Solarmodule in nahezu jeder erdenklichen Farbe

22. April 2021
Architekten und Planer haben schon immer versucht, mit Farben Akzente zu setzen. Dies ist auch möglich im Bereich der Photovoltaik. Mit farbigen bzw. eingefärbten Solarmodulen.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.
PhotovoltaikKomponenten: ModuleFarbige Sondermodule

Bei farbigen Modulen muss man zwei Arten unterscheiden: Unterschied­liche Farben, die sich aufgrund der eingesetzten Modultechnologie im normalen Bearbeitungsprozess zwangsläufig ergeben. Sowie absichtlich, durch Modifikation des Herstellungsprozesses eingefärbte Module

Nicht in diese Kategorie fallen die so genannten Farbstoffzellen (nach dem Erfinder auch Grätzel-Zellen genannt), bei denen nach dem Prinzip der Photosynthese Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt wird. Hierbei handelt es sich um eine vollkommen eigene Modultechnologie.

"Normale" Modulfarbe liefert einen Hinweis auf den Zelltyp

Kristalline Module sind im Normalfall blau oder schwarz. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die Originalfarben der Solarzellen. Diese haben unbehandelt eine graue Farbe. Bereits bei den unbehandelten Solarzellen ist der Unterschied zwischen mono- und polykristallinen Zellen erkennbar. Die polykristallinen Wafer weisen eine inhomogene Struktur in vielen Variationen auf. Dagegen sind die monokristallinen Wafer gleichmäßig grau.

Erst wenn später die Antireflexschicht, die nur wenige Nanometer beträgt aufgebracht wird, bekommen die Solarzellen die bekannte blaue bis schwarze Farbe. Welche Farben ergeben sich also durch die verschiedenen Zelltechnologien?

  • Dunkelblau bis Schwarz: Monokristalline Zellen
  • Hellblau: Polykristalline Zellen
  • Tiefschwarz: Mikrokristalline bzw. mikromorphe Zellen, CIS bzw. CIGS Zellen, monokristalline Hochleistungszellen.
  • Schwarz-Violett: a-Si (amorphes Silizium) Zellen auf Glassubstrat
  • Dunkelblau bis Anthrazit, Randbereich Violett: a-Si Zellen auf Metallsubstrat
  • Dunkelgrün bis Schwarz: CdTe Module
  • Anthrazit: Monokristalline Zellen, die zur Verminderung der Reflexion strukturiert sind

Farbveränderungen nehmen Einfluss auf den Ertrag

Durch Änderungen der Schichtdicke der Antireflexschicht lassen sich fast alle nur denkbaren Einfärbungen erzielen. Das Farbspektrum reicht von Rot, Grün, Cyan, Gelb, Magenta, Violett, Türkis, Braun, Grau bis zu Gold, Smaragd, Bronze oder Silber, alles ist möglich! So reizvoll die Fülle der Farbenauswahl aber auch sein mag, einen Haken gibt es bei der Sache dennoch.

Die Antireflexschicht sollte in erster Linie Reflexionen reduzieren und damit eine optimale Ertragsausbeute garantieren. Die „normalen“ Farben eines Moduls, die sich aus einer optimalen Antireflexschicht ergeben sind daraufhin optimiert worden. Das bedeutet, dass jede Änderung der Schicht zum Zwecke einer andersartigen Farbe gleichzeitig eine Reduzierung des Modulwirkungsgrades zur Folge hat.

Beispiel für farbige Modulintegration

Einen Weltrekord hat Tübingen zusammen mit Sunways mit der Südwestfassade der Paul Horn-Arena geschaffen. Sie ist die weltweit größte Photovoltaikfassade mit farbigen Solarzellen. Dank der extra für das Projekt hergestellten grünfarbigen Sunways Solar-Zellen fügt sich die Photovoltaik-Fassade perfekt in die Auen-Landschaft am Neckar ein und unterstreicht das ökologische Engagement, für das die Universitätsstadt Tübingen bekannt ist.

Weiterlesen zum Thema "Hybridmodule für Strom und Wärme"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Erfahrungen mit der Stromcloud?

Ich plane den Bau einer PV Anlage und habe von der Stromcloud gehört. Daher meine Frage: Kann ich auch nur die Cloud buchen? Eine PV Anlage habe ich ja schon bzw. plane / kaufe ich gerade. Gibt es sonst Erfahrungen mit der Stromcloud?
Antwort von energie-konzept24 GbR

Die Firma Sonnen und Senec bieten die Cloud aktiv an.

Wenn Sie die Cloud nutzen möchten brauchen Sie den Speicher der jeweiligen Firma.

Von Sonnen würde ich generell abraten da die Firma darauf bedacht ist einen hohen Ajtienweet zu erreichen um beim
Börsengang ordentlich Kasse zu machen. Ich bezweifle nur ob das für die Kunden nachhaltig ist und ob die Garantiezeiten
eingehalten werden.

Wenn Sie sich unbedingt eine Cloud leisten möchten, nehmen Sie Senec.

Generell kann ich Ihnen nur raten genau zu rechnen!

Die Berechnungen die wir mit beiden Anbietern vollzogen haben waren negativ.

Ich habe bis jetzt keine Berechnung gesehen wo der Kunde einen Vorteil hatte.

Gerne erkläre ich Ihnen die List und Tücken, die Sie im normalen Angebot nur sehr schlecht erkennen.

Mein Rat - Batterrie etwas größer als Ihr Verbrauch und auf jedenfall größer als Ihre PV Anlage.

Beispiel : 5 KWp PV Anlage dann 8 oder 9 KW Speicher !

Erfahrungen mit Solarziegeln von autarq

Haben Sie Erfahrung mit Solarziegeln der Firma autarq / Berlin? Wir interessieren uns für Solarziegel und wüssten gerne mehr über Vor- / Nachteile und technische Umsetzung.
Antwort von ENPLA GmbH

Hallo,
Ja wir haben Erfahrung mit den Solarziegeln von Autarq.
Referenzen können Sie bei uns besichtigen. Für weitere Fragen und eine Berstung kontaktieren Sie uns einfach!

ENPLA GmbH, 88630 Pfullendorf.

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