Tipps für die Wahl des richtigen Zählers

9. November 2020
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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PhotovoltaikEigenen Strom produzierenStromzähler für Eigenverbrauch

Diese Stromzähler benötigt man für den Eigenverbrauch

Wenn die Eigenverbrauchsregelung in Anspruch genommen wird ist es wichtig zu wissen, dass diese genauestens dokumentiert sein muss, nämlich indirekt durch den zusätzlichen Einbau von einem PV Stromzähler für den erzeugten Solarstrom der Photovoltaikanlage. "Wie jetzt?", wird sich der eine oder andere fragen, der bereits eine PV-Anlage in Betrieb hat, "den habe ich doch bereits!" Das ist zwar korrekt, wenn aber der erzeugte Solarstrom ganz oder zum Teil selber verbraucht wird, wird nicht mehr alles komplett ins Netz eingespeist, sondern nur die Differenz aus dem erzeugten und dem selbst verbrauchten Solarstrom. Um diese Differenz zu ermitteln, ist eben der zusätzliche Zähler notwendig. Somit müssten drei Zähler zum Einsatz kommen:

  • Der normale Bezugsszähler für den Strom aus dem Versorgungsnetz
  • Der Einspeisezähler für den ins Netz eingespeisten Solarstrom
  • Der Ertragszähler (PV-Zähler) für den gesamten produzierten Solarstrom

Für den Anschluss der erforderlichen Stromzähler gibt es eine Richtlinie, nämlich die "Technischen Anschlußbedingungen (TAB) 2007 für den Anschluss an das Niederspannungsnetz" des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) inkl. einer Ergänzung vom Oktober 2010.

Option Zweirichtungszähler

Gemäß diesen Richtlinien sollten "vorzugsweise" die beiden ersten Zähler durch einen Zweirichtungszähler zusammengefasst werden. In diesem Zweirichtungszähler sind zwei separate Zählwerke integriert, die zum einen den aus dem öffentlichen Netz bezogenen Verbrauchsstrom, wie auch den eingespeisten Solarstrom messen. Von Vorteil ist dieser Zweirichtungszähler, da er weniger Platz im Zählerkasten beansprucht. Von Nachteil ist, dass dieser Zähler nur durch den Netzbetreiber gestellt werden darf, da er die Hoheit über den Zähler für den aus dem Netz bezogenen Strom besitzt. Außerdem stellt einem der Netzbetreiber meistens noch eine zusätzliche Meßgebühr in Rechnung. Wichtig ist, dass beide Zähler eine Rücklaufsperre besitzen, weil der Strom in beide Richtungen fliesst. Die Vor- und Nachteile muss jeder Anlagenbetreiber selber gegeneinander abwägen. Die Kosten für die Bereitstellung eines Zählers weichen je nach Netzbetreiber sehr stark voneinander ab.

Die Phasenproblematik

Eine immer wieder gestellte Frage: Wenn ich nur auf einer oder zwei Phasen einspeise, da ich nur einen oder zwei einphasig einspeisende Wechselrichter habe, kann ich dann überhaupt den gesamten Eigenverbrauch nutzen? Diese Frage wird tatsächlich immer und immer wieder gestellt und bis vor kurzem war auch ich etwas ratlos, wie mit diesem Thema umzugehen ist. Ich habe aber weiterhin versucht, Informationen zu sammeln und inzwischen sehe ich etwas klarer. Um die Thematik etwas deutlicher darzustellen, habe ich zwei Grafiken erstellt.

1) Einphasige Einspeisung - einphasiger Verbrauch

In der ersten Grafik ist ein Haushalt dargestellt, bei der die PV-Anlage einphasig einspeist und auch die Verbraucher im Haus nur über eine Phase laufen. Hier ist alles recht eindeutig.

Fall 1

Es ist Nacht, die PV-Anlage generiert keinen Solarstrom. Die Waschmaschine ist im Stand-By-Betrieb und verbraucht 1 kWh

  • Der PV-Zähler steht still
  • Ebenso der Einspeisezähler.
  • Lediglich der Bezugszähler summiert den in der Nacht benötigten Strom von 1 kWh auf. Es ist also alles so, als wenn gar keine Anlage existieren würde.

Fall 2

Es ist morgens, zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr.
Die PV-Anlage erzeugt beispielsweise 2 kWh. Die ganze Familie ist auf den Beinen und verbraucht in derselben Zeit 3 kWh. 1 kWh für den Toaster (ist nur ein Beispiel!) und 2 kWh für die Waschmaschine. Wie sieht es mit den Zählern aus?

  • Der PV-Zähler zählt die von der Solaranlage in dem Zeitraum erzeugten 2 kWh
  • Der Einspeisezähler zählt nichts, da 1 kWh mehr verbraucht als erzeugt wurde.
  • Der Bezugszähler zählt 1 kWh, nämlich genau die eine, die mehr verbraucht wurde als die PV-Anlage erzeugt hat.

