Vor- und Nachteile verschiedener Nachführsysteme im Vergleich

9. November 2020
Nachgeführte Anlagen (nachführen engl. = tracking) folgen im Tagesverlauf dem Sonnenstand und sorgen so dafür, dass mehr Ertrag erwirtschaftet wird. Die am meisten verbreitete Variante ist ein mit Modulen bestückter Gestellrahmen der auf einem Mast befestigt ist.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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PhotovoltaikIst das Dach geeignet?Nachführsysteme für Flachdächer

Einachsige und zweiachsige Steuerung

Man unterscheidet ein- und zweiachsige Solar Tracker. Bei der einachsigen Photovoltaik Nachführung folgt das Modulfeld der Sonne nur horizontal nach dem Anstellwinkel der Sonne (Elevation) oder vertikal nach der Sonnenbahn (Azimut). Zweiachsige Tracker können beides und haben daher die höchste Energieausbeute, weil sie jeden x-beliebigen Punkt am Himmel anvisieren können.

Ein einachsig nachgeführtes System hat gegenüber einer fest Richtung Süden montierten Anlage Ertragsvorteilevon bis zu 30%. Zweiachsig nachgeführte PV-Tracker können bei einer optimal ausgelegten Anlage sogar bis zu 45% Mehrertrag erreichen, und das im Jahresmittel.

Besonders imposant sind Drehhallen, hier dreht sich das gesamte Gebäude auf einem Laufring, das geneigte Dach wendet sich so immer der Sonne entgegen. Beim der abgebildeten Installation Solarius ist der Unterbau stabil und nur das Dach dreht sich. Auf diesem Dach können bis zu 100 kWp installiert werden.

Astronomisch und sensorgesteuerte Nachführung

Bei der astronomischen Steuerung der PV-Tracker ist der Verlauf der Sonne an den verschiedenen Tagen im Jahr für den vorhandenen Standort fest in der Steuerung eingespeichert. Das bedeutet, dass die Nachführung stur dem vorgegebenen Sonnenlauf folgt, ganz unabhängig von den Umgebungsbedingungen wie Wolken, die sich vor die Sonne schieben.

Ein sensorgesteuerter Tracker richtet die Photovoltaikmodule immer nach dem hellsten Punkt am Himmel aus. Das muss nicht immer zwangsläufig der Punkt sein, an dem die Sonne steht. Schiebt sich eine Wolke vor die Sonne, so werden die Sonnenstrahlen beispielsweise an den Wolkenrändern reflektiert. Diese Strahlen treffen an einem anderem Punkt auf die Oberfläche der Erde. Diesen hellsten Punkt sucht der Sensor heraus und richtet die Solarmodule danach aus. Auch Reflexionen durch Schnee oder hellen Flächen wie Fassaden führen zu einer abweichenden Ausrichtung.

Nachführsysteme in der Praxis

Ganz extrem ist der Unterschied zu sehen, wenn der Himmel vollständig mit einer Wolkendecke überzogen ist. Was ist jetzt der optimale Anstellwinkel? Eine astronomische Steuerung würde jetzt die Module in Richtung der Sonne, die sich hinter den Wolken versteckt fahren.

© Moritz Rose

Anders dagegen die Steuerung mit Sensor: Der optimale Winkel beträgt 180 Grad, oder besser ausgedrückt stehen die Module genau waagrecht. Damit kann das restliche vorhandene Sonnenlicht, welches die Wolken durchdringt genau senkrecht auf die Module treffen. Die Module können dann durchaus fast den ganzen Tag in dieser Stellung ausharren. Eine sensorgesteuerte PV-Anlage kann an extremen Tagen, also Tagen mit stark wechselnder Bewölkung bis zu 70% Mehrertrag einfahren als eine stationäre Anlage.

© Moritz Rose

Herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Rose, der mir freundlicherweise diese zwei Luftaufnahmen einer sensorgesteuerten Anlage aus der Nähe vom Oberhausen zugesandt hat. Auf dem unteren Bild ist die Anlage bei Sonne zu sehen, schön erkennbar an den Schatten, den die Module werfen. Und oben bei bedeckten Himmel, wo jeder Tracker in eine andere Richtung schaut. Das hat dann schon groteske Züge und sieht recht chaotisch aus.

