Was spricht für bzw. gegen eine Photovoltaik Anlage?

15. Mai 2020
Hin und wieder werde ich gefragt, was es für Vorteile aber auch Nachteile bei einer Photovoltaikanlage gibt. Grund genug, diese einmal auch auf meiner Website aufzuführen und Pro und Contra gegeneinander abzuwägen. Gerade jetzt nach Fukushima findet ein Wandel in vielen Köpfen statt. Immer mehr Menschen wollen ihren Beitrag zur Energiewende leisten. Möglich ist das für den normalen Bürger am einfachsten mit einer PV- oder einer Solarthermieanlage. Hier kann man wirklich aktiven Klimaschutz leisten, dazu noch mit einer Energieform, die vollkommen unentgeltlich und in praktisch unbegrenzter Menge zur Verfügung steht.
Dieser Artikel wurde erstellt von:
Christian Märtel, Redakteur www.Photovoltaik-Web.de
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Jetzt aber zu der Aufzählung der Vorteile. Die Nachteile, die ebenfalls existieren, sollen aber auch nicht unausgesprochen bleiben.

Vorteile einer Photovoltaik Anlage

  • CO2-Emmissionen werden reduziert, damit kann jeder seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Selbst Betreiber, die nur aus wirtschaftlichen Gründen eine Solaranlage angeschafft haben entwickeln mit der Zeit einen gewissen Stolz aktiven Umweltschutz zu betreiben und für die erneuerbare Energien zu werben. Es entfaltet sich fast automatisch ein neues Bewusstsein im Umgang mit Energie. Stromfresser werden ausgetauscht, Standby wird abgeschafft, Energie wird nicht mehr verschwendet.
  • Die Sonne steht als unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung, kostet also nichts.
  • Fossile Brennstoffe wie Öl oder Kohle gehen zur Neige, damit steigen die Erzeugungskosten für Strom.
  • Bei ordentlichem Preis-Leistungsverhältnis der PV-Anlage werden gute und vor allem gesicherte Renditen erzielt. Möglich ist das durch die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung laut dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) über eine Laufzeit von 20 Jahren plus dem Jahr der Inbetriebnahme.
  • Kein Finanzierungsrisiko wie beispielsweise bei Aktien oder ähnlichen Anlagemöglichkeiten, die nicht vorhersehbaren Schwankungen unterliegen.
  • PV-Anlagen (mit Ausnahme Anlagen mit Nachführung) sind extrem wartungsarm, da es keine beweglichen Teile gibt. Verschleiß durch bewegte Teile ist somit ausgeschlossen. Die Anlage hat eine Lebenserwartung von mindestens 20 - 25 Jahren. Diese Beständigkeit wurde in vielen Langzeittests bewiesen. Auch gibt es bereits viele Anlagen, die bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ihren Dienst tun. Lediglich der Wechselrichter unterliegt einem Verschleiß, das sollte in der Kalkulation entsprechend berücksichtigt werden.
  • Keine Lärmbelästigung, keine Geruchsbelästigung, keine Emissionen, keine Schadstoffe
  • Auch bei einer Störung der PV-Anlage steht weiterhin Strom aus dem Netz zur Verfügung.
  • Nach Ende der Laufzeit der Module können diese einfach demontiert werden. Die Entsorgung dürfte im Vergleich zu einem Kernkraftwerk das kleinste Problem sein. Momentan wird durch den Verband "PV-Cycle", dem bereits über 100 PV-Firmen angehören ein Rücknahmesystem aufgebaut. Bis spätestens 2015 soll dieses zur Verfügung stehen. Solarzellen, Glasfront und der Alu-Rahmen sind die wichtigsten Bestandteile, die man einer Wiederverwendung zuführen kann.
  • Mit einer PV-Anlage ist man unabhängig vom eigenen verbrauchten Strom, es besteht also kein Limit für den erzeugten Solarstrom. Alles wird bzw. muss abgenommen werden. Der Überschuss oder der gesamte erzeugte Solarstrom wird einfach ins Netz eingespeist und vergütet.
  • Die seit dem Jahr 2009 eingeführte Eigenverbrauchsregelung macht einen Betreiber zum Teil unabhängig von steigenden Strompreisen. Gleichzeitig kann er durch die Vorteile des Eigenverbrauchs, vor allem wenn er 30% deutlich übersteigt sehr profitieren.
  • Bei PV handelt es sich um eine ungefährliche Technologie (vergleiche Atomstrom!). Die einzige Gefahr kann von hohen Spannungen im Brand- oder Überflutungsfall für Einsatzkräfte ausgehen. Aber auch hier gibt es bereits Lösungen, die diese Gefahren eindämmen.
  • Flexible Anlagengröße durch modularen Aufbau. Anlagen von 1 kWp bis etliche MWp können realisiert werden.
  • Netzunabhängige Anlagen (Inselanlagen) sind möglich für Gebäude oder Wohnstätten, die über keinen Stromanschluss verfügen. (Wichtig auch in Entwicklungsländern)
  • Kurze Energierücklaufzeit: Je nach der verwendeten Technologie ist die für die Herstellung der Komponenten benötigte Energie bereits nach wenigen Jahren wieder amortisiert. Spätestens nach 5 Jahren Laufzeit ist die investierte Energie wieder herausgeholt und alle weiteren Jahre in Betrieb sorgen für eine überaus positive Ökobilanz.
  • Dezentrale Energieversorgung. Der Strom wird dort erzeugt, wo er gebraucht wird. Die Stromnetze werden dadurch entlastet und die Machtverhältnisse am Strommarkt werden etwas entzerrt.