Fall 3

Es ist nachmittag, zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Die Anlage erzeugt 4 kWh, die Familie ist aus dem Haus, es wird nur 1 kWh verbraucht.

  • Der PV-Zähler zählt die erzeugten 4 kWh
  • Der Einspeisezähler zählt die Differenz aus erzeugtem Solarstrom und verbrauchtem Strom, also 4 kWh minus 1 kWh = 3 kWh
  • Der Bezugszähler zählt nichts, der gesamte Stromverbrauch konnte durch die Anlage abgedeckt werden.

2) Einphasige Einspeisung - mehrphasiger Verbrauch - Zähler zählt nur phasenweise

Jetzt kommt aber der Normalfall, nämlich dass die Verbraucher an drei verschiedenen Phasen angeschlossen sind, während die Solarstromanlage nur an einer oder an zwei Phasen angeschlossen ist. Wie sieht die Rechnung jetzt aus? Hier gibt es zwei Varianten. Bei der einen Variante zählen der Einspeisezähler und der Bezugszähler nur phasenweise, bei der zweiten Variante werden jedoch die Beträge saldiert, also gegeneinander aufgerechnet.

Variante 1: Der Einspeisezähler misst nur Phasen, in denen Strom erzeugt wird, der Bezugszähler misst nur Phasen in denen Strom verbraucht wird.

Fall 1 (kein Unterschied zu oben)

Es ist Nacht, die PV-Anlage generiert keinen Solarstrom. Die Waschmaschine ist im Stand-By-Betrieb und verbraucht 1 kWh

  • Der PV-Zähler steht still
  • Ebenso der Einspeisezähler.
  • Lediglich der Bezugszähler summiert den in der Nacht benötigten Strom von 1 kWh auf. Es ist also alles so, als wenn gar keine Anlage existieren würde.

Fall 2

Es ist morgens, zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr.
Die PV-Anlage erzeugt 2 kWh. Die ganze Familie ist auf den Beinen und verbraucht in derselben Zeit 3 kWh. 1 kWh für den Toaster und 2 kWh für die Waschmaschine. Der Toaster hängt an derselben Phase wie die PV-Anlage. Wie sieht es mit den Zählern aus?

  • Der PV-Zähler zählt die erzeugten 2 kWh
  • Der Einspeisezähler zählt 1 kWh, da der Toaster auf derselben Phase lediglich 1 kWh verbraucht hat. Die 2 kWh für die Waschmaschine auf der anderen Phase werden nicht berücksichtigt.
  • Der Bezugszähler zählt 2 kWh, nämlich genau die 2 kWh, die die Waschmaschine benötigt hat.

Fall 3

Es ist nachmittag, zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Die Anlage erzeugt 4 kWh, die Familie ist aus dem Haus, es wird nur 1 kWh für die Waschmaschine im Standby-Betrieb benötigt.

  • Der PV-Zähler zählt die erzeugten 4 kWh
  • Der Einspeisezähler zählt ebenfalls 4 kWh, die Waschmaschine hängt ja an der anderen Phase.
  • Der Bezugszähler zählt 1 kWh, ebenfalls von der Waschmaschine.

Tagessummen

  • PV-Zähler: 6 kWh
  • Einspeisezähler: 5 kWh
  • Bezugszähler: 4 kWh
  • Eigenverbrauch (PV-Zähler abzüglich Einspeisezähler): 1 kWh

3) Einphasige Einspeisung - mehrphasiger Verbrauch - Zähler verrechnen die Phasen miteinander

Variante 2: Der Einspeisezähler wie auch der Bezugszähler verrechnen die Phasen miteinander.

Fall 1 (kein Unterschied zu oben)

Es ist Nacht, die PV-Anlage generiert keinen Solarstrom. Die Waschmaschine ist im Stand-By-Betrieb und verbraucht 1 kWh

  • Der PV-Zähler steht still
  • Ebenso der Einspeisezähler.
  • Lediglich der Bezugszähler summiert den in der Nacht benötigten Strom von 1 kWh auf. Es ist also alles so, als wenn gar keine Anlage existieren würde.

Fall 2

Es ist morgens, zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr.
Die PV-Anlage erzeugt 2 kWh. Die ganze Familie ist auf den Beinen und verbraucht in derselben Zeit 3 kWh. 1 kWh für den Toaster und 2 kWh für die Waschmaschine. Der Toaster hängt an derselben Phase wie die PV-Anlage. Wie sieht es mit den Zählern aus?