Welche Steuerung ist die bessere?

Die sensorgesteuerte Nachführung bringt nachweisbar bessere Ergebnisse. Dies gilt vor allem für Regionen, bei denen mit sehr wechselhaften Wetterbedingungen zu rechnen ist. Das ist in Deutschland absolut der Fall. Hier haben Tracker mit Sensorsteuerung große Vorteile. In südlichen Ländern hingegen, wie Italien oder Spanien und noch mehr in Afrika ist das Wetter sehr viel gleichmäßiger. Die Sonne scheint meist den ganzen Tag, ohne dass sich eine störende Wolke der Sonne in den Weg stellt. Auch hier hat die Steuerung mit Sensoren zwar Vorteile, aber wenn man die Mehrkosten für eine Sensorsteuerung berücksichtigt, wird es eher Vorteile für die astronomische Steuerung geben. Berücksichtigen sollte man auch, dass eine Sensorsteuerung komplizierter, und damit auch störanfälliger als eine astronomische Steuerung ist.

Vorteile einer Nachführung

  • Höhere Erträge als bei starren Anlagen
  • Durch die Verwendung von Masten keine Verschattungsprobleme
  • Sehr gute Hinterlüftung der Module
  • Eigenes Dach muss nicht verwendet werden
  • Gute Zugänglichkeit für die Wartung

Nachteile einer Nachführung

  • Geringere Einspeisevergütung, da hauptsächlich als Freilandanlage genutzt
  • Höherer Flächenbedarf, Masten müssen, um zu jeder Tageszeit gegenseitige Verschattung zu vermeiden weit auseinandergestellt werden.
  • Höhere Investitionskosten
  • Gefahr der höheren Störanfälligkeit. Die Wartungs- und Instandhaltungskosten sind gegenüber einer starren, ohne bewegliche Komponenten ausgestatten Anlage höher.
  • Es müssen Wechselrichter eingesetzt werden, die für den Outdoor-Betrieb geeignet und zugelassen sind.
  • Diebstahlschutzvorrichtungen bei Freilandanlagen
  • Höherer Materialeinsatz wegen hohen Windlasten
  • Meist hoher Aufwand bei der Anbindung ans Stromnetz
  • Ersatzteilbeschaffung über die Laufzeit von mindestens 20 Jahren, gibt es den Hersteller in 20 Jahren noch?

Aufbau der Nachführsysteme - Tracker sowie deren Zuverlässigkeit

Der Aufbau eines Nachführsystems ist nicht sehr kompliziert. Verschweißte Stahlrohre, ein Rahmengestell, eventuell aus Aluminium, ein oder zwei Getriebemotoren, die das Gestell, an denen die Module befestigt sind bewegen, die Steuerung und im Normalfall ein Wechselrichter für jeden Solartracker. Dazu kommt dann bei einer sensorgesteuerten Anlage eben der Sensor.

Ebenfalls sollte unbedingt ein Windmesser dabei sein. Eine freistehende Nachführanlage auf einem Mast bietet dem Wind eine enorm große Angriffsfläche, vergleichbar mit einem Segel. Übersteigt die Windstärke einen vom Hersteller ermittelten Höchstwert, müssen die Module aus dem Wind in eine Stellung bewegt werden, an der der geringste Windwiderstand herrscht.

Trotz der relativen Einfachheit des Aufbaues einer getrackten Anlage ist der große Vorteil stationärer PV-Anlagen, nämlich deren Langlebigkeit aufgrund dem nicht Vorhandensein beweglicher Teile nicht mehr in dem Maße gegeben. Ein Betreiber einer nachgeführten Solarstromanlage muss sich im Klaren darüber sein, dass er regelmäßig, also mindestens einmal im Jahr alle Komponenten auf Herz und Nieren untersuchen (lassen) sollte. Auf die Tracker-Anlage gibt es wie auf stationäre Anlagen auch mindestens zwei Jahre Garantie.

