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Welche Anlagenoptimierung führt nicht zu einem Mehrertrag?

Ihre Solaranlage läuft an und für sich fehlerfrei. Sie entscheiden sich dennoch, Ihre Photovoltaikanlage optimieren zu wollen, um ein wenig mehr Ertrag herauszukitzeln. Welche der folgenden Maßnahmen führt nicht zu einem besseren Ertragsergebnis?

  • Verwendung größerer Kabelquerschnitte
  • Vergrößerung des Abstandes der Photovoltaikmodule zur Dachhaut
  • Kühlen der Module, beispielsweise mit Regenwasser
  • Verwendung leistungsstärkerer Wechselrichter
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Ergebnis

Zu einem besseren Ertragsergebnis führen folgende Maßnahmen:

  • Verwendung größerer Kabelquerschnitte

    Die Leistungsverluste sind umso geringer, je größer der verwendete Kabelquerschnitt und desto kürzer die gewählten Kabellängen. Das ist Fakt, auch wenn die Erträge dadurch nur unwesentlich nach oben gehen würden. Außerdem spielt noch der verwendete spezifische Widerstand des verwendeten Kabelmaterials eine Rolle. Kupferkabel hat beispielsweise einen geringeren spezifischen Widerstand als ein Aluminiumkabel und ist von daher besser geeignet. Ob sich letztendlich ein größerer Kabelquerschnitt wegen der höheren Kosten auch lohnt, kann man berechnen. Als Faustformel gilt, dass die Verluste unter 1% gehalten werden sollten.
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  • Vergrößerung des Abstandes der Photovoltaikmodule zur Dachhaut

    Umso größer der Abstand der Module zur Dachhaut, desto besser ist die Hinterlüftung der Module. Da die Leistung mit zunehmender Temperatur nachlässt, ist ein großer Abstand immer von Vorteil. Besonders vorteilhaft macht sich das bei aufgeständerten Modulen bemerkbar, hier ist die Kühlung besonders gut. Im Gegensatz dazu sind dachintegrierte Module besonders temperaturanfällig und fallen leistungsmäßig um wenige Prozentpunkte gegenüber einer gut hinterlüfteten Anlage zurück.
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  • Kühlen der Module, beispielsweise mit Regenwasser

    Klar macht sich das außerordentlich positiv in der Leistungsausbeute bemerkbar. Die Umsetzung ist jedoch schwierig. Es wird viel Regen- oder nicht kalkhaltiges Wasser benötigt. Das Wasser muss nach oben gepumpt werden. Es sind große Wasserbehälter notwendig, damit sich das verwendete Wasser nicht zu sehr erwärmt. Bakterien und Moosbildung können weitere Probleme aufwerfen.

Nicht zu einem besseren Ergebnis führt:

  • Verwendung leistungsstärkerer Wechselrichter

    In der Fragestellung habe ich erwähnt, dass die Anlage fehlerfrei läuft. Somit ist davon auszugehen, dass die Wechselrichterauslegung korrekt ist und die Wechselrichter nicht unterdimensioniert sind. In diesem Fall ist die Wahl eines leistungsstärkeren Wechselrichters sogar kontraproduktiv. Zum ersten kostet er mehr Geld ohne dass mehr Solarenergie erzeugt werden kann, zum zweiten erreicht der Wechselrichter seinen optimalen Wirkungsgrad erst bei höherer Einstrahlung, es wird also Einspeiseleistung "vergeudet".

Weitere Optimierungsmaßnahmen, um eine Photovoltaik Anlage bestmöglich auszulegen

 
  • Module möglichst Richtung Süden ausrichten
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  • Modulneigung zwischen 30 Grad und 40 Grad
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  • Jegliche schattenwerfende Objekte ganzjährig vermeiden
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  • Falls Anlage bereits installiert und Schatten vorhanden evtl. Einsatz von Leistungsoptimierern vorsehen
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  • Module mit gutem Temperaturkoeffizienten PMPP bevorzugen (Geringere Leistungsverluste bei hohen Temperaturen)
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  • Bei aufgeständerten Modulen gegenseitige Verschattung vermeiden
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  • Sortieren der Module pro String nach dem Strom Impp (Flashliste)
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  • Nur Wechselrichter mit hohem Wirkungsgrad einsetzen (Unbedingt vergleichen, schon geringe Unterschiede machen sich extrem bemerkbar)
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  • Nicht viele kleine Wechselrichter (oft schlechter Wirkungsgrad) einsetzen, sondern besser Multistringwechselrichter mit hohem Wirkungsgrad.
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  • Passende Wechselrichter - Modulkonfiguartion ist unabdingbar für eine gut laufende Anlage. Erfahrenen Solarteur heraussuchen.
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  • Wechselrichter an einem kühlen Ort aufhängen
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  • Keine unterschiedlichen Modulneigungen in einem String
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  • Keine unterschiedlichen Module in einem String
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  • Eigenverbrauchsregelung sinnvoll?
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  • Eigenverbrauch optimieren durch Änderung der Verbrauchsgewohnheiten (Strom verbrauchen, wenn Solarstrom generiert wird)
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  • Solarstrom zwischenspeichern (Es gibt bereits Akkusysteme, aber momentan noch recht kostspielig)
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  • Einsatz eines Nachführsystems einachsig oder zweiachsig möglich und sinnvoll?
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  • Wenn Nachführsystem, dann nur mit Modulen mit hohem Wirkungsgrad
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  • Reinigen der Module
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  • Schnee im Winter entfernen (aber nur, wenn gefahrlos möglich)

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Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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