  • Der PV-Zähler zählt die erzeugten 2 kWh
  • Der Einspeisezähler zählt nichts, da 1 kWh vom Toaster und die 2 kWh für die Waschmaschine zusammengezählt werden. Es wird also mehr verbraucht, als die Anlage erzeugt.
  • Der Bezugszähler zählt 1 kWh, nämlich die Differenz aus verbrauchtem Strom und erzeugtem Strom..

Fall 3

Es ist nachmittag, zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr.
Die Anlage erzeugt 4 kWh, die Familie ist aus dem Haus, es wird nur 1 kWh für die Waschmaschine im Standby-Betrieb benötigt.

  • Der PV-Zähler zählt die erzeugten 4 kWh
  • Der Einspeisezähler zählt 3 kWh, es ist egal, dass die Waschmaschine mit einem Verbrauch von 1 kWh an der anderen Phase hängt.
  • Der Bezugszähler zählt nichts, es wurde mehr Strom erzeugt als verbraucht.

Tagessummen

  • PV-Zähler: 6 kWh
  • Einspeisezähler: 3 kWh
  • Bezugszähler: 2 kWh
  • Eigenverbrauch (PV-Zähler abzüglich Einspeisezähler): 3 kWh

Resultat: Werden die erzeugten und verbrauchten kWh miteinander verrechnet und alle Phasen berücksichtigt, wird der Eigenverbrauch korrekt und zum Vorteil des Betreibers ermittelt.
Es kommt noch ein weiterer Punkt hinzu. Selbst wenn die PV-Anlage dreiphasig einspeist und es werden keine saldierenden Zähler eingebaut, fällt die Rechnung zu Ungunsten des Betreibers aus. Nämlich in dem Fall, wenn große Verbraucher nur an eine Phase angeschlossen sind und die PV-Anlage auf dieser einen Phase aber weniger produziert, an allen drei Phasen hätte es aber gereicht, um den Verbrauch abzudecken.

Wie erreiche ich die korrekte Abrechnung und welche Zähler müssen eingebaut werden?

Am einfachsten ist die Lösung, wenn bisher übliche Dreiphasen-Ferraris-Zähler eingebaut werden. Dieser Zähler summiert die Leistungsflüsse aller drei Phasen, indem aus den drei Phasenströmen und -spannungen elektromagnetisch ein Drehmoment erzeugt und auf die Zählerscheibe übertragen wird. Die Anzahl der Umdrehungen der Scheibe wird dann auf ein mechanisches Zählwerk übertragen. Wo liegt dann das Problem, wenn mit dem Einsatz von Ferraris-Zählern alles funktioniert? Seit Anfang 2010 müssen nach dem Energiewirtschaftsgesetz in allen Neubauten und auch bei Modernisierungen elektronische Zähler eingebaut werden.

Über die Jahre sollen somit alle mechanischen Zähler durch elektronische Zähler ersetzt werden. Diese neuen Zähler haben die Möglichkeit, über Register alle Informationen wie Wirkleistung oder Wirkenergie phasenweise abzuspeichern. Für einen normalen Haushalt ist das ja von Vorteil, weil man so detaillierte Informationen über Verbräuche an den einzelnen Phasen erhält. Für den PV-Betreiber, der den Eigenverbrauch nutzt ist es aber kontraproduktiv. Wer also einen elektronischen Zähler installiert bekommt, sollte sich auf jeden Fall vergewissern, dass dieser Zähler saldierend über alle Phasen zählt. Oftmals gibt es verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für diese Zähler, hier sollte dann der Modus "wie Ferraris-Zähler" eingestellt sein.

Rechtliche Seite der Zählerwahl

Hier hat der Gesetzgeber leider geschlafen. Nach § 25 des Eichgesetzes, Fortbestehen von Eichpflichten, ist es lediglich vorgeschrieben, dass "geeichte" Messgeräte eingesetzt werden.

"Es ist verboten, 1. Meßgeräte zur Bestimmung... der thermischen oder elektrischen Energie, der thermischen oder elektrischen Leistung .... ungeeicht im geschäftlichen Verkehr zu verwenden oder so bereitzuhalten, dass sie ohne besondere Vorbereitung in Gebrauch genommen werden können."

In Anlage 20 der Eichordnung werden die Anforderungen an Elektrizitätszähler aufgeführt. Hier wird aber unter anderem nur spezifiziert, in welchen zulässigen Toleranzen der Zähler arbeiten darf, nicht aber wie er zu diesem Ergebnis kommt. Damit ist rein rechtlich gesehen die Zählweise, die die Phasen getrennt ermittelt auch möglich. Leider geht auch das EEG nicht weiter auf dieses Thema ein. Wenn sich der Netzbetreiber also nach erfolgter Installation eines elektronischen Zählers, der nicht saldiert weigert, diesen auszutauschen hat man unter Umständen schlechte Karten. Daher ist es umso wichtiger, diesen Punkt bereits vorab mit dem Netzbetreiber abzuklären!

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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