Wie ist die Zahlung der Einspeise­vergütung definiert?

9. November 2020
  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr der durchschnittlichen Strompreiserhöhung angepasst.
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  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr in Abhängigkeit der Gesamtleistung aller neu installierter PV-Anlagen in Deutschland angepasst.
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  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage ist festgesetzt ab dem Jahr der Inbetriebnahme plus 20 weitere Jahre.
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  • Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird mit dem zuständigen VNB (Verteilnetzbetreiber) ausgehandelt.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de

Ergebnis

Die richtige Antwort ist Antwort 3: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage ist festgesetzt ab dem Jahr der Inbetriebnahme plus 20 weitere Jahre."

Für die Einspeisevergütung einer Photovoltaikanlage gilt ab dem Jahr der Inbetriebnahme so etwas wie ein Bestandsschutz. Die in dem Inbetriebnahmejahr und Inbetriebnahmemonat geltende Höhe der Einspeisevergütung ist garantiert für das jeweilige Inbetriebnahmejahr plus weitere 20 Jahre des Betriebs der Anlage. Damit ist eine ordentliche Gegenüberstellung und Kalkulation der Anschaffungskosten und der Erträge einer Photovoltaikanlage über die Mindestlebenserwartung der Anlage gewährleistet.

Erklärung zu den übrigen Antworten

 

Antwort 1: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr der durchschnittlichen Strompreiserhöhung angepasst."

Eine Anpassung an die Strompreiserhöhung wäre schlecht zu realisieren, da es keinen Einheitsstrompreis gibt.

Antwort 2: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird jedes Jahr in Abhängigkeit der Gesamtleistung aller neu installierter PV-Anlagen in Deutschland angepasst."

Indirekt findet eine solche Anpassung seit dem Jahr 2011 statt. Diese Anpassung gilt aber nur für die Einspeisevergütung neu zu installierender Anlagen ab 2011 und den darauffolgenden Jahren. Umso höher der Zubau mit Photovoltaik in Deutschland ist, desto mehr wird die Einspeisevergütung prozentual gekürzt. Nimmt der Zubau zu stark ab, wird weniger gekürzt. Damit will man den Zubau in einer definierten Bandbreite regulieren.

Antwort 4: "Die Einspeisevergütung für eine bestehende Anlage wird mit dem zuständigen VNB ausgehandelt."

Da die VNB's eigentlich kein Interesse an dem Strombezug durch Photovoltaikanlagen haben, fällt diese Antwort schnell unter den Tisch. Nur unter dem Druck einer gesetzlichen Regelung sind Netzbetreiber bereit bzw. besser ausgedrückt verpflichtet, die Anlagen ans Netz zu nehmen und die Einspeisevergütung zu zahlen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema VNB

Umsatzsteuer für eigenen Solarstrom?

Ich habe eine Photovoltaikranlage und darf 70% der Stromerzeugung in das Netz der Stadtwerke einspeisen. Bei guten Wetterbedingungen geht die Anlage aber über 70% und der zusätzliche Strom kann sofort ohne Einspeisung genutzt werden. Das FA Magdeburg hat mir Umsatzsteuer für meinen sofort selbst genutzten Strom in Rechnung gestellt, da keine Meßeinheit für diesen Strom vorhanden ist wurde der Betrag geschätzt. Nun die Frage: Wieso soll ich Umsatzsteuer für meinen selbst erzeugten und sofort verbrauchten Strom bezahlen? Ist das Rechtens? Es gibt in diesem Sinne keine Einspeisung und Fremdleistung die ich bezahlen muß?
Antwort von Solarwartung24

https://www.pv-magazine.de/2014/10/08/umsatzsteuer-fr-privaten-photovoltaik-eigenverbrauch/

Photovoltaikanlage: 0% oder 19% Umsatzsteuer angeben?

