Intelligente Vernetzung für Photovoltaik-Anlage und Haushalt

Der Sunny Home Manager von SMA vereint in einem Gerät eine ausgereifte und übersichtliche Anlagenüberwachung sowie eine Energiemanagement Lösung, die sich SMA-Smart-Home nennt. Im Frühjahr 2013 ist dann endlich auch die Funktion der Wirkleistungsbegrenzung auf 70% am Verknüpfungspunkt dazugekommen.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.
PhotovoltaikKomponenten: ÜberwachungAnlagenüberwachung von SMA

Die Anlagenüberwachung

Sämtliche Daten, die für den Betrieb und die Überwachung der PV-Anlage benötigt werden, werden alle 10 Sekunden aktualisiert und mit Hilfe des Internetportals "Sunny Portal" in anschaulichen Grafiken dargestellt. Aber nicht nur die Daten der Photovoltaikanlage stehen zur Verfügung. Auch der eigene Stromverbrauch kann durch Anschluss an die Zählerschnitt­stellen des Netzeinspeisezählers und Netzbezugszählers bzw. Zweirichtungszähler zur Anzeige gebracht werden. Wenn diese Daten zur Verfügung stehen, zeigt der Sunny Home Manager auch den Eigenverbrauch an.

Wer einen Stromspeicher wie den Sunny-Island integriert hat, bekommt auch alle Daten des Akkus präsentiert. Selbstverständlich informiert der Sunny Home Manager bei Störungen im Betrieb der PV-Anlage per E-Mail. Da der Sunny Home Manager die Wetterdaten benötigt und auch die Anzeige der Daten nur über das Webportal funktioniert ist ein Internetanschluss mit Router Grundvoraussetzung. Hier gibt es auch nach wie vor immer wieder Probleme mit der Erreichbarkeit des Portals. SMA will hier in Kürze Abhilfe schaffen. Klarer Vorteil ist aber die Erreichbarkeit per Smartphone.

Das Energiemanagement

Der Sunny Home Manager analysiert jede Minute die Verbraucher im Haus und erstellt daraus ein Verbrauchsprofil. Wenn das System frisch installiert wird, benötigt es ca. eine Woche, bis es genug Daten für eine gute Verbrauchsprognose beisammen hat. Spätestens nach vier Wochen läuft es dann optimal. Zusammen mit Wetterdaten, die standortbezogen zur Verfügung stehen, werden Handlungsempfehlungen gegeben: Wann soll die Waschmaschine oder der Trockner eingeschaltet werden, wann die Geschirrspülmaschine und so weiter. Selbst unterschiedliche Stromtarife können eingegeben werden und fließen dann in die Ratschläge mit ein.

Die Funksteckdosen

Zwischen die normale Steckdose und einen Haushaltsverbraucher können spezielle Bluetooth-Steckdosen geschaltet werden, die auf "Befehl" des Sunny Home Managers diese aktivieren oder deaktivieren. Auf diese Art und Weise kann der Eigenverbrauch vollautomatisch optimiert werden. Die Geräte werden zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem beispielsweise die Sonneneinstrahlung am höchsten ist. Der Automatikmodus kann aber jederzeit unterbrochen werden, um selbst zu bestimmen, wann ein Verbraucher laufen soll und wann nicht. Zudem können für jedes gerät Parameter hinterlegt werden, wie:

  • wann soll das Gerät spätestens starten
  • wann soll das Gerät spätestens fertig sein

Problematisch sind hier Haushaltsgeräte, die nur über einen Ein/Aus-Schalter in Betrieb genommen werden können. Da hilft die beste Fernbedienung nichts. Darüber muss man sich vor der Anschaffung dieser Funksteckdosen im Klaren sein. Ob ein Gerät für Steuerung durch die Funksteckdosen geeignet ist kann man mit Hilfe dieses Videos herausfinden:

 

Aber auch in dieser Richtung ist SMA nicht untätig. Am 08.02.2013 berichtet SMA über eine Vereinbarung mit Miele. Diese umfasst die gemeinsame Vermarktung von kommunikationsfähigen Miele-Hausgeräten und dem Energiemanagement-System SMA Smart Home. Zu dem Zweck sorgen beide Partner für umfassende Kompatibilität ihrer jeweiligen Komponenten.

