dachneigung aber 60 Grad, so steigen die Verluste im Vergleich zu einer nach Süden ausgerichteten Anlage bereits auf 18%.

    Die Auswirkungen der Ausrichtung sowie der Dachneigung auf den Ertrag können Sie sehr schön anhand der Tabelle im Kapitel Dachneigung nachvollziehen. Und hier geht's zurück zur Liste der Quizfragen.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de