Nachteile einer Photovoltaik Anlage

  • Die Module unterliegen einer Degradation. Das bedeutet, dass sie im Laufe der Zeit etwas an Leistung verlieren. Die Leistungsgarantie der meisten Modulhersteller beträgt 90% auf 10 Jahre und 80% auf 20 Jahre. Diese Nachteile werden aber in einer qualifizierten Kalkulation berücksichtigt und sind damit eigentlich keine Nachteile sondern gehören einfach zur Technik der Photovoltaik.
  • Wechselrichter sind Verschleißteile und können schneller als einem lieb ist ausfallen. Eine entsprechend lange Garantielaufzeit oder eine Verlängerung der bestehenden Garantielaufzeit der Wechselrichter sowie finanzielle Rücklagen sind daher ratsam.
  • Hohe Investitionskosten, die sich im Durchschnitt nach frühestens 10 - 15 Jahren amortisieren.
  • Unternehmertum mit allen Pflichten wie beispielsweise anfängliche monatliche Umsatzsteuermeldungen, Einkommensteuererklärung usw. - auf die Erlöse auf den eingespeisten Strom ist Einkommensteuer abzuführen und dazu eine Steuererklärung abzugeben. Bei der Frage nach der Umsatzsteuer ist entscheidend, ob man sich als Kleinunternehmer anmeldet und unter der entsprechenden Umsatzgrenze bleibt: Insgesamt: eine Gewerbeanmeldung ist notwendig.
  • Eine geeignete Dachfläche wird benötigt. Diese sollte möglichst Richtung Süden zeigen und weitestgehend unverschattet sein. Das Argument, dass sich nur Hausbesitzer eine PV-Anlage anschaffen können lasse ich nicht gelten. Überall gibt es Gemeinschaftsanlagen, bei denen sich jeder beteiligen kann.
  • Nicht jeder empfindet eine PV-Anlage auf einem Dach als ästhetische Aufwertung. Ein Atom- oder Kohlekraftwerk sieht aber auch nicht gerade hübsch aus, oder?
  • PV liefert keine gleichmäßige Stromeinspeisung. Naturgemäß schwankt die eingespeiste Strommenge je nach Tageszeit und Witterung. Durch den vermehrten Zubau mit Photovoltaikanlagen kommt es daher entweder zu einer Über- oder Unterversorgung an Strom. Speichermöglichkeiten sind momentan noch sehr teuer.
  • Unternehmerisches Risiko: Es kann auch schief gehen. Schlechte Planung, dilettantische Installation, qualitativ schlechte Komponenten. Das Risiko trägt der Betreiber der Anlage und dieser kann bei schlechten Erträgen, die hinter den Erwartungen zurückliegen, in eine finanzielle Notlage geraten. Fachgerechte Planung ist deshalb das A und O. Lassen Sie sich zu nichts drängen und holen Sie sich mehr als ein Angebot ein, um die angebotenen Komponenten, Planung und Installationsweise der PV-Anlage zu vergleichen.

