Leistungsgarantie Photovoltaikmodul

Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.

Die Hersteller von Photovoltaikmodulen geben eine Leistungsgarantie auf ihre Module, z. B. 10 Jahre auf 90% und 20 Jahre auf 80% der Nennleistung. Diese Leistungsgarantie ist eine zusätzliche Garantieleistung zur Produktgarantie. Die Produktgarantie bezieht sich aber nur auf das Modul selber und die verbauten Komponenten. Sollte nun in den genannten Zeiträumen die Leistung eines oder mehrerer Module unter diese garantierten Werte fallen, so ist der Hersteller verpflichtet, dies auszugleichen. Der Ausgleich kann erfolgen, indem entweder die schlechten Module gegen neue PV-Module ausgetauscht werden, oder weitere Module geliefert werden, um die Leistungsdifferenz auszugleichen. (Falls Platz auf dem Dach vorhanden ist)

Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass es äußerst schwierig sein kann, eine Leistungsminderung der Module nachzuweisen. Ein solcher Nachweis ist oft nur möglich, indem Module an ein Prüflabor geschickt werden, was mit entsprechenden Kosten verbunden ist. Hilfreich bei dem Nachweis einer hohen Leistungsminderung (Degradation) der Module kann ein Datenlogger sein.

Erfahrungen & Fragen zum Thema Leistungsgarantie

Finanzielle Abgabe auf Solarstrom?

Ich habe eine PV-Anlage von 4,9 kWp installieren lassen, die noch im Januar in Betrieb genommen wird. Ich habe auf solarcontact gelesen "Auf selbst verbrauchten Solarstrom wird ab sofort eine finanzielle Abgabe erhoben. Ausgenommen von dieser Regelung sind Neuanlagen bis 10 kWp Nennleistung." Was ist mit "finanzielle Abgabe" gemeint? Denn vom Finanzamt habe ich die Auskunft erhalten, ich müsse 0,24 Euro pro kWh Eigenverbrauch versteuern. Für eine kurze Rückantwort wäre ich dankbar.
Antwort von Photovoltaikanlagen Weitershaus GmbH

Anlagen größer 10 kwp müssen auf den Eigenverbrauch eine verminderte EEG Umlage bezahlen. Ca. 2,5 Ct je selbstverbrauchter KWh.

Messdaten: bei steigenden Temperaturen ergeben sich auch höhere Leistungen. Warum?

Ich habe auf meinem Dach eine Photovoltaik-Anlage mit insgesamt 4 Modulen und einer Nennleistung von jeweils 85W. Ich nehme jeden Tag Messdaten auf über die Temperatur in den einzelnen Modulen, die Globalstrahlung und die erzeugte Leistung der 4 Module. Aus diesen Daten erstelle ich mir immer Diagramme, um einen besseren Überblick über meine Anlage zu behalten. Ein Diagramm ist die erzeugte Leistung in Watt, über den Mittelwert der gemessenen Temperaturen in den einzelnen Modulen in °C. Aus diesem Diagramm sollte ich doch eigentlich den Temperaturkoeffizienten ermitteln können. Das Problem ist nur, dass meine Messwerte keinen fallenden Verlauf haben (also mit sinkender Temperatur größere Leistung), sondern genau umgekehrt bei steigenden Temperaturen ergeben sich auch höhere Leistungen, was total falsch ist. Mein Problem ist nun, ich weiß nicht, was ich falsch mache. Könnten Sie mir vielleicht helfen? Muss ich meine erbrachte Leistung erst auf den STC-Wert korrigieren und die Temperatur auch und wenn ja, wie mache ich das.
Antwort von NTL Elektro-, Sicherheits - & Nachrichtentechnik GmbH

Wenn ich lese, dass jemand selber Meßwerte für die Globalstrahlung generiert (temperaturkompensiert? Auf eine horizontale Fläche bezogen? Mit was für einem Referenzelement?), dann werde ich, ehrlich gesagt, schon mal etwas skeptisch! Wie machen Sie das konkret? Wie verlässlich sind diese Werte? Und: Solch ein Aufwand für eine "Minianlage" von 340Wp?
Mir fallen da auch noch mehr Fragen ein. Z.B.: Wie und wo messen Sie die erzeugte Leistung? Vor oder nach einem Wechselrichter bzw. Laderegler? Oder: Wie erreichen Sie eine optimale Lastanpassung (bezogen auf die Kennlinie der Module)?

Ich beobachte die Ertragskurven von mehreren (produktiven) Anlagen seit Jahren recht intensiv, kann Ihnen jedoch leider nicht mit so detaillierten quantitativen Aussagen dienen. Aber: Wenn Sie sich mal die Ertragskurven von ein paar aufeinander folgenden, sehr sonnigen Tagen mit annähernd gleicher Sonnenintensität (am besten im Frühsommer) ansehen, werden Sie sicher schnell feststellen, dass der Ertrag pro Tag in der Regel um ca. 1 bis 3 Prozent zurückgeht (und die Spitzenleistung ähnlich), was sich m.M.n. mit Sicherheit auf die sich von Tag zu Tag vollziehende Erwärmung zurückführen und demzufolge eindeutig auf einen negativen Temperaturkoeffizienten schließen lässt.

Ansonsten glaube ich kaum, dass sich unter freiem Himmel die von Ihnen gesuchten Zusammenhänge nur annähernd genau ermitteln lassen. Auch die Moduldatenblätter werden da wohl kaum einen brauchbaren Ansatzpunkt liefern.

Freundliche Grüße
von einem Praktiker
aus der sonnigen Lausitz
Dipl.-Ing J. Kley

Photovoltaikmodule gesucht (mono bzw. poly)

Ich interessiere mich für den Kauf von Photovoltaikmodulen. Können Sie mir da weiterhelfen? Es handelt sich um 285 St. SW 235 XL, mono bzw. 384 SW 260 poly für Sept. 2016. Die gleiche Menge nochmal für März 2017. Ich würde mich über ein Angebot freuen.
Antwort von Dachdeckerei Langhojer GmbH & Co. KG

Es werden Solar Wold Module gesucht. Leider vertreiben wir diese nicht.
Wir sind Partner von IBC Bad Staffelstein und vertreiben auch diese Module.
Natürlich können wir ein ähnliches Modul liefern, dass zu den Solar-World Modulen passt.

Mit freundlichen Grüßen,
Ingrid Langhojer

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Solarteure und Experten beantworten kostenlos Ihre Fragen zum Thema Photovoltaik
Jetzt Frage stellen