Neue Abschaltfrequenz bzw. Software für den Wechselrichter

Der Mitarbeiter des Fachbetriebes oder des Wechselrichterherstellers kommt für die Umrüstaktion ins Haus oder zur Anlage. Wie wird der Ablauf sein? Welche technischen Änderungen werden am Wechselrichter vorgenommen?
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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Zu allererst muss man dem Techniker den Zugang zu dem Wechselrichter bzw. zu den Wechselrichtern ermöglichen. Die Anwesenheit des Anlagenbetreibers ist nicht zwingend notwendig. Wichtig ist nur, dass man nach Beendigung der Arbeiten ein Änderungsprotokoll erhält. Die vorzunehmenden Änderungen können sich je nach Wechselrichtertyp sowohl von der technischen Seite als auch vom Zeitaufwand unterscheiden.

Neue Anschaltfrequenz oder Software

Die Umrüstung kann auf zweierlei Wegen erfolgen. Entweder wird lediglich die Abschaltfrequenz verändert oder aber es werden andere Kennlinien eingespielt. Damit kann man das langsame Herunterfahren des Wechselrichters erreichen. Oftmals reichen die Eingabe eines Technikerpasswortes am Wechselrichter und anschließend das Verändern ein oder mehrere Parameter. Fronius hat beispielsweise Wechselrichter im Programm, bei denen nach 30 Sekunden alles erledigt sein soll. Die Abschaltfrequenz wird übrigens nur nach oben verstellt, niemals nach unten. Es kann also unter normalen Umständen nie ein Nachteil für den Betreiber entstehen.

Bei anderen Wechselrichtern ist es notwendig, eine neue Software bzw. Firmware aufzuspielen. Da kommt dann der Techniker mit einem Laptop und meist auf den Wechselrichter zugeschnittene Zusatzgeräte und -kabel und überspielt die neue Softwareversion. Das kann von der Dauer her sehr unterschiedlich ausfallen.

Zuletzt gibt es noch Wechselrichter, bei denen tatsächlich auch an der Hardware etwas geändert werden muss, das ist aber eher die Ausnahme. Darunter fällt beispielsweise die Sunny Central Familie von SMA. Die werden aber die wenigsten im Keller stehen haben.

Ganz entscheidend für die Dauer der Umrüstaktion ist natürlich auch die Anzahl der Wechselrichter. Leider ist es nicht ausreichend, die Neupara­metrisierung nur an einem einzigen Wechselrichter durchzuführen. Es darf keiner ausgelassen werden. Das Änderungsprotokoll wird entweder automatisch durch die Konfigurationssoftware erstellt oder der Techniker füllt dieses selber aus. Wichtig ist, dass man einen Nachweis in den Händen hält.

Auswirkungen auf die Garantie des Wechselrichters

Sollte ein Mitarbeiter des Wechselrichterherstellers die Umrüstung vornehmen, ist die Garantie unter keinen Umständen gefährdet. Ist der Solarteur vom Wechselrichterhersteller geschult worden, dürfte es ebenfalls keine Probleme geben. In der Verordnung zur Gewährleistung der technischen Sicherheit und Systemstabilität des Elektrizitätsversorgungsnetzes (Systemstabilitätsverordnung - SysStabV) der Bundesregierung kann man dazu folgendes lesen:

"Um zu vermeiden, dass durch die Beauftragung eines "fremden" Installateurs noch bestehende Garantieansprüche der Betreiber von PV-Anlagen gegenüber dem Hersteller des Wechselrichters erlöschen würden, wird ihnen in Satz 3 die Möglichkeit eingeräumt, innerhalb der Frist nach Absatz 2 Wünsche bei der Auswahl des Installateurs zu äußern. Sofern das Erlöschen einer Garantie droht und der gewünschte Installateur die Voraussetzungen nach Satz 1 erfüllt, ist dem Wunsch des Betreibers der PV-Anlagen Folge zu leisten. Allerdings hat in diesem Fall der Betreiber der PV-Anlagen die zusätzlichen Kosten zu tragen. Zusätzliche Kosten können insbesondere dadurch anfallen, dass die Beauftragung der vom Betreiber der PV-Anlagen gewünschten fachkundigen Person höhere Kosten verursacht, als nach Rahmenvertrag vom Betreiber des Verteilernetzes vorgesehene fachkundige Person."

Welche Auswirkungen haben die Änderungen auf den Ertrag der Anlage?

Die Änderungen haben lediglich Auswirkungen, wenn die normale Netzfrequenz von 50 Hz signifikant überschritten wird. Am Ertrag der Anlage ändert sich somit nichts. Während der Umrüstaktion kann es aber sein, dass der Wechselrichter vom Netz genommen werden muss. Diese Ausfallzeit muss der Anlagenbetreiber akzeptieren und wird nicht kompensiert.

Wer sich noch genauer darüber informieren möchte, wie seine Wechselrichter umgerüstet werden, der kann eine Excelliste der Übertragungsnetzbetreiber einsehen. Anhand dieser Liste kann ich beispielsweise erkennen, dass mein SMA 4200 TL auf eine neue Abschaltfrequenz von 50,25 Hz und der 5000 TL auf  50,35 Hz eingestellt wird. Auf der SMA-Seite, die ich unter "Herstellerhomepage" finde, kann ich noch weitere Details einsehen.

Im letzten Beitrag erfahren Sie, wie es mit den Kosten für die Umrüstaktion bestellt ist.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

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Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

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Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
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Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
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Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
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Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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