Exceltool Wirtschaftlichkeitsberechnung PV-Speichersystem

PhotovoltaikLohnt sich ein Stromspeicher?

Im letzten Kapitel Kostenvergleich Akkusystem habe ich beschrieben, wie man die Kosten für eine gespeicherte kWh Solarstrom berechnen kann. Um es dem Besucher meiner Website so einfach wie möglich zu machen, habe ich jetzt ein Webtool dazu entwickelt.



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Welche Daten von dem Speichersystem werden zur Berechnung mit dem Exceltool benötigt?



  • Brutto-Speicherkapazität des Akkus in kWh. Wenn Sie nur die Angaben Volt [V] und Amperestunden [Ah] vorliegen haben dann multiplizieren Sie diese zwei Werte um auf die Speicherkapazität zu kommen.
  • Entladetiefe (DoD oder Depth of Discharge). Wird in Prozent der Bruttospeicherkapazität angegeben. Nur so tief darf die Batterie entladen werden. Die Brutto-Speicherkapazität multipliziert mit der Entladetiefe ergibt die nutzbare Speicherkapazität der Batterie
  • Jahreszyklenzahl Akku PV-Anlage. Diese Zyklenzahl gibt an, wie oft eine Batterie während eines Jahres be- und wieder entladen wird. Bei einer PV-Anlage sind 200 bis 250 Zyklen eine brauchbare Zahl. Anhand dieser Anzahl von Zyklen wird die Gesamtersparnis durch das Akkusystem ermittelt. Sollten Sie die jährliche Speichermenge kennen, können Sie anhand einer kleinen Hilfsrechnung den Zyklenwert anpassen. Dieser Wert hat keinen Einfluss auf die Kosten pro gespeicherter kWh aber auf die Lebensdauer des Akkus sowie die Gesamtwirtschaftlichkeit.
  • Maximale Zyklenzahl des Batteriespeichersystems. Dieser Wert muss vom Hersteller des Akkusystems angegeben sein.
  • Wirkungsgrad Akkusystem. Der Wirkungsgrad kann erheblich schwanken und zwar zwischen ca. 70% und 95%. Einzelne Hersteller geben sogar bis zu 98% an. Die Verluste, die beim Speichern des Solarstroms entstehen werden bei dieser vereinfachten Rechnung von der Gesamtspeicherkapazität über die Lebensdauer des Systems abgezogen.
  • Anschaffungspreis Akkusystem. Sollten Sie ein Angebot für eine Komplettanlage erhalten haben, so müssen Sie die Kosten für die PV-Anlage rausrechnen und abziehen. Wichtig! Im Gegensatz zu einer PV-Anlage wird die Mehrwertsteuer für das Akkusystem nicht erstattet, wenn der Strom privat verwendet wird. Nur wenn der Strom für einen Gewerbebetrieb verwendet wird kann die Mehrwertsteuer Zurückerstattet werden. Der Betrieb der PV-Anlage selber gilt dabei nicht als Gewerbebetrieb!
  • Wiederbeschaffungswert Batteriespeicher. Anhand der Gesamtzyklenanzahl sowie der Zyklen pro Jahr kann die Lebensdauer der eingesetzten Batterien ermittelt werden. Beträgt diese beispielsweise bei Blei-Säure-Batterien 10 Jahre, so müssen diese nach diesem Zeitraum nachgekauft werden. Der Betrag hierfür muss hier eingesetzt werden.
  • Sonstige Kosten wie z.B. Wartungskosten. Diese zusätzlichen Kosten, falls bekannt müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Strompreis. Geben Sie hier den momentan gültigen Strompreis ein
  • Jährliche Strompreissteigerungsrate. Dieser Wert beeinflusst das Ergebnis wesentlich. Wählen Sie den Wert mit Bedacht. In den letzten 10 Jahren lag die Steigerungsrate bei rund 5% im Jahr.

Das Ergebnis:



  • Kosten pro gespeicherter kWh. Dieser Wert kann auch für Anlagen verwendet werden, die noch vom Eigenverbrauchsbonus profitieren. Diese Berechnung ist nicht Bestandteil dieser Auswertung.
  • Strompreis in 20 Jahren. Der Strompreis wird anhand der von Ihnen eingegeben Preissteigerungsrate errechnet.
  • Lebenserwartung Akku. Wie bereits weiter oben erwähnt, berechnet sich die Lebenserwartung des Speichermediums anhand der Gesamtzyklenzahl im Verhältnis zur Jahreszyklenzahl.
  • Ersparnis in 20 Jahren. Von diesem Wert müssen Sie noch alle Kosten für das System abziehen, um auf den tatsächlichen Betrag zu kommen, den Sie durch das Akkusystem erwirtschaften können.

Weiterlesen zum Thema "PV-Angebote vergleichen"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Speichersystem

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Solarwärme aus Heizkostenabrechnung herausrechnen

Problem mit der Erstellung der Heizkostenabrechnung. Wir haben vor einem Jahr von Öl auf Pellets mit Solarunterstützung umgestellt mit folgendem Aufbau: Pellets-Brennwertkessel Solarpanels Speicher 800L Wärmemengenzähler zwischen Kessel und Puffer Wärmemengenzähler Heizkreis 1 Wärmemengenzähler Heizkreis 2 Wärmemengenzähler Solarertrag Wasseruhren für Verbrauch Warmwasser der beiden Parteien. Ich habe nun ein Problem mit der Berechnung des Brennstoffverbrauchs der Warmwassererzeugung. Wie kann ich die Solarunterstützung aus der Brennstoffberechnung herausrechnen? Ich komme hier nicht sinnvoll weiter, bzw.fehlt mir der Ansatz. Bei der Ölabrechnung war es noch einfach, die gängige Formel für den Ölverbrauch anhand des verbrauchten Warmwasser genutzt und auf beide Parteien prozentual verteilt. Wenn ich aber die Formel auf den Heizwert der Pellets ändere fehlt mir die "Solareinspeisung" und ich würde zu viel abrechnen.
Antwort von GESBB - Ingenieurbüro

Sie haben vier WMZ, vovon drei den jeweiligen, tatsächlichen Energiebedarf je nach Nutzungseinheit dokumentieren.
Einer davon dokumentiert die tatsächliche Energieernte durch die STA, welche sicherlich bescheiden bzw. marginal ausfallen dürfte.
Warum wollen Sie hier, die hier sicherlich bescheidene Wirkung der STA herausrechnen?
Der Verbrauch der Pelletsheizung insgesamt ist doch bekannt.

Berechnung Eigenverbrauch mit Solarspeicher

Berechnung des Eigenverbrauchs bei Batteriespeicher: Wird zur Bestimmung des Eigenverbrauchs von der produzierten Energie (z.B. 250 kWh) sowohl die Netzeinspeisung (z.B. 50 kWh) wie auch die Speicherung (z.B. 100 kWh) abgezogen (= EV 100 kWh) oder lediglich die Netzeinspeisung (= EV 200 kWh)?
Antwort von Elektro Caprano

Wie die vorhergehenden Antworten Eigenverbrauch ist Erzeugung-Netzeinspeisung. Außer der gespeicherte Strom wird an Dritte veräußert.

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