Wie hat sich die Einspeisevergütung für PV-Anlagen entwickelt

Ordnen Sie die Einspeisevergütung dem dazugehörigen Jahr zu. Zur Auswahl stehen 1991, 2000, 2004 und ab ab 07/2010 bis 09/2010
  • 57,40 Cent kWh
  • 8,5 Cent/kWh
  • 34,05 Cent/kWh
  • 50,62 Cent/kWh
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Ergebnis

Durch die Erhöhung zwischen den Jahren 2000 und 2004 eine wahrscheinlich sehr schwierige Frage, aber wir befinden uns ja bereits im Fortgeschrittenen-Level.

  • 1991
    Das Stromeinspeisungsgesetz oder auch "Gesetz über die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien" in das öffentliche Netz tritt in Deutschland in Kraft. Pro eingespeister kWh werden lediglich 8,5 Cent vergütet. Hier haben nur Pioniere, die kein großes Interesse an Rentabilität, sondern am Umweltgedanken hatten eine Photovoltaik Anlage auf ihr Dach montiert.
  •  
  • 2000
    Das EEG tritt in Kraft. In den Jahren 2000 bis 2003 kam zu der Einspeisevergütung von 50,62 Cent noch die Förderung durch einen zinsgünstigen KfW Kredit mit 1,9% dazu. Da dieser Kredit einiges an zusätzlichem Verwaltungsaufwand mit sich brachte wurde dieser Vorteil ab 2004 in die Einspeisevergütung für Photovoltaik mit eingerechnet.
  •  
  • 2004
    2004 hat sich eigentlich die Einspeisevergütung um 5% reduziert. Durch die Streichung des 1,9% KfW Kredits erhöhte sich jedoch die Vergütung je kWh auf 57,40 Cent.
  •  
  • 2010
    Ab Juli 2010 bis September 2010 beträgt die Vergütung pro eingespeister kWh für Anlagen bis einschließlich 30 kWp 34,05 Cent.

Gesamtübersicht zur Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen seit dem Start des EEG im Jahr 2000

 

(Hier finden Sie die derzeit gültige Einspeisevergütung.)

   
bis 2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
bis
06-2010
ab
07-2010
ab
10-2010
2011
Gebäude
Gebäude
bis 30 kWp
50,62
50,62
48,10
45,70
57,40
54,53
51,80
49,20
46,75
43,01
39,14
34,05
33,03
28,74
Gebäude
ab 30 kWp
50,62
50,62
48,10
45,70
54,60
51,87
49,28
46,82
44,48
40,91
37,23
32,39
31,42
27,34
Gebäude
ab 100 kWp
50,62
50,62
48,10
45,70
54,00
51,30
48,74
46,30
43,99
39,58
35,23
30,65
29,73
25,87
Gebäude
ab 1000 kWp
50,62
50,62
48,10
45,70
54,00
51,30
48,74
46,30
43,99
33,00
29,37
25,55
24,79
21,57
Freilandanlagen
Ackerland
< 100 kWp:
50,62
< 100 kWp:
50,62
48,10
45,70
45,70
43,42
40,60
37,95
35,49
31,94
28,43
-
-
-
Konversions-
flächen
< 100 kWp:
50,62
< 100 kWp:
50,62
48,10
45,70
45,70
43,42
40,60
37,95
35,49
31,94
28,43
26,16
25,37
22,07
Sonstige
Freiflächen
< 100 kWp:
50,62
< 100 kWp:
50,62
48,10
45,70
45,70
43,42
40,60
37,95
35,49
31,94
28,43
25,02
24,27
21,11
 
Fassaden-
integration
-
-
-
-
+ 5 ct/
kWh
+ 5 ct/
kWh
+ 5 ct/
kWh
+ 5 ct/
kWh
+ 5 ct/
kWh
-
-
-
-
-
Eigenverbrauch
bis 30 kW
bis 30%
-
-
-
-
-
-
-
-
-
25,01
22,76
17,67
16,65
12,36
bis 30 kW
ab 30%
-
-
-
-
-
-
-
-
-
25,01
22,76
22,05
21,03
16,74
bis 100 kW
bis 30%
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
16,01
15,04
10,95
bis 100 kW
ab 30%
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
20,39
19,42
15,33
bis 500 kW
bis 30%
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
14,27
13,35
9,48
bis 500 kW
ab 30%
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
18,65
17,73
13,86


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Erfahrungen & Fragen zum Thema Stromeinspeisungsgesetz

Anforderungen der EnEV 2016: Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage möglich?

