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    Neue Abschaltfrequenz bzw. Software für den Wechselrichter

    Der Mitarbeiter des Fachbetriebes oder des Wechselrichterherstellers kommt für die Umrüstaktion ins Haus oder zur Anlage. Wie wird der Ablauf sein? Welche technischen Änderungen werden am Wechselrichter vorgenommen?
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    Zu allererst muss man dem Techniker den Zugang zu dem Wechselrichter bzw. zu den Wechselrichtern ermöglichen. Die Anwesenheit des Anlagenbetreibers ist nicht zwingend notwendig. Wichtig ist nur, dass man nach Beendigung der Arbeiten ein Änderungsprotokoll erhält. Die vorzunehmenden Änderungen können sich je nach Wechselrichtertyp sowohl von der technischen Seite als auch vom Zeitaufwand unterscheiden.

    Neue Anschaltfrequenz oder Software

    Die Umrüstung kann auf zweierlei Wegen erfolgen. Entweder wird lediglich die Abschaltfrequenz verändert oder aber es werden andere Kennlinien eingespielt. Damit kann man das langsame Herunterfahren des Wechselrichters erreichen. Oftmals reichen die Eingabe eines Technikerpasswortes am Wechselrichter und anschließend das Verändern ein oder mehrere Parameter. Fronius hat beispielsweise Wechselrichter im Programm, bei denen nach 30 Sekunden alles erledigt sein soll. Die Abschaltfrequenz wird übrigens nur nach oben verstellt, niemals nach unten. Es kann also unter normalen Umständen nie ein Nachteil für den Betreiber entstehen.

    Bei anderen Wechselrichtern ist es notwendig, eine neue Software bzw. Firmware aufzuspielen. Da kommt dann der Techniker mit einem Laptop und meist auf den Wechselrichter zugeschnittene Zusatzgeräte und -kabel und überspielt die neue Softwareversion. Das kann von der Dauer her sehr unterschiedlich ausfallen.

    Zuletzt gibt es noch Wechselrichter, bei denen tatsächlich auch an der Hardware etwas geändert werden muss, das ist aber eher die Ausnahme. Darunter fällt beispielsweise die Sunny Central Familie von SMA. Die werden aber die wenigsten im Keller stehen haben.

    Ganz entscheidend für die Dauer der Umrüstaktion ist natürlich auch die Anzahl der Wechselrichter. Leider ist es nicht ausreichend, die Neupara­metrisierung nur an einem einzigen Wechselrichter durchzuführen. Es darf keiner ausgelassen werden. Das Änderungsprotokoll wird entweder automatisch durch die Konfigurationssoftware erstellt oder der Techniker füllt dieses selber aus. Wichtig ist, dass man einen Nachweis in den Händen hält.

    Auswirkungen auf die Garantie des Wechselrichters

    Sollte ein Mitarbeiter des Wechselrichterherstellers die Umrüstung vornehmen, ist die Garantie unter keinen Umständen gefährdet. Ist der Solarteur vom Wechselrichterhersteller geschult worden, dürfte es ebenfalls keine Probleme geben. In der Verordnung zur Gewährleistung der technischen Sicherheit und Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes (Systemstabilitätsverordnung - SysStabV) der Bundesregierung kann man dazu folgendes lesen:

    "Um zu vermeiden, dass durch die Beauftragung eines "fremden" Installateurs noch bestehende Garantieansprüche der Betreiber von PV-Anlagen gegenüber dem Hersteller des Wechselrichters erlöschen würden, wird ihnen in Satz 3 die Möglichkeit eingeräumt, innerhalb der Frist nach Absatz 2 Wünsche bei der Auswahl des Installateurs zu äußern. Sofern das Erlöschen einer Garantie droht und der gewünschte Installateur die Voraussetzungen nach Satz 1 erfüllt, ist dem Wunsch des Betreibers der PV-Anlagen Folge zu leisten. Allerdings hat in diesem Fall der Betreiber der PV-Anlagen die zusätzlichen Kosten zu tragen. Zusätzliche Kosten können insbesondere dadurch anfallen, dass die Beauftragung der vom Betreiber der PV-Anlagen gewünschten fachkundigen Person höhere Kosten verursacht, als nach Rahmenvertrag vom Betreiber des Verteilernetzes vorgesehene fachkundige Person."

    Welche Auswirkungen haben die Änderungen auf den Ertrag der Anlage?

    Die Änderungen haben lediglich Auswirkungen, wenn die normale Netzfrequenz von 50 Hz signifikant überschritten wird. Am Ertrag der Anlage ändert sich somit nichts. Während der Umrüstaktion kann es aber sein, dass der Wechselrichter vom Netz genommen werden muss. Diese Ausfallzeit muss der Anlagenbetreiber akzeptieren und wird nicht kompensiert.

    Wer sich noch genauer darüber informieren möchte, wie seine Wechselrichter umgerüstet werden, der kann eine Excelliste der Übertragungsnetzbetreiber einsehen. Anhand dieser Liste kann ich beispielsweise erkennen, dass mein SMA 4200 TL auf eine neue Abschaltfrequenz von 50,25 Hz und der 5000 TL auf  50,35 Hz eingestellt wird. Auf der SMA-Seite, die ich unter "Herstellerhomepage" finde, kann ich noch weitere Details einsehen.

    Im letzten Beitrag erfahren Sie, wie es mit den Kosten für die Umrüstaktion bestellt ist.

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    Dieser Artikel wurde erstellt von: Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de