Bei den Screenshots handelt es sich um Darstellungen verschiedener Ertragskurven aus der Visualisierung des Datenloggers bzw. der Anlagenüberwachung des Solarlogs von Solare Datensysteme. Auf der Abszisse bzw. X-Achse wird die Uhrzeit von links, morgens nach rechts, abends angezeigt. Auf der Ordinate bzw. Y-Achse wird anhand der Höhe der Balken die zu der jeweiligen Uhrzeit anliegende Leistung der Solargeneratoren (Module) in Watt angezeigt. Die gelbe Fläche zeigt die eingespeiste Solarenergie über die Zeit an. Diese wird in kWh angegeben und errechnet sich aus der anstehenden Leistung multipliziert mit der Zeit. 1 kWh bedeutet also, dass eine Leistung von 1.000 Watt (= 1 kW) über einen Zeitraum von einer Stunde eingespeist wurde.
Ergebnis
- Anlage 1: Westanlage
- Anlage 2: Nachgeführte Anlage
- Anlage 3: Südanlage
- Anlage 4: Ostanlage
Anlage 1: Westanlage (leicht aus Süd Richtung West gedreht)
Gegen morgen ist die Einspeiseleistung noch gering, da die Sonne im Osten aufgeht und die Anlage sich selber verschattet. Erst am frühen Nachmittag erreicht die Leistung der PV-Anlage ihr Maximum, wenn die Sonne genau senkrecht zu den Modulen steht. Wichtig zu wissen ist, dass sich eine steile Dachneigung umso negativer auswirkt, je mehr die Orientierung einer Solaranlage von Süden abweicht. Eine Anlage mit hoher Dachneigung verschattet sich noch sehr viel stärker als eine flach ausgerichtete Anlage, die im Vergleich im Tagesverlauf mehr Sonnenstrahlen einfängt.
Anlage 2: Nachgeführte Anlage
Bei einer nachgeführten Anlage werden die Solarmodule immer nach dem Sonnenverlauf bzw. dem Punkt höchster Einstrahlung ausgerichtet. Damit stehen die Module fast den gesamten Tag optimal im 90-Grad Winkel zur Sonne. Das erkennt man gut am Kurvenverlauf der Ertragskurve, der eigentlich keine Kurve mehr darstellt, sondern eher ein Rechteck mit abgerundeten Ecken. Die nachgeführte Anlage, montiert auf einem Tracker erreicht schon früh am Morgen das Leistungsoptimum und erst spät am Nachmittag fällt die Leistung kurz vor Sonnenuntergang wieder stark ab.
Anlage 3: Südanlage
Bei einer exakt nach Süden ausgerichteten Photovoltaikanlage verläuft die Ertragskurve genau symmetrisch. Die Maximalleistung wird genau zur Mittagszeit, wenn die Sonne im Zenit steht erreicht. Nach Süden ausgerichtete, stationäre Anlagen haben theoretisch gesehen die höchsten Einspeiseleistungen. Ausnahmen gibt es durch klimatische, topografische sowie sonstige Einflüsse, wie zum Beispiel umliegende Gebäude oder sonstige Schattenspender.
Anlage 4: Ostanlage
Analog zu Anlage 1 handelt es sich um eine nach Osten ausgerichtete PV-Anlage. Der Versatz der Maximalleistung der Ertragskurve ist um einiges größer als bei der Westanlage. Daraus lässt sich schliessen, dass auch die Abweichung von Süden größer als bei der Westanlage ist.
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