Wir sind zur Zeit auf der Suche nach der vernünftigsten Heizungsanlage für unseren Neubau. Nach langer Eigenrecherche stellt sich uns die Frage, ob eine Kombination aus einer Erdgasheizung mit einer Photovoltaikanlage die EnEV 2016 Anforderungen erfüllen kann und wirtschaftlich (vor dem Hintergrund von Investitionskosten) sinnvoll ist. Können Sie uns diesbezüglich weiterhelfen? Unsere Verunsicherung rührt daher, dass die meisten Foren, Tabellen oder Informationsportale lediglich die Kombination aus Erdgasheizung plus Solarthermie oder Luftwärmepumpe plus Photovoltaik vorzuschlagen scheinen. Was würde aus Ihrer Sicht dafür oder dagegen sprechen?
Antwort von Elsner Architekten

Aus meiner Sicht sind das zwei unabhängige Maßnahmen: Die Gasheizung verbraucht kaum Strom (nur zum Zünden und für Pumpen und Stellventile) und kann direkt mit dem Strom, den eine Photovoltaikanlage liefert, nicht viel anfangen. Und die Photovoltaikanlage liefert eben Strom, mal viel, mal wenig. Wenn sie groß genug ist, reicht es vielleicht für eine überwiegende Abdeckung Ihres Stromverbrauchs, und für einige Einspeisung ins Versorgungsnetz. Das hat aber keine Auswirkung auf die Heizung.

Die Kombination von Gasheizung mit Solarthermie führt hingegen zu einer Erhitzung eines Wasservolumens, das als Brauchwarmwasser genutzt werden kann, oder als Puffer für Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung. Hierdurch sinkt direkt der Gasverbrauch. Natürlich kann man auch Gasheizung und Solarthermie einrichten und zusätzlich einige Photovoltaikzellen installieren.

Die Kombination Solarthermie + Wärmepumpe ist zweckmäßig, da die Wärmepumpe ein vergleichsweise großer Stromverbraucher ist, dessen Verbrauch durch die Photovoltaik weitgehend abgedeckt werden kann.

Ob das, was Sie vorhaben, der EnEV 2016 entspricht, hängt noch an einigen weiteren Parametern, und müsste im konkreten Einzelfall beurteilt werden.

Erweiterung Photovoltaikanlage: weiterer Zähler, EEG-Umlage, Eigenverbrauch

Ich habe eine in 2011 in Betrieb genommene PV-Anlage mit 3,92 kWp und erhalte für den Eigenverbrauch 12,36 bzw. 16,74 Ct/kWh. Ich möchte die Anlage im Laufe des Jahres 2018 erweitern um etwa 8,0 kWp. 1) Muss zur Erfassung der Stromerzeugung der Erweiterung ein weiterer Zähler installiert werden? 2) Welche Vergütung erhalte ich nach Anmeldung der Erweiterung für den Eigenverbrauch? 3) Wird auf den Eigenverbrauch voll oder 40% EEG-Umlage fällig? Falls ja, für den gesamte Eigenverbrach oder nur oberhalb 10 MWh pro Jahr?
Antwort von volta sole GmbH

1) prinzipiell nicht unbedingt - im Einzelfall muß das mit Ihrem EVU geklärt werden.
2) es gibt keine Vergütung für Eigenverbrauch mehr
3) Sie bleiben mit der in 2018 installierten Anlage unter 10 kWp - das ist per Gesetzesdefinition keine Erweiterung sondern eine neue Anlage < 10 kWp, deshalb keine EEG-Umlage (bei < 10.000 kWh Eigenverbrauch pro Jahr und kein Erzeugungszähler. Die Abgrenzung zur Bestandsanlage muß mit dem EVU geklärt werden (siehe 1)

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

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