Wirkleistungsbegrenzung (70%-Regelung)

Lang, lang hat's gedauert, aber jetzt ist es soweit. Der Solarlog hat es schon seit geraumer Zeit, jetzt zieht SMA nach. (Stand Frühjahr 2013) Von was ist hier die Rede? Wer eine Photovoltaikanlage bis zu einer installierten Leistung von 30 kWp installiert, muss seit dem 01.04.2012 entweder die 70%-Regelung wählen oder am Einspeisemanagement teilnehmen.

70%-Regelung bedeutet eine feste Drosselung des Wechselrichters auf 70% der Generatorleistung (gleichbedeutend mit Gesamtleistung der installierten Module). Diese 70% müssen aber erst am Netzverknüpfungspunkt vorliegen. Das bedeutet, dass man den Eigenverbrauch trotzdem zusätzlich nutzen kann. Genau das übernimmt jetzt der Sunny-Home-Manager. Die Wechselrichterleistung wird höher gewählt als eigentlich für die 70%-Regelung notwendig wäre und der überschüssige Solarstrom wird entweder gleich eigenverbraucht oder in einem Speichersystem zwischengespeichert. Der Sunny-Home-Manager überwacht dabei, dass niemals mehr als 70% (oder irgend ein anderer Wert zwischen 0% und 100%) der Generatorleistung ins Netz eingespeist werden. Ich gehe stark davon aus, dass das auch wieder "intelligent" erfolgt.

Das bedeutet, dass der Sunny Home Manager alle Geräte, die in der Warteschleife stehen sofort anwirft, bevor die 70%-Marke erreicht wird. Vorraussetzung sind dabei natürlich funkgesteuerte Steckdosen.

Ein Tag im Leben des Sunny Home Managers

Sehr unterhaltsam geschrieben und auch für Techniklaien absolut verständlich. Ein Muss für denjenigen, der sich für den Home Manager interessiert: Ein Tag im Leben des Sunny Home Managers

Weiterlesen zum Thema "Ausblick zu PV-Großanlagen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Erfahrungen mit der Stromcloud?

Ich plane den Bau einer PV Anlage und habe von der Stromcloud gehört. Daher meine Frage: Kann ich auch nur die Cloud buchen? Eine PV Anlage habe ich ja schon bzw. plane / kaufe ich gerade. Gibt es sonst Erfahrungen mit der Stromcloud?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Die Firma Sonnen und Senec bieten die Cloud aktiv an.

Wenn Sie die Cloud nutzen möchten brauchen Sie den Speicher der jeweiligen Firma.

Von Sonnen würde ich generell abraten da die Firma darauf bedacht ist einen hohen Ajtienweet zu erreichen um beim
Börsengang ordentlich Kasse zu machen. Ich bezweifle nur ob das für die Kunden nachhaltig ist und ob die Garantiezeiten
eingehalten werden.

Wenn Sie sich unbedingt eine Cloud leisten möchten, nehmen Sie Senec.

Generell kann ich Ihnen nur raten genau zu rechnen!

Die Berechnungen die wir mit beiden Anbietern vollzogen haben waren negativ.

Ich habe bis jetzt keine Berechnung gesehen wo der Kunde einen Vorteil hatte.

Gerne erkläre ich Ihnen die List und Tücken, die Sie im normalen Angebot nur sehr schlecht erkennen.

Mein Rat - Batterrie etwas größer als Ihr Verbrauch und auf jedenfall größer als Ihre PV Anlage.

Beispiel : 5 KWp PV Anlage dann 8 oder 9 KW Speicher !

Erfahrungen mit Solarziegeln von autarq

Haben Sie Erfahrung mit Solarziegeln der Firma autarq / Berlin? Wir interessieren uns für Solarziegel und wüssten gerne mehr über Vor- / Nachteile und technische Umsetzung.
Antwort von ENPLA GmbH

Hallo,
Ja wir haben Erfahrung mit den Solarziegeln von Autarq.
Referenzen können Sie bei uns besichtigen. Für weitere Fragen und eine Berstung kontaktieren Sie uns einfach!

ENPLA GmbH, 88630 Pfullendorf.

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