Kosten für Photovoltaik

22. April 2021
Photovoltaik-Web.de beschreibt, welche Kosten beim Errichten einer Photovoltaikanlage entstehen und mit welchen laufenden Kosten Sie rechnen müssen. Außerdem erhalten Sie beispielhaft eine Kosten Kalkulation für eine Photovoltaik Anlage für ein Einfamilienhaus.
Dieser Artikel wurde von
Christian Märtel für www.Photovoltaik-Web.de verfasst.
PhotovoltaikWas kostet eine PV-Anlage?

nschaffungskosten von Photovoltaik

Die Kosten von Photovoltaikanlagen setzen sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen:

  • Solarmdoule
  • Wechselrichter
  • Montage
  • Stromspeicher

Mehr als 85 Prozent der Kosten sind dabei Materialkosten für Solarmodule, Montagesystem, Wechselrichter, Solarleitungen und sonstige kleinere Bauteile sowie evtl. einen zusätzlichen Stromspeicher. Einen ersten Eindruck, wie hoch die Anschaffungskosten konkret im Einzelfall ausfallen, ermittelt der Photovoltaik Rechner.

Kostenpunkt Solarmodule

v.l.n.r. Modul monokristallin (schwarz), monokristallines Modul (blau) und ein polykristallines Modul,
Bild: Solarnova Produktions- und Vertriebsgesellschaft mbH

Die Solarmodule, die zusammengesetzt den so genannten Solargenerator bilden, sind dabei der größte Kostenfaktor. Es wird zwischen monokristallinen und polykristallinen Modulen, sowie Dünnschichtmodulen unterschieden. Durch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren und speziellen Eigenheiten bestehen Preis- und Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Typen. Die Kosten für die Module liegen dabei zwischen 1,46 und 2,09 Euro pro Watt Peak. Für ein Einfamilienhaus, das 4000 Kilowattstunden Strom pro Jahr benötigt, liegen die Kosten für die Photovoltaik Module demnach etwa zwischen 5.840 und 8.360 Euro.

Kostenpunkt Wechselrichter

Die meisten Haushaltsgeräte werden mit Wechselstrom betrieben. Da die Photovoltaik Module nur Gleichstrom erzeugen, muss der Strom umgewandelt werden. Dafür wird ein Wechselrichter eingebaut. Die Kosten eines Wechselrichters liegen bei rund 2.000 Euro. Sonstige Bauteile wie zum Beispiel Netzanschluss und Zähler machen etwa 10 Prozent der Gesamtkosten aus.

Kosten für die Montage

Neben den reinen Materialkosten entstehen jedoch auch noch andere Kosten bei dem Errichten einer Photovoltaikanlage. Die Montage sollte möglichst ein Fachmann durchführen. Pro installiertem Kilowatt Peak (kWp) Leistung, muss dafür mit Kosten zwischen 120 und 180 Euro kalkuliert werden. Im Beispielfall des Einfamilienhauses, welches eine Photovoltaikanlage mit 4 kWp benötigt, kostet die Installation daher zwischen 480 und 720 Euro. Hinzu kommen jedoch noch Planungs- und Dokumentationskosten.

Gesamtkosten

Netto-Preise in € pro kWp (ohne Umsatzsteuer) inkl. Montage | Quelle: BSW-Solar / www.solarwirtschaft.de
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Insgesamt liegen die Kosten für die Anschaffung von Photovoltaik für ein typisches Einfamilienhaus derzeit bei rund 8.500 Euro für eine durchschnittliche 5 kWp Anlage (ohne Steuer). Das entspricht durchschnittlichen Kosten von 1.300- 1.700 Euro pro installierten kWp. Da auch hier erhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede bestehen, sollten Sie sich auf jeden Fall von einem Fachbetrieb beraten lassen. Dieser stellt Ihnen aus den vielfältigen Produkten eine für Sie optimale Photovoltaikanlage zusammen, die auch zu Ihren Preisvorstellungen passt. Wir helfen Ihnen dabei kompetente Photovoltaik-Fachbetriebe zu finden. Wenn Sie Ihre Postleitzahl in die Suchbox eingeben, erhalten Sie eine Liste von Photovoltaik Fachbetrieben in Ihrer Region.

Haben Sie schon ein Angebot erhalten und möchten wissen, ob die Kosten angemessen sind für die angebotene Anlagentechnik? Nutzen Sie dafür unseren kostenlosen Angebotscheck.

Optional: Kosten für Photovoltaik Speicher

In die Gesamtkosten nicht eingeflossen sind bisher die Kosten für einen Photovoltaik Speicher. Diese Geräte sind vor allem seit der Speicherförderung, die bei der KfW beantragt werden kann, immer öfter auch schon ein Thema in Verkaufsgesprächen für eine neue Photovoltaikanlage. Denn der Eigenverbrauch von Solarstrom wird mit der weiter sinkenden Einspeisevergütung immer attraktiver. Photovoltaik Speicher für ein Einfamilienhaus kosten ab 6.000€. Mit der genannten Förderung lassen sich die Kosten z.B. bei einer durchschnittlichen 5 kWp Anlage jedoch um rund 1.000€ senken. Nach aktuellen Erhebungen auf Basis des Photovoltaik Angebotschecks wird in gut 40% der Anlagen ein Speichersystem mit angeboten. Die Tendenz ist hier stark steigend.