Vorteil und Nachteil, je nach Blickwinkel

Die Einspeisevergütung, die einem PV-Betreiber gemäß EEG zusteht ist keine Subvention, sondern wird auf alle Stromkunden umgelegt. Das bedeutet, dass jeder, der Strom bezieht einen Teil der Einspeisevergütung zahlen muss. Für einen PV-Anlagenbesitzer ist die Einspeisevergütung verständlicherweise sehr willkommen und hat somit Vorteile, denn ohne diese würde sich auch heute noch keine Photovoltaikanlage rentabel betreiben lassen.

Viele, die keine Anlage auf dem Dach haben, sehen die Umlage meist als Nachteil, weil sie für etwas zahlen müssen ohne direkt davon zu profitieren. Dass das etwas kurz gedacht ist, ist aber ein anderes Thema, welches ganze Seiten füllen könnte (Z.B. Merit-Order-Effekt, der für sinkende Strompreise sorgt etc.) Außerdem kann sich jeder, wie bereits weiter oben erwähnt, an Gemeinschaftsanlagen beteiligen und sich so einen Teil des Kuchens abschneiden.

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Erfahrungen & Fragen zum Thema Photovoltaik

Kombination von Nachtspeicherheizung und Solaranlage

Ist eine Solaranlage bei Nachtstromspeicherheizung möglich und sinnvoll bei ca. 10.000 KWh Stromverbrauch?
Antwort eines Haus&Co Experten

Ja, das kann eine sinnvolle Kombination sein - besonders, wenn Sie bei der Elektroheizung bleiben wollen. Sie benötigen auf jeden Fall einen Solarstromspeicher - da Sie den Strom dann tagsüber erzeugen, wenn die Nachtspeicherheizung gerade nicht vorheizt. Generell ist der Eigenverbrauch - dank sinkender Einspeisevergütung - stark in den Fokus gerückt. Da Solarstromspeicher auch aktuell noch von der KfW gefördert werden, würde ich da auf jeden Fall einmal ein Angebot anfragen.

Sie können sich das hier einmal kalkulieren (da ich keine Angaben zur verfügbaren Dachfläche habe): https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/kosten

Einphasiger oder dreiphasiger Wechselrichter? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Was passt du meiner Anlage?

"Einphasiger-", oder "Dreiphasiger-Wechselrichter"? Klar ist die Berechnung der Einspeisung mittels einem saldierendem Zähler gewährleistet. Aber wie verhält es sich mit der Auslastung der Phasen? Eine einphasige Einspeisung bei eine dreiphasigen Verteilung (Ph1: Keller, Ph2: Erdgeschoss, Ph3: Obergeschoss. Da die Einspeisung nur auf die Phase "Obergeschoss" mit wenigen Verbrauchern angeschlossen ist? Habe ich noch einen Vorteil, da die weiteren Phasen ja nicht von der PV-Anlage bedient werden. Einspeisevergütung (nur 12,4): Ja, aber ich will maximalen Eigennutz bei 24,8 ct/kwh.
Antwort von Elektrotechnik Tim Frischling

Es ist nur eine maximale Schieflast von 4,6kW zu gewährleisten.
Wo die PV-Anlage angschlossen ist, ist "relativ egal", da, wie bereits richtig erwähnt die Zähler saldieren.

Auf den gemessenen Eigenverbrauch hat dies keine Auswirkung.

Photovoltaik Freiflächenanlage: Kosten, Förderung und Rentabilität?

