Wie beeinflusst die Dachausrichtung den Ertrag von PV-Anlagen

Wieviel Prozent beträgt die Reduzierung vom Ertrag einer Photovoltaik Anlage auf einem 30 Grad-Dach, wenn die Ausrichtung um 60 Grad nach Ost oder West von der optimalen Ausrichtung Süd abweicht? (Ansonsten optimale Bedingungen vorausgesetzt): 9%, 18%, 27% oder 36%?
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Ergebnis

Der Ertrag verringert sich lediglich um 9%. Man ist wirklich überrascht, wie wenig sich eine so große Abweichung der Modulfläche um 60° nach Osten oder Westen vom Optimum 180°-Süd auswirkt.

Bei einer Dachschräge von 50° sind es ca. 13% weniger. Wird es noch steiler, verschattet sich das Dach selber und der Ertrag geht dann merklich zurück. Bei 60° Dachneigung sind es 18% weniger, bei 70° Dachschräge 24%. Bei 90°, also senkrecht wie bei einer Hausfassade wären es 40% Minderertrag.

Die Ergebnisse habe ich anhand von PVGIS für den Standort meiner Anlage ermittelt. Anhand der Tabelle unter der Rubrik Dachneigung oder Dachausrichtung können alle möglichen Kombinationen nachvollzogen werden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Reduzierung

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

PV Vertrag kündigen

Ich möchte meine Photovoltaikanlage außer Betrieb setzen. Kann ich den Vertrag mit der Netzagentur kündigen?
Antwort von Elektro Härtl

Nach warum wollen sie die Anlage abschalten.
Keine Funktion. Oder . Ansonsten beim Netzbetreiber und der Bundesnetzargentur abmelden. wenn die Anlage Ordnungsgemäss angemeldet war.

Wird ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet?

Können Sie mir sagen, ob ein Grundofen im Primärenergiebedarf mit eingerechnet wird? Wir planen zwei Vollgeschosse ohne Keller, Massiv mit Planziegel T9 in 36,5cm Stärke. Ausrichtung ist SW, d.h. es sind 10 von insgesamt 14 Fenster nach Süden und Westen ausgerichtet. Am liebsten wäre mir eine Gasheizung mit Solarthermie für Warmwasser und der Grundofen ohne Wassertasche für die winterliche Gemütlichkeit. Sollte das überhaupt nicht funktionieren (ohne Solar für Heizung und ohne Lüftungsanlage), könnte/ müsste ich mich mit einer Luftwärmepumpe anfreunden.
Antwort von Energieberatung Stapff

Viele gute Antworten, aber leider liegen einige KollegenInnen etwas daneben.

Wenn für das gleiche Wohngeschoss eine weitere Zentralheizung vorhanden ist, darf der handbeschickte Ofen nicht EnEV-angerechnet werden. Ist der Ofen aber Hauptheizung (Zentralheizung) für dieses Wohngeschoss, ist er natürlich anrechenbar. Es war nie verboten (auch von der EnEV nicht), als Heizung Einzelöfen für Biomasse einzusetzen.

Grundsätzlich ist ein Grundofen zu empfehlen, wenn Sie im Dauerbetrieb heizen können. Abends schnell mal einheizen geht damit nicht, da braucht es einen Kaminofen ohne Speichermasse.
Ein wasserführender Grundofen kann nicht sicher funktionieren, deshalb bietet der seriöse Fachhandel auch keinen an.

Gastherme und Solar für WW ist nach wie vor die preiswerteste Heizenergielösung. Ein bisschen mehr Dämmung dazu, dann ist der nachweis Erneuerbare Energie geführt. Ich kenne kein Bauamt, das nach diesem Nachweis fragt.
Bauherren fragen meist nach pragmatischen Lösungen, nicht nach realitätsfremden Vorschriften.

Winterliche Grüße
www.energie-wuerzburg.de

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