Ist Photovoltaik auf einem Asbestdach verboten?

7. Oktober 2020
Sie sind im Besitz eines aufgrund der standortspezifischen Gegebenheiten optimalen Gebäudes mit einem Asbestdach und spielen mit dem Gedanken, dort eine Photovoltaikanlage zu installieren? Dann müssen Sie folgende Punkte unbedingt in Ihre Überlegungen mit einbeziehen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Friedemann Schmidt vom Umweltschutzamt - Gewerbeaufsicht der Stadt Freiburg für die Bereitstellung der äußerst informativen und hervorragend recherchierten Inhalte, auf die sich mein Beitrag im wesentlichen stützt.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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Asbestsanierung für eine Photovoltaik Anlage© Lucaz80 - Fotolia.com

 

Asbest war als Baustoff äußerst beliebt, nicht nur weil es eine große Festigkeit besitzt, hitze- und säurebeständig ist, sondern auch sehr gute isolierende Eigenschaften aufweist. Zwar wurde bereits um die Jahrhundertwende 1900 die Asbestose als Krankheit entdeckt und 1943 Lungenkrebs als Folge von Asbestbelastungen als Berufskrankheit offiziell anerkannt, aber es dauerte doch bis zum Jahr 1993, bis in Deutschland die Herstellung und Verwendung von Asbest verboten wurde.

Von Asbest und seinen Produkten wie beispielsweise Asbestzement gehen besondere Gefahren für Leben, Gesundheit und Umwelt aus. Daher darf keinesfalls der Arbeitsschutz ignoriert oder nur zu Teilen berücksichtigt werden. Die verlockenden Einsparungen für den späteren Betreiber oder der Installationsfirma können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Insbesondere können strafrechtliche Schritte sowie hohe Geldbußen verhängt werden.

Die momentane Rechtslage

 
  • Das Anbringen von Solaranlagen auf Asbestzementdächern fällt laut den technischen Regeln für Gefahrstoffe - TRGS 519 unter das Verwendungsverbot nach § 18 Abs. 1 der Gefahrstoffverordnung, da es sich hierbei nicht um ASI-Arbeiten (ASI = Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten) handelt. Das gilt nicht nur für eine normal auf einer Unterkonstruktion montierten Photovoltaikanlage, sondern ebenfalls für eine aufgeständerte Anlage.
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  • Laut Chemikaliengesetz § 27 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 bis 4 wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig asbesthaltige Gefahrstoffe verwendet.

Wie wird die Rechtslage begründet?

 
  • Im Gegensatz zu einer Demontage des gesamten Daches, müssen bei der Installation einer Solaranlage staubintensive Arbeiten durchgeführt werden, die umfangreiche Freisetzungen von Asbestfasern nach sich ziehen.
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  • Bei der Errichtung der Anlage können Platten brechen oder Risse bekommen.
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  • Da seit 1993 die Verwendung von Asbest verboten ist, ist ein Asbestzementdach mindestens 17 Jahre alt, viele Dächer sind noch viel älter. Diese sind meist bereits stark in Mitleidenschaft gezogen. Da man bei Photovoltaikanlagen von einer Mindestlaufzeit von 20 Jahren ausgeht, wäre so ein Dach nach Ablauf der Amortisationszeit bereits älter als 37 Jahre.

    Eine Neubeschichtung ist nicht erlaubt, die Erosion dürfte durch den geringen Abstand der Dachhaut zu den Modulen aufgrund der höheren Windgeschwindigkeiten (Kamineffekt) sogar noch erhöht sein. Schlimmstenfalls müssten die Module vor dem Ablauf der 20 Jahre vom Dach demontiert und auf einem neuen Dach wieder montiert werden.

Können Ausnahmegenehmigungen beantragt werden?

Nach der novellierten Gefahrstoffverordnung, die seit 01.12.2010 in Kraft ist, ist für das Anbringen von Photovoltaikanlagen auf Asbestzementdächern bzw. für eine Überdeckung keine Ausnahmegenehmigungen mehr möglich. Behördliche Ausnahmen können im Einzelfall nur von den Pflichten nach den §§ 6 bis 15 der Gefahrstoffverodnung erteilt werden.

Die Herstellungs- und Verwendungsverbote für Asbest stehen jedoch in § 16 der Gefahrstoffverordnung und beziehen sich auf Art. 67 i. V. m. Anhang XVII der REACH-Verordnung. Im Anhang II der Gefahrstoffverordnung findet sich noch eine besondere deutsche Regelung zu Asbest. Danach sind nur Abbruch- Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zulässig. Aufständerungsarbeiten zur Montage von Photovoltaikanlagen auf Asbestzementdächern sind verboten.

Richtiger Umgang mit asbesthaltigen Gefahrstoffen

 
  • Durchführung der Arbeiten ausschließlich durch anerkannte Fachbetriebe mit geeignetem Personal und sicherheitstechnischer Ausrüstung. Es muss mindestens eine weisungsbefugte, sachkundige Person mit Sachkundenachweis gemäß TRGS 519 vor Ort sein.
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  • Die durchzuführenden Arbeiten müssen mindestens sieben Tage im Voraus der Gewerbeaufsicht sowie der Berufsgenossenschaft schriftlich mitgeteilt werden.
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  • Die Arbeiternehmer müssen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen werden (nach Grundsätzen G1.2 und G 26)
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  • Der Arbeitgeber muss einen Arbeitsplan, eine Betriebsanweisung sowie eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und dokumentieren und die Arbeitnehmer anhand dieser Unterlagen unterweisen.
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  • Es ist eine PSA (Persönliche Schutzausrüstung) zu tragen. Darunter fällt ein Schutzanzug sowie eine Atemschutzmaske. Außerdem besteht Rauch-, Ess-, Trink- und Schnupfverbot während den Arbeiten beziehungsweise am Arbeitsplatz.
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  • Es müssen besondere, umfangreiche Maßnahmen zum Schutz gegen Absturz getroffen werden, da Asbestzementdächer als nicht begehbar eingestuft sind.
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  • Zuletzt fallen auch noch Gebühren an, die sich nach dem Aufwand der Behörde richten.

Asbestsanierung ist bei Photovoltaik Vorhaben die einzige Lösung

Wenn man jetzt alle Punkte mit wachsender Begeisterung gelesen hat, stellt sich die Frage, wie es weitergehen könnte, um doch noch in den Genuss einer Photovoltaikanlage auf dem Gebäude zu kommen. Die Antwort dürfte ziemlich eindeutig sein:

Bereits in der Planungsphase sollte ein Fachmann kontaktiert werden, der sich mit der zuständigen Gewerbeaufsichtsbehörde in Verbindung setzt und die weitere Vorgehensweise unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile abklärt. Es ist dringend zu empfehlen, das Asbestdach durch eine qualifizierte Firma demontieren zu lassen und durch eine neue Dacheindeckung zu ersetzen. Dann kann man mit ruhigem Gewissen auf eine lange währende, zukünftige Laufzeit der Fotovoltaikanlage blicken.

Weitere Faktoren, die die Eignung eines Daches für eine Photovoltaik Anlage betreffen, finden Sie im Hauptkapitel.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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