Wie ist die durchschnittliche Photovoltaikanlage in Deutschland dimensioniert?

Das Solaranlagen-Portal.com hat hier eine interessante Auswertung realer Angebotsdaten vorgenommen. Die typisch deutsche Photovoltaikanlage kommt mit 28 Modulen auf eine Nennleistung von 7 kWp bei Kosten von knapp 11.000 Euro brutto. Trotz der vergleichsweise hohen zusätzlichen Kosten ist ein Speicher in vielen Fällen wirtschaftlich. In 41% der Fälle wird ein Speicher im finalen Angebot mit aufgeführt.

Durchschnittliche Solaranlage in Deutschland | Quelle: Solaranlagen-Portal.com

Laufende Kosten für Photovoltaik

Im Vergleich zu den Anschaffungskosten sind die laufenden Kosten für Photovoltaik gering. Man geht bei den laufenden Kosten von pro Jahr etwa 2 Prozent der Anschaffungskosten aus. Dies bedeutet im Beispielfall des Einfamilienhauses Kosten zwischen 240 und 280 Euro.

Betriebskosten sind unter anderem Versicherungsbeiträge sowie Rücklagen für eventuelle Reparaturen und möglicherweise den Austausch eines defekten Gerätes. Außerdem werden jährlich Kosten für die Miete des Zählers fällig, der anzeigt, wie viel Strom die Photovoltaikanlage in das öffentliche Stromnetz einspeist.

Bei einer teuren Anschaffung wie Photovoltaik sollte besonders auf eine geeignete Versicherung Wert gelegt werden, um bei Schäden abgesichert zu sein. Wenden Sie sich daher schon vor der Montage der Photovoltaikanlage an Ihre Gebäude- und Haftpflichtversicherung.

Weiterlesen zum Thema "Lohnt sich Eigenverbrauch?"

Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik Kosten

Photovoltaik Kosten auf Hausdach mit 35qm für 133qm Haus?

Unsere Frage: Was kostet eine Photovoltaik Anlage, mit der der gesamte Strom produziert wird, auch im Winter, mit Hilfe vom Speicher. Ist das überhaupt möglich. Hausdach ca. 35 qm, Altbau, nicht isoliert, ca. 133?
Antwort von Bauherren-Akademie

Mit Ihren Angaben lässt sich leider nur spekulieren.
Wieviel Haushaltsstrom brauche Sie pro Jahr? Mit welcher Primärenergie wird die Heizung bzw. Warmwasserbereitung betrieben?
Mit 35qm bekommen Sie ca. 7 bis 8kWp aufs Dach. Je nach Dachneigung, Ausrichtung und Standort bekommen Sie dafür zwischen fast 0 und 7.000 kWh Energieertrag. Beachten Sie dabei, das sich dieser jedoch sehr unregelmäßig übers Jahr verteilt. so wird in den Wintermonaten Dez. und Jan ca 2%, in den Sommermonaten Juni/Juli ca. 16% erzeugt. d.h. In den Sommermonaten haben Sie einen Überschuß, in den Wintermonaten eine Unterdeckung. Diese Unterdeckung lässt sich technisch zwar ausgleichen, mit derzeitigen Speichermöglichkeiten unter wirtschaftlicher Betrachtung jedoch nicht. Auch wenn Sie übers Jahr einen Überschuß erzielen, wird eine Autarkie technisch zwar möglich (wenn man nur den Haushaltsstrom ohne Strom für die Heizung z.B. für eine Wärmepumpe betrachtet), setzt aber Voraus, dass Wirtschaftlichkeit keine Rolle spielt. Ich persönlich bin der Meinung, das mit momentanen Speichermöglichkeiten auch der ökologische Fußabdruck für so eine Lösung negativ ausfällt.
Ich hoffe, diese kurze Erläuterung hilft Ihnen Weiter

Photovoltaik Kosten mit Solarspeicher

Was kostet Photovoltaik Anlage mit Batterie für 4 Köpfige Familie?
Antwort von Thomas Presser - Zertifizierter Verkaufsberater Photovoltaik

Guten Tag, da benötige ich mehr Daten. Welche Dachfläche, Ausrichtung, Grad ist vorhanden? (Adresse/Luftbild) Wie hoch ist der Stromverbrauch? Wie alt ist der Zählerschrank (Foto)?
Da der Markt 2021 überhitzt ist, sind nur noch wenige Hersteller in Bezug auf Module und Speicher lieferbar. Als Beispiel für 4500 kwh Verbrauch benötigen Sie ca. 22 Module a 360 W plus Speicher 6 - 8 kw. Preislich ca. 16.000,- bis 19.000,- € je nach Hersteller. Bitte kontaktieren Sie mich. Thomas Presser (tompre@gmx.de)

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