Wie beeinflusst die Dachausrichtung den Ertrag von PV-Anlagen

9. November 2020
Wieviel Prozent beträgt die Reduzierung vom Ertrag einer Photovoltaik Anlage auf einem 30 Grad-Dach, wenn die Ausrichtung um 60 Grad nach Ost oder West von der optimalen Ausrichtung Süd abweicht? (Ansonsten optimale Bedingungen vorausgesetzt): 9%, 18%, 27% oder 36%?
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de

Ergebnis

Der Ertrag verringert sich lediglich um 9%. Man ist wirklich überrascht, wie wenig sich eine so große Abweichung der Modulfläche um 60° nach Osten oder Westen vom Optimum 180°-Süd auswirkt.

Bei einer Dachschräge von 50° sind es ca. 13% weniger. Wird es noch steiler, verschattet sich das Dach selber und der Ertrag geht dann merklich zurück. Bei 60° Dachneigung sind es 18% weniger, bei 70° Dachschräge 24%. Bei 90°, also senkrecht wie bei einer Hausfassade wären es 40% Minderertrag.

Die Ergebnisse habe ich anhand von PVGIS für den Standort meiner Anlage ermittelt. Anhand der Tabelle unter der Rubrik Dachneigung oder Dachausrichtung können alle möglichen Kombinationen nachvollzogen werden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Reduzierung

Ertrag der Solarthermieanlage im Winter erhöhen

Eine Frage zu meiner Solaranlage: Kann ich im Winter den Ertrag steigern, indem ich die Zuheizung (Gas) möglichst lange ausgeschaltet lasse? Hintergrund: Meine Theorie ist, dass der Ertrag am höchsten ist, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Speicher (das ist bei mir ein Brauchwassertank, ca. 1000 Liter) und Kollektor möglichst hoch ist. Wenn aber das Gas schon das Brauchwasser auf 45 Gras aufheizt, kann der Kollektor im Winter nicht mehr soviel dazupacken. Oder ist dieser Gedanke Quatsch?
Antwort von Killus-Technik

Im Prinzip ja.
Eine thermische Solaranlage bringt um so mehr kWh Ertrag, je niedriger die Temperatur am Kollektor sein kann, um die benötigte Temperaturdifferenz zum Wasser unten im Speicher von ca. 10 - 12 K zu erreichen. Das Wasser unten wird dann natürlich nicht so warm wie sonst, aber es wird für die Gastherme vorgewärmt, was Gas einspart.

Aber besser und sinnvoller als die Speichertemperatur insgesamt absinken zu lassen ist es, die Gasheizung bei einem 1000 Liter Warmwasserspeicher (Boiler) durch 2 Temperaturfühler so zu steuern, daß immer die gewünschte Menge Wasser im unteren Bereich des Solarwärmetauschers möglichst kühl bleibt.
Bei 1000 Litern ist es also vorteilhaft, von oben bei ca. 100 - 200 Litern einen Fühler zu haben, der etwa bei Unterschreitung von 55°C die Gastherme anspringen läßt.
Ein Fühler bei ca. 500 Liter (Mitte vom Speicher) schaltet bei erreichen von beispielsweise 55°C die Gastherme wieder aus.
Dann bleiben 500 Liter Wasser im unteren Bereich mit ca. 10 - 20°C.
Wirkt die Gastherme über einen Wärmetauscher nur oben im Speicher, ergibt sich der beschrieben Effekt sowieso und eine Zweipunktregelung wie beschrieben läßt die Therme weniger takten und erhöht so deren Effektivität, ohne den Komfort von gut warmem Wasser zu verlieren.

Solarthermieanlage in Griechenland bringt zu wenig Leistung

Mein Haus steht in Griechenland, Nähe Kalamata. Habe eine Vakuumröhren Solaranlage, die meines Erachtens zu wenig bringt. Können Sie hier in GR auch helfen?
Antwort von BlueClean Solar

Welche Temperatur erreichen Sie am Kollektor wenn die Regelung ausgesteckt ist - diese sog. Stillstandstemperatur sagt relativ viel über den Zustand der Röhren aus

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