Welche Gründe sprechen für eine Kreuzschienenmontage?

Achtung! Bei dieser Frage kann unter Umständen mehr als eine Antwort richtig sein!
  • Um die Montagevorschriften des Modulherstellers auch bei erschwerten Dachgeometrien einzuhalten zu können
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  • Um die benötigte Anzahl an Dachhaken zu verringern
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  • Um Unebenheiten des Daches besser ausgleichen zu können
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  • Um den Materialverbrauch an Aluminiumschienen gering zu halten
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Was ist eine Kreuzschienenmontage?

Bei einem Kreuzschienensystem oder einem Kreuzschienenverbund wird auf einer unteren Lage von Modulschienen eine zweite Lage senkrecht zur ersten montiert. Die gebräuchlichere Variante ist die, bei der untere Schicht vertikal, also von unten nach oben montiert wird. Diese Art der Montage wird gewählt, wenn der Sparrenabstand für eine normale Montage nicht optimal ist oder bei sonstigen problematischen Montagebedingungen, bei denen die vorgeschriebenen Befestigungs­punkte an den Photovoltaik Modulen nicht eingehalten werden können, wie bei einer Quermontage von PV-Modulen.

Ergebnis

Folglich sind zwei der vier Antworten richtig:

  • "Um die Montagevorschriften des Modulherstellers auch bei erschwerten Dachgeometrien einzuhalten zu können"

    Die PV-Modulhersteller geben in ihren Montagevorschriften vor, an welchen Punkten das Modul an der Unterkonstruktion befestigt werden muss. Das kann innerhalb genau spezifizierten Toleranzen erfolgen. Oftmals können diese Befestigungspunkte bei einer einlagigen Unterkonstruktion aufgrund der vorhandenen Dachmaße nicht eingehalten werden. Wird jetzt auf die erste Lage von Schienen eine zweite Lage befestigt, so kann die Positionierung dieser Schienen frei gewählt werden.
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  • "Um Unebenheiten des Daches besser ausgleichen zu können"

    Durch die zweite Schienenlage können Unebenheiten des Daches sehr leicht korrigiert werden. Es ergibt sich fast zwangsläufig eine sehr gleichmäßige, ebene Modulfläche auch bei stark gewellten Dächern.

Zwei Antworten sind falsch:

  • "Um die benötigte Anzahl an Dachhaken zu verringern"

    Die Anzahl der Dachhaken verringert sich durch eine Kreuzschienenmontage nicht, da sich die Belastung, die auf das Dach einwirkt durch den zusätzlichen Einsatz von Aluminiumschienen sogar erhöht.
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  • Damit erklärt sich die letzte Antwort automatisch: "Durch den Einsatz von zwei Lagen an Aluminiumschienen erhöht sich verständlicherweise der Materialverbrauch."

Manch einer mag eine mögliche Antwort vermissen, nämlich die der besseren Hinterlüftung der Module durch die Verwendung eines Kreuzschienensystems. Diese Aussage ist aber immer noch umstritten. Befürworter argumentieren, dass sich durch eine zweite Lage an Schienen der Abstand zwischen Dachhaut und Solarmodulen vergrößert und damit selbstverständlich auch die Hinterlüftung der Module verbessert.

Es gibt aber auch Gegenstimmen, die behaupten, dass sich durch die horizontal angebrachten Schienen der effektive Querschnitt nicht vergrößert. Außerdem hätte die kreuzartige Montage der Schienen zur Folge, dass der so genannte Kamineffekt unterbrochen wird. Die warme Luft kann nicht mehr ungehindert von der Dachunterkante unter den Modulen zur Dachoberkante strömen.

Nach meinem Kenntnisstand gibt es zu diesem Thema noch keine fundierte wissenschaftliche Untersuchung und damit keine Klarheit, welche These die richtige ist.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Unterkonstruktion

Kosten für Flachdach-Photovoltaikanlage auf 1000 Quadratmetern

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Antwort von men@ work GmbH & Co. KG

Das hängt von einigen Faktoren ab die vor Ort zu klären sind.
Dachneigung, Befestigungsmöglichkeit, Einspeisetusage und einiges mehr ....
Der durchschnittliche Preis liegt bei 1200 bis 1500 Euro pro KW/p Leidtung ...
Ein Modul hat 1,6 qm und eine Leistung von 280 bis 330 Watt.
Je nach Bauart (flach oder Aufständerung, Ost/West- oder Südaufständerung etc.

Zubehör für PV-Anlage

Benötige Zubehör für eine seit 2004 bestehende PV-Anlage. Unterprofil, Dachhaken, Klemmen und Verbinder. Können Sie mir weiterhelfen?
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Generell können wir Ihnen gerne helfen. Allerdings brauchen wir weitere Informationen: Welche Unterkonstruktion wurde denn bei Ihnen verbaut? Marke? Melden Sie sich gerne bei mir.

Beste Grüße,
Christel Hobbs - Priental EnergieSysteme

PV-Anlage für Eigenversorgung: Baugenehmigung für Freiflächenmodule nötig?

Ich beabsichtige eine Photovoltaikanlage auf meinem Grundstück zur Eigenversorgung zu installieren. Meine Dachfläche reicht allerdings nicht aus, um meinen Bedarf zu decken. Ich habe auf meinem Grundstück noch Platz, um Module auf einer Freifläche zu montieren. Meine Frage: benötige ich dafür eine Baugenehmigung? Ich stelle mir vor, ein Gerüst als Unterkonstruktion, auf dem die Module installiert werden. Danke für die Bemühungen!
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Hallo,
Woher wissen Sie, dass die Pv-Anlage den Eigenbedarf nicht decken könnte?

Freiflächennutzung ist an erhebliche, nicht zuletzt baurechtliche und steuerliche Einschränkungen gebunden.

Ausschlaggebend für die eigene Wirtschaftlichkeit insgesamt sind nicht momentane Leistungsüberschüsse oder -defizite, sondern energetische Jahresbilanzbetrachtungen.
Wenn Sie im Sommer mit der Freiflächenüberproduktion, abzüglich der Eigennutzung, an den Markt gehen, werden Sie den erzeugten Strom vermutlich kaum los bzw. werden hierfür wohl kaum einen Käufer für Ihren Strom finden. Die Idee einer Investition in eine Freiflächenanlagen scheint mir daher zunächst wirtschaftlich fragwürdig.

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