Es gibt aber weitere Möglichkeiten, sich vor Ausfällen abzusichern. Entweder durch zusätzliches Monitoring, bei denen die Daten dem Hersteller zur Verfügung gestellt werden, oder durch einen Vollwartungsvertrag. Bei solch einem Vollwartungsvertrag kann dann die Garantielaufzeit beliebig erweitert werden, 20 Jahre und mehr werden angeboten. Solch eine Vollabsicherung ist natürlich mit entsprechenden Mehrkosten verbunden, der Betreiber muss sich aber dann keine Gedanken mehr über eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit der Anlage machen.

Welche Module sind die richtigen für eine nachgeführte Anlage?

Wichtig zu wissen: Wenn Sie sich für eine nachgeführte Anlage interessieren, lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten und wählen Sie nur Module mit einem sehr hohen Wirkungsgrad. Damit bekommen Sie am meisten installierte Leistung kWp auf einen Mast und fahren damit von der Rendite her am besten. Unbedingt vermeiden sollte man Dünnschicht auf Trackern. Das ist, solange die Wirkungsgrade amorpher Module noch weit hinter der kristallinen Technik hinterherhinken ein NO-GO! Inzwischen werden Nachführsysteme angeboten, auf die Module mit mehr als 50 kWp montiert werden können.

Kosten und Rentabilität von Nachführsystemen

Die Preise für Module sind, parallel zur Absenkung der Einspeisetarife konstant am sinken. Während auf Modulebene weiterhin viel Kostensenkungspotential vorhanden ist, sieht es bei den Nachführsystemen nicht so gut aus. Stahl- und Aluminiumpreise steigen eher, als dass sie fallen. Nach Wegfall der Freiflächenvergütung in Deutschland wird es für die Hersteller noch schwieriger. Vor allem Anbieter zweiachsiger Systeme tun sich schwer. Beispielsweise wurde die Herstellung des zweiachsigen Solon-Movers komplett eingestellt. Dennoch lohnt es sich weiterhin, zu rechnen. Ausgehend von einem Mehrertrag von 40% erscheint die Anschaffung vor allem bei Großanlagen durchaus immer noch als lukrativ.

Bei Trackern, die auf Gebäuden installiert werden können und daher Anspruch auf die Einspeisevergütung für Dachanlagen besitzen, können sich auch kleinere Anlagen rechnen. Da es viele verschiedenen Anbieter mit unterschiedlichen Systemen von PV-Trackern auf dem Markt gibt, ist eine Aufführung der Kosten für eine Nachführung nicht möglich.

Ein Nachteil von Nachführsystemen ist der größere Flächenbedarf, da sich bei einem Solarpark die Module auf den Trackern möglichst nicht gegenseitig verschatten sollten. Das gilt für jede Tageszeit und das ganze Jahr über. Einachsige Systeme sind hier im Vergleich zu zweiachsig nachgeführten Trackersystemen klar im Vorteil. Die Anbieter von Nachführsystemen verfügen aber meist über eine Optimierungssoftware, die ein Optimum aus dem Flächenbedarf und Verschattung berechnet. So kann es beispielsweise von Vorteil sein, in den Morgen- und Abendstunden und/oder in der sonnenarmen Winterzeit eine gegenseitige Verschattung der Solartracker zu akzeptieren. Dafür bekommt man aber entsprechend mehr Leistung pro Flächeneinheit installiert.

Es gibt aber sogar einachsig um die Horizontalachse drehende Modulsysteme, bei denen sich die Module enger zusammenstellen lassen als bei fest montierten Modulen. Der Trick ist relativ einfach und nennt sich im Fachjargon "Backtracking". Morgens und abends oder im Winter, wenn die Sonne relativ flach über dem Horizont steht, würden sich die Module gegenseitig verschatten. Jetzt sorgt die Steuerung dafür, dass sich die Module etwas flacher legen. Damit sind sie zwar nicht optimal zum Sonnenstand ausgerichtet, aber, und das ist viel wichtiger, sie bekommen keinerlei Schatten ab.

Abschließend hier noch ein paar Links von Herstellern für Nachführsysteme:

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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