Praxistest zum Ertragsgewinn durch Schneeentfernung

9. November 2020
Lohnt sich die Schneeentfernung bei Photovoltaikanlagen? Dieser Frage ist das TEC-Institut mit einem Praxistest nachgegangen, der mit einem ernüchternden Ergebnis geendet hat.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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PhotovoltaikPV-Anlagen im laufenden BetriebLohnt sich die Schnee-Entfernung?

Zunächst aber zu dem Versuch selbst: Als Testobjekt wurde eine 1,24 MW Freiflächenanlage der Antaris Solar im tschechischen Holysov ausgewählt. Freiflächenanlage deshalb, damit bei dem Versuch niemand zu Schaden kommt, wenn er den Schnee von Solarmodulen, die auf dem Dach montiert sind abräumen würde. Es wurden zwei Testfelder mit jeweils 32,4 kWp miteinander verglichen. Bei einem Feld wurde der Schnee täglich bis auf das Wochenende und Feiertage entfernt, beim anderen Feld wurde der Schnee nicht angerührt. Über 68 Tage wurden so die Erträge dieser beiden Felder miteinander verglichen.

Geringer Ertragsgewinn durch Schneeräumung

Das Ergebnis war für das TEC-Institut überraschend. Der Mehrertrag lag nur bei ca. 1,4%, der durch die regelmäßigen Schneeräumaktionen zusätzlich gewonnen wurde. Als Fazit wird das Schneeräumen von Solarmodulen stark in Frage gestellt, da die Kosten für das Schneeräumen die zusätzlichen Erträge übersteigen könnten. (Die Auswertung des Tests können Sie hier kostenfrei herunterladen).

Aus der Praxis: Schneeentfernung bei meiner PV-Anlage "High Light"

Ich befreie nach wie vor den unteren Teil meiner Anlage vom Schnee. Das geschieht vollkommen gefahrlos vom Boden aus. Wenn ich den oberen Teil mit einbeziehen wollte, müsste ich auf eine Leiter steigen. Das ist erstens riskant und zweitens auch sehr anstrengend. Daher lasse ich es lieber gleich.

Die Vorgehensweise, wann ich die Module vom Schnee befreie unterscheidet sich aber extrem von dem Vorgehen beim Versuch des TEC-Instituts. Hier wurden die Module stur jeden Tag vom Schnee befreit, ohne Rücksicht auf die Bedingungen. Ich stelle mir also gerade vor, wie ein Mitarbeiter im größten Schneegestöber das Testfeld vom Schnee befreit. Wahrscheinlich ist er noch nicht mal fertig mit seiner Arbeit, da sind die ersten Module schon wieder zugeschneit.

Meine wichtigsten Arbeitsmittel sind nicht der Schneeabzieher, sondern alle Informationen, die ich über das Wetter heute und in den nächsten Tagen bekommen kann. Dazu bediene ich mich den Informationen, die ich selber auf meiner Solarlogseite bereitstelle. Das sind also diverse Wettervorhersagen und prognostizierte Sonnenscheinstunden für die nächsten Tage. Zusätzlich habe ich eine Wetterstation, die mir auf meinen Standort bezogen die Wettervorhersage für die nächsten 5 Tage anzeigt.

Wichtigste Information beim Schneeräumen: Die Wettervorhersage

Nur, wenn für den nächsten Tag mindestens 4-5 Sonnenstunden vorhergesagt werden, wird eine Schneeräumaktion ins Auge gefasst. Vorletzten und letzten Winter war das des Öfteren der Fall. Im Vergleich dazu war der Winter 2012/2013 absolut enttäuschend. Nur zwei Mal bin ich bisher tätig geworden. Zwar waren die Module für lange Zeit mit Schnee bedeckt, aber das Wetter war auch äußerst bescheiden. Nur Schneefall und bedeckter Himmel. Warum sollte ich mir also überhaupt die Mühe machen, um den Schnee zu beseitigen? Sonne war sowieso keine da! Einmal hat mich die Wettervorhersage im Stich gelassen. Die Rede war von der Sonne, die eventuell auch mal hinter den Wolken hervorkommen könnte. Dann aber am nächsten Tag strahlend blauer Himmel ohne auch nur ein Wölkchen am Himmel.

Persönliches Fazit zur Schneeentfernung

Das Motto lautet: maximaler Ertrag mit minimalem Aufwand. Es gab schon Perioden, bei dem meine Anlage über Tage hinweg bei strahlendem Sonnenschein eingespeist hat, während andere Anlagen unter einer tiefen Schneedecke im ebenso tiefen Winterschlaf waren. Hier kommt auch der positive Effekt hinzu, dass bei einem teilgeräumten Dach bei guter Sonneneinstrahlung der Rest vom Schnee oft von alleine abrutscht. Pro Tag kann das dann bei meiner PV-Anlage 40 bis 50 kWh ausmachen, vor allem wenn im März und April die Tage schon wieder länger werden. Bei einer Vergütung von fast 50 Cent sind das also 20 bis 25 Euro pro Tag. Für eine halbe Stunde bis maximal eine Stunde Körperertüchtigung keine schlechte Entlohnung!

Noch ein letzter Gedanke zu Anlagen, die erst jetzt ans Netz gehen: Bei einer Vergütung von 14 Cent pro kWh (und weniger) würde ich mir auch überlegen, ob ich noch zum Schneeabräumer greife. Irgendwann ist mal der Punkt erreicht, wo auch ich sagen würde: Das lohnt sich nicht mehr. Wer es aber nicht nur von der Renditeseite aus betrachtet, sondern das Schneeabräumen als alternative Fitnessbetätigung sieht kann auch dann dieser speziellen Bewegungstherapie etwas abgewinnen.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

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Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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