Als Erbengemeinschaft von 3 Geschwistern besitzen wir in der Gemarkung Hösbach eine ebene Fläche Agrarland von 10 700 Quadratmetern mit einer erweiterbaren Fläche von weiteren 5 000 Quadratmetern Ackerland unmittelbar parallel im direkten Anschluss. Diese zusätzlichen 5 000 Quadratmeter sind im Besitz von zwei unserer Cousinen. Auf unserem Gelände befindet sich auch ein Hochspannungsmast . Derzeit werden die Grundstücke aufgefüllt mit Erdaushub (fast beendet) bedingt durch vorherigen Kalkabbau. Sowohl die Erbengemeinschaft als auch unsere Cousinen ( zusammen dann als Interessengemeinschaft), sind interessiert an einem Angebot für eine Photovoltaikanlage auf dieser Freifläche von insgesamt 1, 5 Hektar Land . Meine Fragen sind : 1) Was sind die Investitionskosten für eine solche Anlage ? 2) Welche Fördermittel (falls zutreffend) gibt es möglicherweise für solche Projekte. 3) Was wäre die Rentabilität und die Dauer für das Amortisieren einer solchen Investition? Für eine Antwort und Kontaktaufnahme wäre ich Ihnen dankbar. Mit freundlichen Grüßen Peter Hufgard
Antwort von PV Montagen G. Vijayakumar

Es werden mehr Daten Benötigt, daß ist das erste. Denn es steht zum Beispiel die Frage im Raum ob das Erdreich welches grad aufgefüllt wird auch verdichtet wird. Und wie sehr es verdichtet wird. Und nun zur Puntuellen Beantwortung Ihrer Fragen.

1) Die Investitionskosten für solch eine Anlage müssen vorab (nach Inaugenscheinnahme des Geländes sowie Geologisches Gutachten (z.B) erst Berechnet werden wenn mehr Details vorliegen würden.

2) Fördermittel gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in dem Maße das es sich, so gesehen um Geldtauscherei handelt.

3) Die Rentabilität einer Anlage von dieser Größe steht ausser Frage. Denn die Energiepreise werden nicht sinken von Jahr zu Jahr sondern eher wird das Gegenteil der Fall sein. Unter Bezugnahme auf das Vorgenannte ergibt sich auch keine Haltbare Aussage über die Dauer der Amortisierung der Anlage.

Nun konnte ich Ihnen leider nicht wirklich weiterhelfen, stelle es Ihnen jedoch anheim mich zu Kontaktieren. Denn die Thematik einer solchen Anlage ist komplexer als das es sich darstellt. Eine reine Angabe der Verfügbaren Fläche ist Dahingehend nicht wirklich Ausreichend.

Viele Grüße

Holger Gerhardt

Neuer Zählerschrank bei Installation einer Photovoltaikanlage?

Liebe Experten, ich denke darüber nach mir eine PV-Anlage aufs Dach zu setzen. Ein Bekannter meinte aber, dass ich dazu auch einen neuen Zählerschrank installieren lassen müsste und, dass das teuer würde. Stimmt das? Muss ein neuer Zählerschrank installiert werden? Und wenn ja was kostet das?
Antwort von Arnold Dach und Solar GmbH

Es muss nicht generell ein neuer Zählerschrank installiert werden.
Nur wenn der vorhandene Zählerschrank nicht mehr den aktuellen Richtlinien entspricht, oder wenn keine neue Messeinrichtung (z.Bsp. digitaler Stromzähler) mehr eingebaut werden kann, weil eine fachgerechte Nachrüstung (z.Bsp. Zählertafel) nicht mehr möglich ist.
Genaue Auskunft kann man beim zuständigen Netzbetreiber erfragen.

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung an einen Wechselrichter anschließen?

Kann ich zwei Strings mit verschiedener Anzahl von Modulen und unterschiedlicher Dachausrichtung (einmal Süd und einmal Ost) an einen Wechselrichter, kein Multiwechselrichter anschließen?
Antwort von MICO-Energieberatung

Wenn Sie einen Wechselrichter mit zwei MPP-Trackern haben, ist das kein Problem.
Der Maximum Power Point (MPP) eines Solarmoduls beziehungsweise eines Strings ist der Punkt der Strom-Spannungs-Kennlinie, an dem das Solarmodul die höchste Leistung erbringt. Der MPP-Tracker hat nun die Aufgabe, den Maximum Power Point zu ermitteln, da dieser von der Sonneneinstrahlung, der Temperatur und individuellen Moduleigenschaften abhängig ist und sich somit ständig ändert.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit helfen, sonst melden Sie sich einfach.

Smart Grid ready Funktion: Was bedeutet das?

