Wann besteht Anspruch auf Eigenverbrauch?

Welche Aussage ist richtig? Die Eigenverbrauchsregelung für durch PV-Anlagen generierten Solarstrom...
  • kann für Anlagen ab dem Jahr 2006 in Anspruch genommen werden.
  •  
  • berechnet sich aus dem eingespeisten Solarstrom abzüglich des gesamten im Hause verbrauchten Stroms.
  •  
  • kann jederzeit rückwirkend für Anlagen, die ab dem Jahr 2009 in Betrieb genommen wurden genutzt werden.
  •  
  • kann generell nur bis zu einer Anlagengröße von max. 30 kWp in Anspruch genommen werden.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Ergebnis

Folgende Antwort ist die richtige: "Die Eigenverbrauchsregelung für durch PV-Anlagen generierten Solarstrom kann jederzeit rückwirkend für Anlagen, die ab dem Jahr 2009 in Betrieb genommen wurden genutzt werden."

Die Eigenverbrauchsregelung für Photovoltaikanlagen wurde im Jahr 2009 eingeführt. Anlagen, die vorher ans Netz gegangen sind, können diese Regelung nicht rückwirkend beanspruchen. Anders ist es jedoch bei Anlagen, die ab dem 01.01.2009 errichtet wurden. Für diese Anlagen kann jederzeit im Zeitraum des Jahres der Errichtung plus weiterer 20 Jahre auch rückwirkend die Eigenverbrauchsregelung in Anspruch genommen werden. Dabei gelten dann immer die Vergütungssätze, die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage gültig waren.

Falsch ist also die Antwort, dass die Eigenverbrauchsregelung bereits ab dem Jahr 2006 in Anspruch genommen werden kann. Ebenso nicht korrekt ist, dass die Eigenverbrauchsregelung generell nur bis zu einer Anlagengröße von 30 kWp in Anspruch genommen werden kann. Rückwirkend gilt, dass seit dem 01.07.2010 die Regelung für eine Anlagengröße bis zu 500 kWp genutzt werden kann, aber nur bei Dachanlagen.

Genauso falsch ist die Antwort, dass sich die Eigenverbrauchsregelung aus dem eingespeisten Solarstrom abzüglich des gesamten im Hause verbrauchten Stroms berechnet. Hier liegt der Haken in dem Wort "gesamten". Immer wieder wird die Regelung falsch interpretiert, nämlich dass man den gesamten Stromverbrauch mit dem eingespeisten Solarstrom verrechnen kann. Das ist so nicht richtig. Nur der Solarstrom, der in dem Moment verbraucht wird, in dem die Anlage auch einspeist kann verrechnet werden. Es kann auch nur maximal soviel verrechnet werden, wie maximal zu dem Zeitpunkt eingespeist wird. Ist der Stromverbrauch in dem Moment höher als die Höhe des generierten Solarstroms, wird diese Differenz als normaler Strombezug gerechnet. Jeglicher Strom, der verbraucht wird, wenn die PV-Anlage keinen Strom produziert, also beispielsweise nachts, wird ebenfalls als normaler Strombezug verrechnet.

Diese Art der Verrechnung hat zur Folge, dass eine ganz bestimmte Zählerinfrastruktur vorhanden sein muss, damit alles korrekt mit dem EVU abgerechnet werden kann. Daher sollte sich jeder Anlagenbetreiber bereits vor Installation der Anlage Gedanken machen, ob er nicht gleich die Zähler einbauen lassen soll, auch wenn er erst zu einem späteren Zeitpunkt die Eigenverbrauchsregelung in Anspruch nehmen möchte. Er kann so einiges an Kosten sparen, denn es ist mit Sicherheit teurer, einen Installateur zweimal ins Haus kommen zu lassen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Eigenverbrauchsregelung

Umsatzsteuer für eigenen Solarstrom?

Ich habe eine Photovoltaikranlage und darf 70% der Stromerzeugung in das Netz der Stadtwerke einspeisen. Bei guten Wetterbedingungen geht die Anlage aber über 70% und der zusätzliche Strom kann sofort ohne Einspeisung genutzt werden. Das FA Magdeburg hat mir Umsatzsteuer für meinen sofort selbst genutzten Strom in Rechnung gestellt, da keine Meßeinheit für diesen Strom vorhanden ist wurde der Betrag geschätzt. Nun die Frage: Wieso soll ich Umsatzsteuer für meinen selbst erzeugten und sofort verbrauchten Strom bezahlen? Ist das Rechtens? Es gibt in diesem Sinne keine Einspeisung und Fremdleistung die ich bezahlen muß?
Antwort von Solarwartung24

https://www.pv-magazine.de/2014/10/08/umsatzsteuer-fr-privaten-photovoltaik-eigenverbrauch/

Solarstromspeicher: Senec oder Sonnen?

Ich möchte mir eine Photovoltaikanlage auf meinem Hausdach installieren - allerdings bin ich mir beim Speicher unklar. Können Sie mir eine Empfehlung geben, ob ich eher auf Senec oder auf Sonnen setzen sollte? Was sind die Unterschiede in den Cloud Funktionen beider Anbieter? Danke für Ihre Hilfe
Antwort von GSMsolar

1. Schön abhängig zu sein! Das ist der Vorteil, allerdings für die Anbieter und nicht für Sie als Betreiber. Denn die monatliche Pauschale der Cloud neutralisiert den Vorteil ganz schnell. Suchen sie unabhängige Speichersysteme.

2. Welches Ausrichtung hat ihr Dach? Ost/West Dächer mit Speicher? Sehr fragwürdig.

3. Zur Zeit geht eigentlich nur noch ein Hybridwechselrichter (Kostal oder Fronius). Der kann die Module und die Batterie auf der gleichen DC-Seite (Gleichstromseite) einfließen lassen und man spart so einen zusätzlichen Batteriewechselrichter (1700,-). Das Thema selbst benötigt jedoch sehr tiefes Fachwissen und kann eigentlich nur vom Berater des Vertrauens erklärt werden.

4. Also Fachbetrieb ansprechen und sich nicht auf Werbung verlassen!!!

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Ich habe seit ca. 2010 eine Photovoltaik-Anlage und interessiere mich nur dafür, ob sich ein Stromspeicher rechnet. Allerdings rechnet ihr Solarstromrechner auch bei dieser Anlage mit einer Einspeisevergütung von 0,12 € wobei diese aber real viel höher liegt.
Antwort von ESPV-TEC GmbH

Hallo

Das ganze kommt auf die Größe Ihrer PV Anlage und auf Ihren Stromverbrauch an.

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung.

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