Ist eine begrenzte Einspeiseleistung von 70% zu empfehlen?

Mit Einführung des neuen EEG Anfang 2012 wird auch das Einspeise­management neu geregelt. Unter anderem sind auch Anlagen mit einer Leistung von weniger als 30 kWp betroffen. Der Anlagenbetreiber ist entweder gezwungen, die Anlage so auszulegen, dass der Netzbetreiber die Anlage herunterregeln kann, oder er kann die maximale Wirkleistungseinspeisung am Einspeisepunkt auf maximal 70 Prozent der Generatorleistung begrenzen. Für welche der beiden Möglichkeiten soll sich ein Anlagenbetreiber in spe entscheiden? Keine leichte Frage und auch die Antwort ist nicht trivial.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.
PhotovoltaikKomponenten: WechselrichterGrundlagen zum Einspeisemanagement

Eigene Erfahrungswerte bei begrenzter Einspeiseleistung

Die Wechselrichterleistung zu begrenzen erscheint als die einfachere und unkompliziertere Lösung. Daher werden viele mit diesem Gedanken spielen. Wenn dann bei einer Studie des Fraunhofer Instituts auch noch herauskommt, dass die Verluste durch die Abregelung nur bei 2 Prozent liegen, dann ist das doch nicht mal so viel. Da ich der Studie nicht glaube, will ich es genauer wissen. Dazu habe ich die Daten meiner PV-Anlage im Zeitraum 05.11.2010 bis 04.11.2011 ausgewertet.

Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Bei meiner Anlage würden sich die Verluste auf sage und schreibe 6,86% aufsummieren. Da kommt man dann doch schnell ins Grübeln und eine vorher noch so schöne Kalkulation ist schnell im Papierkorb gelandet.

Einschränkend muss ich aber noch zwei Anmerkungen hierzu machen:

  • Das Jahr 2011 ist ein Ausnahmejahr, was die Sonneneinstrahlung angeht. Meine Anlage wird die 1.300 kWh/kWp Grenze knacken. Das bedeutet, dass auch die 70%-Grenze öfters überschritten wurde als in einem anderen Jahr mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung.
  •  
  • Meine Anlage läuft auch sonst extrem gut und kann nicht ohne weiteres als Vergleichsanlage herangezogen werden. Aufgrund der optimalen Bedingungen wird die 70%-Grenze sicherlich öfters überschritten als beim Anlagendurchschnitt.

Wenn jetzt aber die Verluste so hoch sind, was soll man tun?

 
  • Wie ist die Ausrichtung und Dachneigung der Anlage?
    Wenn es sich um eine Ost-, West- oder gar Nordanlage handelt, kann man auch jetzt schon die Wechselrichterleistung entsprechend drosseln. Solche Anlagen überschreiten die 70% der installierten Leistung viel seltener als Südanlagen.

  • Wie hoch ist meine installierte Generatorleistung?
    Besonders bei kleinen Anlagen, also 5 bis 7 kWp und darunter gibt es ein Kostenproblem, wenn man die Möglichkeit der Abregelung durch den Netzbetreiber wählt. Zuerst braucht man einen Datenlogger. Dann benötigt man so etwas wie einen Funkrundsteuerempfänger. Was hier letztendlich zum Einsatz kommt steht noch völlig in den Sternen. Da die Funklösung aber am wahrscheinlichsten ist, kommen auch noch Gebühren für die Nutzung des Funknetzes dazu. Alles in allem kommt da ein hübsches Sümmchen zusammen, welches bei den immer geringer werdenden Modulpreisen prozentual ein immer größeres Loch in die Kasse reißt.

  • Eigenverbrauch wählen!
    Wenn irgendwie möglich (wenn man sich nicht für die Abregelungsvariante durch den Netzbetreiber entscheidet) unbedingt die Eigenverbrauchsvariante nehmen! Denn die 70%-Regel gilt erst am Verknüpfungspunkt. Das bedeutet, dass inklusive Eigenverbrauch mehr als diese 70% erzeugt werden dürfen. Alles, was über den 70% erzeugt wird, muss entweder gleich verbraucht oder zwischengespeichert werden. Hier sind die Wechselrichterhersteller bereits daran Lösungen anzubieten. Bitte aber die Fallstricke bei der Eigenverbrauchsregelung beachten wie z.B. eventueller Verlust der Sonder-AfA und ähnliches.

Bei Fragen oder Unklarheiten wenden Sie sich in jedem Fall an Ihren installierenden Fachbetrieb.

Weiterlesen zum Thema "Alternativen im Einspeisemanagement"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Erfahrungen mit der Stromcloud?

Ich plane den Bau einer PV Anlage und habe von der Stromcloud gehört. Daher meine Frage: Kann ich auch nur die Cloud buchen? Eine PV Anlage habe ich ja schon bzw. plane / kaufe ich gerade. Gibt es sonst Erfahrungen mit der Stromcloud?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Die Firma Sonnen und Senec bieten die Cloud aktiv an.

Wenn Sie die Cloud nutzen möchten brauchen Sie den Speicher der jeweiligen Firma.

Von Sonnen würde ich generell abraten da die Firma darauf bedacht ist einen hohen Ajtienweet zu erreichen um beim
Börsengang ordentlich Kasse zu machen. Ich bezweifle nur ob das für die Kunden nachhaltig ist und ob die Garantiezeiten
eingehalten werden.

Wenn Sie sich unbedingt eine Cloud leisten möchten, nehmen Sie Senec.

Generell kann ich Ihnen nur raten genau zu rechnen!

Die Berechnungen die wir mit beiden Anbietern vollzogen haben waren negativ.

Ich habe bis jetzt keine Berechnung gesehen wo der Kunde einen Vorteil hatte.

Gerne erkläre ich Ihnen die List und Tücken, die Sie im normalen Angebot nur sehr schlecht erkennen.

Mein Rat - Batterrie etwas größer als Ihr Verbrauch und auf jedenfall größer als Ihre PV Anlage.

Beispiel : 5 KWp PV Anlage dann 8 oder 9 KW Speicher !

Erfahrungen mit Solarziegeln von autarq

Haben Sie Erfahrung mit Solarziegeln der Firma autarq / Berlin? Wir interessieren uns für Solarziegel und wüssten gerne mehr über Vor- / Nachteile und technische Umsetzung.
Antwort von ENPLA GmbH

Hallo,
Ja wir haben Erfahrung mit den Solarziegeln von Autarq.
Referenzen können Sie bei uns besichtigen. Für weitere Fragen und eine Berstung kontaktieren Sie uns einfach!

ENPLA GmbH, 88630 Pfullendorf.

Eigene Frage stellen

Sie haben eine Frage?

HausCo Logo
Solarteure und Experten beantworten kostenlos Ihre Fragen zum Thema Photovoltaik
Jetzt Frage stellen