Photovoltaikanlagen vergleichen anhand erzeugter kWh pro kWp

9. November 2020
Wie können die erwirtschafteten Erträge von verschieden großen Photovoltaikanlagen miteinander verglichen werden? Wie kann ein Anlagenvergleich durchgeführt werden? Dazu ein kleines Berechnungsbeispiel: Vier PV-Anlagen in unmittelbarer Nachbarschaft mit identischer Ausrichtung und Dachneigung, aber unterschiedlicher Anlagengröße haben während eines Jahres folgende Anzahl an kWh eingespeist. Sortieren Sie die Anlagen nach ihrer Effizienz, die beste Anlage auf Platz 1 bis zur schlechtesten Anlage auf Platz 4.
  • Anlage 1:
    Anlagengröße: 5,7 kWp
    eingespeist: 5.550 KWh
  •  
  • Anlage 2:
    Anlagengröße: 12,5 kWp
    eingespeist: 13.750 KWh
  •  
  • Anlage 3:
    Anlagengröße: 29,85 kWp
    eingespeist: 26.402 kWh
  •  
  • Anlage 4:
    Anlagengröße: 135 kWp
    eingespeist: 122.400 kWh
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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Ergebnis:

  • Anlage 1 - Platz 2
  • Anlage 2 - Platz 1
  • Anlage 3 - Platz 4
  • Anlage 4 - Platz 3

Hier die Beispielrechnung zu den einzelnen Anlagen:

  • Anlage 1:
    5.550 kWh / 5,7 kWp = 973,7 kWh/kWp
  • Anlage 2:
    13.750 kWh / 12,5 kWp = 1.100 kWh/kWp
  • Anlage 3:
    26.402 kWh / 29,85 kWp = 884,5 kWh/kWp
  • Anlage 4:
    122.400 kWh / 135 kWp = 906,7 kWh / kWp

Wie Sie auf verschiedene Art und Weise PV-Anlagen miteinander vergleichen können, woher Sie die Daten bekommen und welche Websites es zu dem Thema gibt erfahren Sie in dem Artikel zur Ertragsberechnung.

Photovoltaikanlagen vergleichen mittels kWh/kWp

Noch ein kurzer Exkurs zu der Einheit kWh / kWp (Kilowattstunden pro Kilowattpeak), der bei Neueinsteigern in der Photovoltaikmaterie immer wieder auf Unverständnis stößt.

Was bedeutet kWp? Damit wird die Leistung der Photovoltaikanlage unter Standard-Test-Bedingungen bezeichnet. Das p steht für peak (englisch = Spitze) und ist sehr irreführend. Denn der kWp-Wert einer Anlage kann durchaus überschritten werden, wenn die Bedingungen besser als die Standard-Test-Bedingungen sind, beispielsweise wenn die Umgebungstemperatur bei wolkenlosem Himmel sehr niedrig ist. Der kWp-Wert einer PV-Anlage ist also nichts weiter als der aufsummierte Nennleistungswert aller installierten Module. Haben Sie fünfzig 200-Watt Module installiert, hat Ihre Anlage eine kWp-Leistung von 50 x 200 W = 10.000 Watt oder 10 kWp.

Nehmen wir an ihr Nachbar hat eine Anlage mit einer Nennleistung von 20 kWp und Sie selber eine Anlage mit den eben erwähnten 10 kWp. Wie können Sie diese beiden Photovoltaikanlagen vergleichen, besonders hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit? Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Indem Sie die eingespeisten Kilowattstunden nicht für die gesamte Anlage angeben, sondern nur für den Teil eines einzigen installierten kWp. Wenn Sie das machen und ihr Nachbar macht das genauso, so haben sie beide Werte, die sie ohne weiteres vergleichen können. Die Anlage, die mehr kWh pro Zeiteinheit, also Tag, Monat oder Jahr und pro kWp eingespeist hat, läuft besser. Auf diese Weise können alle installierten Anlagen miteinander verglichen werden, selbst eine 2 kWp-Anlage mit einer 500-kWp-Anlage.

Immer wieder spreche ich mit Anlagenbetreibern, die mir ihre eingespeisten kWh an den Kopf werfen. Ich muss dann jedesmal sagen, dass mir dieser Wert überhaupt nichts sagt, solange ich die Nennleistung der Anlage nicht kenne. Wenn Sie also mit jemanden über Ihre tollen Ergebnisse Ihrer Anlage sprechen wollen, rechnen Sie immer den kWh / kWp-Wert aus, dann kommt bei einem Tageswert von über 7,0 kWh / kWp automatisch ein anerkennendes Wort. Aus allen diesen Gründen finden Sie auch in jeder Ertragsdatenbank den allerwichtigsten Wert: kWh / kWp.

Noch ein Nachtrag: Die Nennleistung Ihrer Anlage kann natürlich höher als die Summe aller Nennleistungen der Module sein. Wenn Sie in die Flashliste (falls Sie eine bekommen haben) Ihrer montierten Module schauen, kann es durchaus sein, dass alle Module eine höhere Leistung aufweisen, als im Modulblatt als Nennleistung angegeben ist. Somit könnte beispielsweise die tatsächliche Leistung einer 20 kWp-Anlage um 2% höher liegen, nämlich bei 20,4 kWp. Wenn Sie diese Mehrleistung beim Vergleich von Anlagen nicht berücksichtigen, erhalten Sie automatisch höhere kWh / kWp-Werte. So können sich manchmal auch extrem gut laufende Anlagen in Ertragsdatenbanken erklären.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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