Ich habe eine Photovoltaikanlage mit 4,5 Kwp auf mein Dach bauen lassen. Beim Finanzamt habe ich die Rechnungen für den Bau der Anlage eingereicht, mit der Bitte die Mehrwertsteuer zu erstatten. Westnetz fragt nach ob die Einspeisung in Höhe von o% oder 19 % Umsatzsteuer berechnet werden soll. Was soll ich angeben?
Antwort von Erema UG

Bei Steuerfragen sollte man grundsätzlich den Steuerberater fragen. Jeder andere ist nicht berechtig, solche Fragen in beratendem Sinne zu beantworten. Leider haben sehr wenige Steuerberater Interesse an Bagatellbeträgen, wie sie bei 4,5 KWp-Analgen auftreten.

Also versuchen wir das mal ohne Beratung zu beantworten.

Als PV-Anlagenbetreiber werden sie beim Finanzamt auf Wunsch (den haben sie durch die Bitte um Erstattung der Mehrwertsteuer geäußert) als Gewerbetreibrender gesehen, der optiert hat. Einen Gewerbeschein brauchen Sie dazu normalerweise nicht. Die meisten Kommunen (die sind erst mal zuständig) haben kapiert, dass die Verwaltung von Gewerbeanmeldungen für PV-Anlagenbetreiber viel Arbeit macht und keine Einnahmen bringt. Die Mühe spart man sich also, normalerweise.
Also: Nachfragen, das kostet nichts. Telefonanruf genügt.

Beim Fiskus sind Sie ein Gewerbetreibender, der Einnahmen erzielt und MWST abzuführen hat. Das bedeutet: Sie verlangen vom Netzbetreiber die Zahlung der Einspeisevergütung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer und führen diese dann an auch das Finanzamt ab. Sie können damit auch bei jeder Rechnung, die Sie im Zusammenhang mit dem Erwerb und Betrieb der Anlage erhalten und bezahlen (Wartung, Reparatur, Reinigung, Steuerberater) die Mehrwertsteuer erstattet bekommen, wenn Sie die Rechnung angeben.

Der Netzbetreiber wird den Strom verkaufen, stellt wiederum eine Rechnung an den Energieversorger mit MWST, holt die vom FA zurück, der Energieversorger macht das gleiche z. B. an den Zwischenhändler bis zum Endverbraucher, der den Strom privat verbraucht. Der kriegt nichts zurück, sondern zahlt.
Um diesen Aufwand kommen Sie also nicht herum.

Schönen Abend!

Thomas Blechschmidt

Stromspeicher nachrüsten

Ich habe seit ca. 2010 eine Photovoltaik-Anlage und interessiere mich nur dafür, ob sich ein Stromspeicher rechnet. Allerdings rechnet ihr Solarstromrechner auch bei dieser Anlage mit einer Einspeisevergütung von 0,12 € wobei diese aber real viel höher liegt.
Antwort von ESPV-TEC GmbH

Hallo

Das ganze kommt auf die Größe Ihrer PV Anlage und auf Ihren Stromverbrauch an.

Gerne erstellen wir Ihnen ein unverbindliches Angebot mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Ende der Einspeisevergütung 2020?

Ein Fachmann sagte, dass es ab 2020 keine Vergütung gibt, wenn man in das õffentliche Netz abgibt. Stimmt das? Oder welche Möglichkeiten gibt es da noch?
Antwort von Egidius Mennicken

Eigenverbrauch , Elektrohezstab, Warmwasser oder Heizung-Pufferspeicher.

Modulerweiterung an bestehender PV-Anlage: Bestandsschutz oder Einspeisevergütung in Gefahr?

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Antwort von SonnENergie Neumeyer

Sie können Altanlagen um bis zu 30% erweitern und genießen dann die gleichen Bedingungen für den Eigenverbrauch wie bis dato, für die Einspeisung gelten die jetzt aktuellen Einspeisetarife.

Die meisten WR gehen bei überhöhter Modulleistung in den Selbstschutz und erhöhen die MPP-Spannung - das hängt vom WR-Typ ab.

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