Kann mir hier jemand den Begriff "Smart Grid ready Funktion" für die Speicherung von Energie mit intelligenter Steuerung erklären? Vielen Dank für die Hilfe!
Antwort eines Haus&Co Experten

Smart Grid-Geräte eröffnen interessante Vernetzungsmöglichkeiten. Beispielsweise können Smart Grid-fähige Wärmepumpen über eine Schnittstelle auf einen Überschuss an Solarstrom reagieren. Stromnetzbetreiber können über die integrierte Smart Grid-Schnittstelle den Stromspeicher direkt ansteuern und die Stromnetze stabilisieren und entlasten. Mit einem solchen Schwärmenetz können Erzeugung und Verbrauch noch weiter entkoppelt werden: Überschüsse, die im Sommer erzeugt werden, können im Winter genutzt werden. Dazu finden Sie auch Infos hier: https://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/stromspeicher

Lohnt sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses?

Ich interessiere mich für die Inbetriebnahme einer eigenen Solaranlage. Nun frage ich mich aber, ob sich eine PV-Anlage bei Ost-West-Ausrichtung des Hauses überhaupt lohnt? (Satteldach, ca. 45°)
Antwort von ELEKTRO-HAUSMANN

Hallo,

kann ich nur empfehlen. Wir erhöhen damit die Sonnenstunden für die PV-Anlage und können
damit den Eigenverbrauch, über den sich die PV-Anlage zuerst rechnet optimieren. Gleichzeitig
können wir mit der 70% Regel zusätzliche Kosten für einen Rundsteuerempfänger sparen.
Deshalb Ost-West.

Gruß
G.Hausmann

Muss ich meinen selbst erzeugten und verbrauchten Strom versteuern?

Ich habe im Febr. 2016 eine Photovoltaikanlage (7,1 Kwp) mit Speicher installiert. Von der Kleinunternehmerregelung habe ich keinen Gebrauch gemacht, also die gezahlte Mwst. rückerstattet bekommen und monatlich eine Umsatzsteuervoranmeldung gemacht. Muss ich nun den selbst verbrauchten Strom versteuern und wenn ja, zu welchem Kw/h-Preis?
Antwort von Greentec-Solar GmbH

Hallo,

Eigenverbrauch ermitteln und mit dem Stromtarif der aktuellen Stromrechnung multiplizieren.
Aus diesem Betrag den Anteil der MwSt ermitteln und bei der Umsatzsteuererklärung anzeigen.
Den Netto-Betrag aus dem
Eigenverbrauch als Einnahme der PV-Anlage bei der Gewinn-Verlustrechnung einbeziehen
und den Gewinn aus der PV-Anlage bei der Einkommensteuererklärung angeben.

das nur als grobe Aussage, genaues sagt der Steuerberater oder das Finanzamt.
Alle Angaben nach besten Wissen, ohne Gewähr.

Hoher Stromverbrauch trotz PV und Einspeisung: Wo liegt die Ursache?

Wir haben ein Einfamilienhaus mit 4 Personen. Nach unseren Zählern verbrauchen wir 5000kWh/Jahr Strombezug aus Netz, wir speisen ca. 6000-7000kWh ein und haben laut Ertragszähler ca. 9500-10000kWh Gesamt PV Ertrag. Nach dieser Rechnung hätten wir einen Gesamt-Stromverbrauch von fast 8000 kWh/Jahr. Ich kann das fast nicht glauben. Es sind jedoch seit unserem Einzug seit 3 Jahren die ungefähr gleichen Messwerte. Wo liegt hier das Problem? Wir hatten auch davor in unserer Wohnung nie einen solch hohen Wert. Ich vermute mittlerweile, dass es ein Problem mit den Zählern ist? Wir haben einen kombinierten Zähler für Bezug/Einspeisung der Netze mit wechselnder Anzeige (elektronisch). Der PV Zähler sitzt auch im Kasten, ist aber separat.
Antwort von Ingenieurbüro Energieexperten-Südwest

Ich vermute mal, dass Sie schlicht und ergreifend große Stromverbraucher haben. Da müssen Sie schon auf die Suche gehen. Was ist anders als in der früheren Wohnung? Zusätzliche Geräte? Gefriertruhe? Computer im Dauerlauf?
Wie wird das Haus denn eigentlich beheizt (Wärmepumpe mit el. Heizstab?) und wie wird warmes Wasser erzeugt?

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte.
Antwort von Teck Solar E.k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung. Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

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