Wie ist die Zahlung der Einspeise­vergütung definiert?

  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr der durchschnittlichen Strompreiserhöhung angepasst.
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  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr in Abhängigkeit der Gesamtleistung aller neu installierter PV-Anlagen in Deutschland angepasst.
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  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage ist festgesetzt ab dem Jahr der Inbetriebnahme plus 20 weitere Jahre.
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  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird mit dem zuständigen VNB (Verteilnetzbetreiber) ausgehandelt.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Ergebnis

Die richtige Antwort ist Antwort 3: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage ist festgesetzt ab dem Jahr der Inbetriebnahme plus 20 weitere Jahre."

Für die Einspeisevergütung einer Photovoltaikanlage gilt ab dem Jahr der Inbetriebnahme so etwas wie ein Bestandsschutz. Die in dem Inbetriebnahmejahr und Inbetriebnahmemonat geltende Höhe der Einspeisevergütung ist garantiert für das jeweilige Inbetriebnahmejahr plus weitere 20 Jahre des Betriebs der Anlage. Damit ist eine ordentliche Gegenüberstellung und Kalkulation der Anschaffungskosten und der Erträge einer Photovoltaikanlage über die Mindestlebenserwartung der Anlage gewährleistet.

Erklärung zu den übrigen Antworten

 

Antwort 1: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr der durchschnittlichen Strompreiserhöhung angepasst."

Eine Anpassung an die Strompreiserhöhung wäre schlecht zu realisieren, da es keinen Einheitsstrompreis gibt.

Antwort 2: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr in Abhängigkeit der Gesamtleistung aller neu installierter PV-Anlagen in Deutschland angepasst."

Indirekt findet eine solche Anpassung seit dem Jahr 2011 statt. Diese Anpassung gilt aber nur für die Einspeisevergütung neu zu installierender Anlagen ab 2011 und den darauffolgenden Jahren. Umso höher der Zubau mit Photovoltaik in Deutschland ist, desto mehr wird die Einspeisevergütung prozentual gekürzt. Nimmt der Zubau zu stark ab, wird weniger gekürzt. Damit will man den Zubau in einer definierten Bandbreite regulieren.

Antwort 4: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird mit dem zuständigen VNB ausgehandelt."

Da die VNB's eigentlich kein Interesse an dem Strombezug durch Photovoltaikanlagen haben, fällt diese Antwort schnell unter den Tisch. Nur unter dem Druck einer gesetzlichen Regelung sind Netzbetreiber bereit bzw. besser ausgedrückt verpflichtet, die Anlagen ans Netz zu nehmen und die Einspeisevergütung zu zahlen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema VNB

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Erweiterung Photovoltaikanlage: weiterer Zähler, EEG-Umlage, Eigenverbrauch

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Antwort von volta sole GmbH

1) prinzipiell nicht unbedingt - im Einzelfall muß das mit Ihrem EVU geklärt werden.
2) es gibt keine Vergütung für Eigenverbrauch mehr
3) Sie bleiben mit der in 2018 installierten Anlage unter 10 kWp - das ist per Gesetzesdefinition keine Erweiterung sondern eine neue Anlage < 10 kWp, deshalb keine EEG-Umlage (bei < 10.000 kWh Eigenverbrauch pro Jahr und kein Erzeugungszähler. Die Abgrenzung zur Bestandsanlage muß mit dem EVU geklärt werden (siehe 1)

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

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