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Pumpkraftwerk Atdorf versus Photovoltaik

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Pumpspeicherwerk Atdorf

Schon seit Jahren plant die Schluchseewerk AG ein zweites Pumpspeicherkraftwerk. Neben dem bereits bestehenden Hornbergbecken soll ein zweites Projekt mit zwei Becken, das Pumpkraftwerk Atdorf gebaut werden. Bisher gab es Widerstand seitens der Naturschützer, weil die Eingriffe in die Natur nicht unerheblich sind. Nachdem der Photovoltaik-Zubau in den letzten Jahren unerwartet in die Höhe geschossen ist, wurde gleichzeitig der Bedarf an Speicherlösungen und somit auch an Pumpspeicherwerken verstärkt gefordert. Mit solch einem Kraftwerk wird bei einem Überangebot an Strom Wasser aus dem Unterbecken in ein höherliegendes Becken gepumpt. Wenn dann Strom benötigt wird, weil beispielsweise zu wenig Wind bläst oder die Sonne nicht scheint, wird das Wasser wieder ins untere Becken abgelassen und dort Turbinen angetrieben. Der dadurch erzeugte Strom wird dann erneut ins Netz eingespeist.

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Wenn man die Bedenken hinsichtlich der Naturschützer mal außen vorlässt, würde die schnelle Realisierung im Sinne des Ausbaus der alternativen Energien liegen. Was aber jetzt publik gemacht wird, passt so gar nicht in die gewohnte Öffentlichkeitsarbeit eines Energieerzeugers. Die Rentabilität des gesamten Projektes wird vom Kraftwerksbetreiber selber in Frage gestellt. Zum einen gäbe es für die Speicherung des Stromes keinen Preis-Bonus, was aber noch viel stärker negativ ins Gewicht fällt, sei der rapide gestiegene Solarstromanteil an der Energieerzeugung. Die Schluchseewerk AG spricht jetzt etwas aus, was von den eigenen Partnern EON und EnBW wohl kaum so kommuniziert werden würde und bisher auch nicht publiziert wurde. Die Solaranlagen erzeugen inzwischen in der Mittagszeit so viel Strom, dass damit der benötigte Strombedarf gedeckt werden kann. Diese Aufgabe haben bisher die Pumpspeicherkraftwerke übernommen. Da das teuerste Kraftwerk, welches Strom an der Strombörse zur Verfügung stellt - und Abnehmer hat - den Preis für alle anderen Stromerzeuger bestimmt (Merit-Order-Effekt), versalzt so die PV dem Kraftwerksbetreiber die Suppe. Bisher erhielt die Schluchseewerk AG über die Mittagszeit Spitzenpreise für den gespeicherten Strom (wie auch die großen Vier!), jetzt muss der PV-Strom vorrangig abgenommen werden und der Gewinn hat sich aufgrund dessen seit 2006 halbiert.
Wenn man das jetzt schwarz auf weiß liest, kann man sich genau ausmalen, wie es den großen Energieriesen in Deutschland ergeht, nämlich kein Haar anders. Da ist es kein Wunder, wenn die Photovoltaik als Billigstromer daherkommt und die schöne heile Welt zerstört. Was aber auch klar ist: Der Strompreis an der Strombörse geht aufgrund des PV-Zubaus ständig nach unten, dieser Preisverfall wird aber nicht an die Kunden weitergegeben, zumindest nicht an den Otto-Normalverbraucher. Hier wird weiterhin kräftig an der Preisschraube gedreht und Schuld sind natürlich die bösen PV-Anlagenbetreiber. Kein Wort über immer mehr Großindustrien, denen die EEG-Umlage erlassen wird. Selbst große Hotels und Restaurants kommen in diesen Genuss. Da fragt man sich, was das mit dem Wettbewerb im Ausland zu tun hat. Die erlassene Umlage müssen aber wieder die Haushalte zusätzlich berappen.
Eigentlich wollte man das PSW Atdorf bis 2019 fertig stellen. Jetzt will man aber erst, wenn überhaupt, 2022 als Fertigstellungstermin ins Auge fassen. Ein für die PV wichtiges Projekt scheint also an der PV zu scheitern. Da der Solarstrom in einigen Jahren auch ohne Förderung preislich absolut konkurrenzfähig zu den konventionellen Energien sein wird (ja, das ist so, außer die Politik und die Lobbyisten der Energieriesen schaffen es bis dahin, die PV dem Erdboden gleich zu machen) sehe ich schwarz für den zweiten Riesenakku im Schwarzwald. Aber vielleicht ist die Politik ja doch willens und schafft Anreize für die Speicherung von erneuerbaren Energien. Dann wäre es wahrscheinlich ein Selbstläufer. Aber wollen das alle?

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